Midnight Sin (1) Sudames Lockruf – Midnight Seagull 2017

Midnight Sin (1) Sudames Lockruf - Midnight Seagull 2017
Midnight Sin (1) Sudames Lockruf – Midnight Seagull 2017

Midnight Seagull 2017

Regie: Markus Duschek

Mit:
Uta Dänekamp, Martin Sabel, Heidi Klein, Mark Bremer, Jan Langer, u. v.a.

Ungezügeltes Verlangen beherrscht die Kuratorin Dr. Sophie Vandermeer, seit die mysteriöse Künstlerin Sudame ihre Ausstellung im Museum präsentiert. Fremdartige Stimmen ziehen Sophie in einen verführerischen Sog dunkler Begierde und uralter Mysterien. Welches schicksalhafte Band beide Frauen verbindet, liegt außerhalb jeder Vorstellungskraft. Keiner ist unschuldig, und schon bald findet seine Opfer, was sich bis zum Ende aller Zeiten in ewigem Fluch wiederholen muss…

hoerspielTIPPs.net:
Nach vier Folgen „Viola Axton“ kommt Midnight Seagull Media mit einer neuen Serie um die Ecke. Mit „Sudames Lockruf“ ist die erste Folge von „Midnight Sin“ erschienen. Wie der Titel vermuten lässt, geht es ins Erotik-Regal – und damit in einen hochgefährlichen Bereich. Erotik in Hörspielen bekommt schnell einen Stich ins Alberne und Peinliche. Zumal es – ähnlich wie beim Humor – sehr individuelle Ansprechverhalten beim Hörer gibt. Um es gleich vorweg zu nehmen: In Bezug auf die Erotik sprach mich das Hörspiel nicht an. Der Schalter der diesbezüglich angetippt wurde, führte eher ins Humorzentrum. Sei’s drum, Geschmackssache.
Problematischer ist die Präsentation. Zum einen funktionieren die Dialoge nicht wirklich gut. Die Sprache wirkt selten authentisch, viele Klischeeformulierungen lassen manche Dialoge wie einen Text der Band „Unheilig“ klingen. Worthülsen und Floskeln jagen sich gegenseitig durch das Skript.
Auch die Darstellung funktioniert nur bedingt. Bemüht man den abgegrabbelten Begriff vom „Kino im Kopf“, sind einige zentrale Szenen nicht glaubwürdig gespielt. Als Beispiel seien hier die Twists in den beiden Sexszenen genannt. Die Art, wie sich hier die Männer artikulieren, kommt einer glaubwürdigen Szene nicht im Mindesten nahe.
Schwierig ist auch die Art der Inszenierung. Insbesondere die überzogenen Effekte auf den Stimmen, die nicht nur zum Teil zur Unverständlichkeit des Gesagten führen, sondern auch viel zu oft eingesetzt werden. Die drei verschiedenen Ebenen, die man so hörbar trennen will, hätte man mit gutem Schauspiel und guter Regie auch ohne diesen technischen Firlefanz verständlich ans Ohr des Hörers gebracht.

Tja, leider konnte ich diesem Hörspiel nur sehr wenig abgewinnen. Es gibt leider keinen Bereich, bei dem ich sagen könnte, dass er gelungen ist. Selbst die überschaubare Qualität des derzeitigen Schnitts am kommerziellen Markt erreicht man hier nicht. Schade.

Veröffentlichung: 16.06.2017


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