Gruselkabinett (120 & 121) Der Unsichtbare – Titania Medien 2017

Gruselkabinett (120 & 121) Der Unsichtbare - Titania Medien 2017
Gruselkabinett (120 & 121) Der Unsichtbare – Titania Medien 2017

Titania Medien 2017

Regie: Marc Gruppe, Stephan Bosenius
Mischung: Kazuya
Mastering: Michael Schwabe

Bearbeitung: Marc Gruppe
Mit:
Sascha von Zambelly, Simon Böer, Marianna Mosa, Matthias Lühn, Philine Peters-Arnolds, Claus Thull-Emden, Lutz Riedel, Horst Naumann, Eva-Maria Werth, Lutz Reichert, Bodo Primus, Louis Freidemann Thiele, Sascha von Zambelly, Michael-Che Koch, Rainer Gerlach, Daniela Reidies, Sabina Trooger, Hans Bayer, Rolf Berg

West-Sussex 1897: Während ein heftiger Schneesturm tobt, bezieht ein mysteriöser Mann mit bandagiertem Gesicht Zimmer im Gasthof des Örtchens Iping. Schnell wird der Fremde zum Gesprächsthema an dem kleinen Ort, vor allem, als seine Koffer ankommen und er mit chemischen Experimenten beginnt, die ihn den Wirtsleuten und Dorfbewohnern schnell nur noch unheimlicher erscheinen lassen…

hoerspielTIPPs.net:
Auch Titania Medien setzt in 2017 auf einige Hörspiel-Umsetzungen von Werken H. G. Wells‘. Zum Auftakt bringt man eine Fassung von „Der Unsichtbare“ als Zweiteiler in den Folgen 120 und 121, die – wie in letzter Zeit üblich – auch nur als Doppelfolge erhältlich sind. Der Plot erinnert stark an Stevensons „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“, der 1896 – und damit ein Jahr vor Wells‘ Werk – erschienen ist. Auch hier steht ein wissenschaftliches Experiment im Mittelpunkt, dass den Forscher selbst in Bedrängnis bringt. Da der Titel schon viel verrät, steigt man hier auch direkt mitten in der Geschichte und damit nach der Verwandlung ein. Der Hörer ist damit – im Gegensatz zu den Figuren im Hörspiel – im Bilde, was passiert ist. Das „Warum“ und „Wie“ hebt man sich allerdings dann für den zweiten Teil auf. Im ersten erleben wir die noch namenlose Figur, die sich in einer kleinen Pension einmietet und dort verzweifelt versucht, die Unsichtbarkeit mittels Experimenten rückgängig zu machen und bis dahin sein Geheimnis zu verstecken. Dies bringt einige Schwierigkeiten mit sich, die diesen ersten und den Anfang des zweiten Teils tragen. Erst später trifft der Wissenschaftler auf einen alten Studienkollegen, dem er sich anvertraut und dessen Fragen – und die des Hörers – beantwortet.

Titania Medien nutzt die Spieldauer des Zweiteilers, um die Entwicklung der Figur langsam und nachvollziehbar voranzutreiben. Wells‘ Protagonist bleibt allerdings in seiner Motivlage etwas merkwürdig und oberflächig. Die Spannungsmomente ergeben sich eher aus der sich immer schneller drehenden Gewaltspirale und der Frage, ob der Wissenschaftler seinen Absprung noch schafft. Gut gefallen hat mir der Bruch zwischen dem ersten und zweiten Teil. Zu Anfang wirkt die Geschichte dank der naiven und etwas unbeholfenen Figuren, die hinter das Geheimis des merkwürdigen Bewohners kommen wollen, fast schon etwas klamaukig. In der zweiten Hälfte wird das Hörspiel dann ungleich ernster und zeigt, warum es dann doch in die Reihe des Gruselkabinetts passt.

Veröffentlichung (Handel / Download): 26.05.2017


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