Ursendung am 11. Juni 2017: Das Paradies der kleinen Dinge – Ein gemeinsames Tagebuch (Nathaniel Hawthorne, Sophia Hawthorne) hr 2017

Das Paradies der kleinen Dinge - Ein gemeinsames Tagebuch (Nathaniel Hawthorne, Sophia Hawthorne) hr 2017
Das Paradies der kleinen Dinge – Ein gemeinsames Tagebuch (Nathaniel Hawthorne, Sophia Hawthorne) hr 2017

hr 2017

Regie: Ulrich Lampen

Bearbeitung: Ulrich Lampen
Übersetzung: Alexander Pechmann
Besetzung: Cordula Huth
Ton,Technik: Roland Grosch, Melanie Inden, Holger König, Hans Peter Ruhnert
Regieassistenz: Marie Lilli Beckmann
Aufnahmeleitung: Christoph Müller
Dramaturgie, Redaktion: Peter Liermann

Mit:
Sandra Hüller, Jörg Pohl


Sandra Hüller; Bild: hr/WDR/Sibylle Anneck

Im Sommer 1842, wenige Wochen nach ihrer Hochzeit und dem Entschluss, im alten Pfarrhaus in Concord ein gemeinsames Leben anzufangen, beginnen Nathaniel Hawthorne und seine Frau Sophia ein gemeinsames Tagebuch.
Warum und für wen? – wir wissen es nicht. Um ihr Glück, einander gefunden zu haben, festzuhalten? Aus Angst, es könnte sich wieder verflüchtigen? Um einander das Glück ihres jungen Ehelebens zu bestätigen? Aus Angst davor, der andere könnte anders empfinden? Um es zu bewahren, zu betrachten, um es zu spiegeln: ein doppeltes Paradies? Oder um das Paradies zu beschwören, es mittels Sprache überhaupt erst zu schaffen? Die erste Zeit ihrer Ehe, die das Tagebuch begleitet, war nicht ganz unbeschwert. Geldsorgen, eine Fehlgeburt, die Einsamkeit des abgeschiedenen Lebens auf dem Lande: All das findet sich hier in Andeutungen, auch wenn Sophia Hawthorne einen Teil des Tagebuchs nach dem Tod ihres Mannes zerstört hat. Und trotzdem, in seinen schönsten Momenten zeigt es mit zauberischer Leichtigkeit, voll Heiterkeit und Gelassenheit, wo das Paradies verborgen sein könnte: in den kleinen Dingen des Alltags.

hoerspielTIPPs.net:
Ulrich Lampen hat aus den Tagebüchern der Eheleute Hawthorne das gemacht, was es ist. Tagebücher. Sie werden – so wie sie auch geschrieben wurden – von einer Frau und einem Mann vorgetragen. Das ist letztlich eine bearbeitete Lesung. Dass sich die Schauspieler in die Rollen der Schreibenden einfühlen und versuchen, den Text lebendig zu gestalten, darf man auch in diesem Metier erwarten. Insofern trifft das Stück formal nicht meine Erwartungshaltung an eine Hörspielproduktion.

Der Text schildert die Höhen und Tiefen der ersten Jahre der Hawthornes – immer mit einem sehr postiven oder hoffnungsvollen Grundton. Die Auswahl der Texte bietet ein ausreichendes Bild des Werkes.

Ursendung im Radio: 11.06.2017, 14:04 Uhr, hr2


Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Hörspiele, Kommentar, Radioprogramm abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s