Die Hörspielneuheiten: Reschke & Breuer, Mark Brandis – Raumkadett u. v. m.

Die Hörspielneuheiten der letzten Woche. Neben den Neuheiten im Handel findet ihr hier auch die aktuellen Hörspiele zum (kostenlosen) Download.

Bitte beachtet, dass Letztgenannte zum Teil nur befristet zur Verfügung stehen.

Abschiedsgeschenk (Gert Roland Stiepel) NDR 2013
Abschiedsgeschenk (Gert Roland Stiepel) NDR 2013

NDR 2013

Regie: Christoph Dietrich

Mit:
Klaus Manchen, Monika Lennartz, Reiner Schöne, Dieter Mann, Friedhelm Ptok, Alexandra Sydow, Nadine de Zanet, Norbert Stöß, vielen anderen


Regisseur Christoph Dietrich und Reiner Schöne; Bild: NDR/David Paprocki

Deutschland im Jahr 2040. Es herrscht demographischer Notstand. Die Vergreisung der Gesellschaft und die damit aufgeworfenen Probleme schreien nach einer politischen Lösung. Der alte Mensch ist zum unzumutbaren Kostenfaktor geworden. Die Krankenkassen bluten aus, dem Gesundheitssystem droht der Kollaps. Der Staat erlässt ein Abschiedsgesetz, die Kassen versprechen all jenen eine Prämie, die freiwillig aus dem Leben scheiden. Das Geschäft mit dem Tod blüht. Kommerziell geführte Sterbekliniken, die sich als innovative Start-ups verstehen, versprechen ein sorgenfreies, glückliches, in jedem Fall würdiges Ableben.

Paul denkt noch lange nicht ans Sterben und hat noch viel Lebensfreude. Nur: so mancher Abschiedskandidat gerät ins Schwanken. Paul zum Beispiel. Er sitzt nach einem Schlaganfall im Rollstuhl. Sein „Restlebenswertindex“ ist gering. Im Falle seines freiwilligen Ablebens winkt seiner Frau die satte Prämie. Sein Sohn könnte sich davon eine lebensnotwenige Operation finanzieren. Doch dann entdeckt Paul buchstäblich in letzter Minute das Leben, die Lust daran. Was nun? Eine bissige Satire, die eine Menge Fragen aufwirft. Konsequent denkt der Autor zuende, was als futuristisches Szenario heute schon erschreckend wahrscheinlich scheint.


Abstrakta (Lothar Stemwedel) mdr 2017
Abstrakta (Lothar Stemwedel) mdr 2017

mdr 2017

Regie: Thomas Fritz

Mit:
Ingo Naujoks

Ist es nicht seltsam, fragt sich der offenbar zu erweiterten Selbstgesprächen neigende Mann, indem er sich der Reisenden vis-à-vis zuwendet, dass landauf, landab die Rede davon ist, „Demokratie“ müsse dieses, „Kunst“ dürfe jenes? Dass bloße Abstrakta zu Akteuren ernannt werden, einfach indem man ihnen ein paar frei verfügbare Modalverben unterschiebt? Und ihnen anschließend, als sei es jetzt ja wohl ihre Sache, sie zu erfüllen, all die lästigen Erwartungen an Fortschritt und Gemeinwohl überantwortet? Ja, ist es nicht vielleicht sogar verräterisch? Weil so Rhetorik unablässig Lösungen vorgaukelt, für die sich dann leider regelmäßig keiner mehr findet, der sie tatsächlich zu verwirklichen gedenkt? Sollte man, um die mediale Scheinbefriedigung zu unterbinden, die ganze Clique untätig rühriger Abstrakta nicht lieber auf einen fernen Planeten verfrachten – er könnte ja beispielsweise „Abstrakta“ heißen? Als spöttischer Beifahrer des Zeitgeists lädt der sonderbare Herr zu einer kritischen Inspektionsrundreise durch die Gegenwart ein – und was könnte dafür geeigneter sein als eine lange langweilige Fahrt mit der Bahn?


Alles was (Christian Schultheis) BR 2016
Alles was (Christian Schultheis) BR 2016

BR 2016

Regie: Lorenz Schuster

Mit:
Georgia Stahl, Aurel Manthei, Julia Riedler, Sebastian Weber

„Mit Alles was, einem Auszug aus dem Manuskript-Triptychon Wer wie was wo wieso weshalb warum wir… oder: Hundert Titel sagen mehr als tausend Bücher von Christian Schulteisz wird die Kühnheit belohnt, sich bewusst für die Kleine Form, das kurze Stück zu entscheiden. Das Gewicht der Welt scheint immer nach einem Atlas zu verlangen, um es zu tragen. Doch manchmal erledigt auch ein Aphorismus, ein Aperçu, eine schlagfertige Antwort den Job und hilft der Welt, sich weiterzudrehen. Alles was setzt auf die Kraft der sinnfreien Reihung, die erhellende Wirkung des Zeigens: Wer zeigt, hat gesehen und gehört und ermöglicht es Dritten zu verstehen. Westentaschen-Aufklärung.
Keine kleine Kunst.“
(Jurybegründung)


Beyond the Rainbow (Jörg Albrecht) BR 2017
Beyond the Rainbow (Jörg Albrecht) BR 2017

BR 2017

Regie: Stefanie Ramb

Mit:
Julia Riedler, René Dumont, Karolina Horster, Aurel Manthei, Franz Pätzold, Christian Erdt

