WDR-Hörspielspeicher: Synapsis (Jörg Diernberger) WDR 2017

Synapsis (Jörg Diernberger) WDR 2017
Synapsis (Jörg Diernberger) WDR 2017

WDR 2017

Regie: Jörg Diernberger

Musik: Jörg Diernberger, Gunnar Geise

Mit:
Dietrich Lehmann, Claudia Lietz, Lena Noske, Robert Nickisch, August Reto, Steffen Schlösser, u. v. a.

Sorgenfrei auf Tastendruck. Das ist die Geschäftsidee des Start-ups Synapsis. Doch die Testphase des Programms verläuft weniger reibungslos als geplant.

Die Idee ist so einfach wie genial: Eine passende Amnesie für jeden. Durch neurologische Stimulation soll ein vorübergehender Gedächtnisverlust ausgelöst werden, um den Probanden in einen Zustand absoluter Entspannung zu versetzen. Mit dieser Erfindung gründen drei Jungunternehmer das Start-up – um die Welt zu verbessern, beziehungsweise schnell reich zu werden.
Die Entwicklung des computergesteuerten Neurologie-Programms ist weit fortgeschritten. Alles läuft so gut. Nur: Das mit dem Gedächtnisverlust funktioniert, das mit der kurzen Dauer weniger. Und nun ist auch noch der Proband entwischt: Er befindet sich auf einem Ruderboot, mitten auf einem See, ohne Erinnerung, ohne Ortung. Anders als vorgesehen oder vorhergesehen, ist der Gedächtnisverlust Auslöser eines Neuanfangs.

hoerspielTIPPs.net:
Wer sich ohne Kenntnis der Inhaltsangabe ans Radio setzt und „Synapsis“ hört, wird vielleicht im ersten Moment etwas überfordert. Man sollte hier aber nicht zu schnell die Flinte ins Korn werfen, denn im Laufe des Hörspiels wird dann mehr als ausreichend erklärt, was des Hörspiels Kern ist. Einige Mirarbeiter in einem Forschungsinstitut haben sich zu einem besonderen Start-Up zusammengetan und versuchen für ihre potentiellen Kunden eine Teilzeitamnesy durch Gehirnmanipulation zu etablieren. Das muss natürlich an einem menschlichen Probanden ausprobiert werden, was prompt schief läuft.

An dieser Stelle steigt der Hörer in die Geschichte ein und erlebt, wie der Proband aus der Überwachung flieht. Die Aufregung ist groß, da man die Auswirkungen auf seinen Zustand nicht abschätzen kann.

Die Grundidee ist nachvollzieh- und durchaus vorstellbar. Für meinen Geschmack hätte man hier aber durchaus etwas mehr die Gefahr der Situation mehr betonen dürfen. Viele der gestellten Hürden und Probleme klingen nicht unüberwindbar, wie beispielsweise das Verschwinden in einem letztlich überschaubaren Radius. Dennoch hält das Stück die Spannung und überzeugt inhaltlich auch mit seinem besonderen Finale.

Als Sprecher sind hier einige unverbrauchte Stimmen am Werk, das ist grundsätzlich positiv, leider überzeugen mich doch nicht alle. Hier wäre an einigen Stellen deutlich mehr Regiearbeit nötig gewesen. Die gesamte Inszenierung bleibt hinter dem Anspruch, den man an eine Produktion des WDR haben darf, zurück.

Ursendung im Radio: 21.05.2017

Veröffentlichung (Handel / Download): 21.05.2017


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