Silvana Trans ist eine Frau. Doch mehr als zwanzig Jahre lang sagte ihr Spiegelbild ihr das Gegenteil. In einem männlichen Körper geboren, versucht sie jetzt, doch noch zur Frau zu werden – oder wenigstens weiblich genug zu sein. Und dabei durchläuft sie Therapiestunden, Untersuchungen, Gerichtsanhörungen, um die letzten, die entscheidenden Schritte gehen zu können. Und dazu: die entscheidenden Schnitte. Und manchmal wünscht sie sich, es käme jemand daher, ein Zauberer, der mit einem Scherenschnipp oder Fingerzeig ihre Geschichte an ein Happy Ending brächte. Ein Fingerzeig – und das schwarzweiße Leben verwandelt sich zu einem in Farbe, in Technicolor. So wie in The Wizard of OZ (1939): Dort ist es Dorothy Gale (Judy Garland), die von einem Wirbelsturm aus dem schwarzweißen Kansas ins Technicolor-Märchenland OZ katapultiert wird. Zusammen mit ihrem Hündchen Toto begibt
sie sich auf die Suche nach dem großen Zauberer, der sie angeblich wieder nach Hause bringen kann. Der gelben Backsteinstraße folgend, lernt sie drei andere kennen, die nach etwas suchen: die Vogelscheuche ohne Verstand, den Blechmann ohne Herz und den Löwen ohne Mut. Alle begeben sich also zum Zauberer – ohne zu merken, dass sie genau das, wonach sie sich sehnen, schon besitzen.
Aber wie können wir etwas suchen, das wir längst haben? Wie geben, was wir längst nicht mehr haben oder nie hatten? Und wie an einem Ort ankommen, den es (noch) gar nicht gibt? („Remember: There’s no place like home.“) Die Fabelwesen in Beyond the Rainbow sind transident, schwul oder lesbisch, kleinwüchsig,
nicht-weiß, gehörlos, haben einen Migrationsbackground – vielleicht auch gleich mehrere – oder sind Konvertiten vom Islam zum Katholizismus. Sie sind Fabelwesen aus der Sicht einer Mehrheitsgesellschaft, die eigentlich schon nicht mehr existiert, sich aber gerade besonders lautstark in den Vordergrund drängt, um alles scheinbar Fremde und Abweichende in die Sphäre des Fantastischen
zu verbannen, beyond the rainbow eben. Transsilvana, der Dragking Tom Cruising, der deutschtürkische, schwule Katholik Hayati Terzi, der afrodeutsche Brian Storm und der stumme Toto Ricchetti – sie alle sind auf der Reise dorthin, wo die große Anerkennung winkt. Doch die Reise dauert und dauert. Und während
sie reisen, nehmen sie gemeinsam ihren Lieblingsfilm auseinander: The Wizard of OZ.


Beziehungsweisen (Guy de Maupassant) DRS 1991 / 1993
Beziehungsweisen (Guy de Maupassant) DRS 1991 / 1993

DRS 1991 / 1993

Regie: Mario Hindermann
Übersetzung: N. O. Scarpi
Tontechnik: Norbert Elser, Barbara Gysi, Peter Staub, Yvonne Widmer

Musik: Fernando Fantini

Mit:
Peter Kner, Jürgen Cziesla, Renate Schoeter, René Scheibli, Klaus Knuth, horst Warning, Renate Steiger, Emil Moser, Hans Helfer, Hanspeter Müller-Drossaart, Dinah Hinz, Heinz Bühlmann

Der französische Schriftsteller Guy de Maupassant wurde nur 43 Jahre alt, hinterliess jedoch ein bis heute beeindruckendes Werk. Den Kern bilden beinahe 300 Novellen, welche realistisch, unsentimental und doch packend die Verwerfungen des bürgerlichen Lebens am Ende des 19. Jahrhunderts schildern.

Drei dieser Novellen, die Mario Hindermann zum 100. Todestag des Dichters für das SRF-Hörspiel bearbeitet hat, sind jetzt neu kombiniert worden. In „Das Vermächtnis“ (1884) stellt der Erbfall eines Freundes die Beziehung eines Ehepaares ganz grundsätzlich auf die Probe. Was zählt mehr: Geld oder Liebe? Eine Hinterlassenschaft mit Folgen wird ebenfalls im Fall der schwangeren Witwe „Madame Luneau“(1883) verhandelt. In „Im Wald“ (1886) schliesslich versucht ein in die Jahre gekommenes Paar seine erloschene Leidenschaft wieder in Schwung zu bringen.


Das Schloss (Franz Kafka) BR / hörverlag 2017
Das Schloss Teil 3 (Franz Kafka) BR / hörverlag 2017

BR / hörverlag 2017

Regie: Klaus Buhlert

Bearbeitung: Klaus Buhlert
Musik: Klaus Buhlert

Mit:
Devid Striesow, Werner Wölbern, Michael Rotschopf, Corinna Harfouch, Deleila Piasko, Gerti Drassel, Jens Harzer, Sandra Hüller, Moritz Kienemann, Stephan Zinner, Bibiana Beglau, Anna Drexler, Götz Schulte, Wolfram Berger, Samuel Finzi, Johannes Silberschneider, Stefan Wilkening, Margit Bendokat, Steven Scharf, Peter Kurth, Benedict Lückenhaus, Dieter Fischer, Wowo Habdank, Dieter Fischer

Kafkas Romanfragment erzählt von K., der vom Grafen eines ländlich gelegenen Schlosses als Landvermesser beauftragt wird. Doch K.s Versuche, ins Schloss zu gelangen, scheitern ebenso wie sein Bemühen, im Dorf seinen Platz zu finden. K.s Kampf gegen die allgegenwärtige, anonyme und undurchdringliche Bürokratie der Schlossverwaltung endet in einem Dickicht aus Geheimnissen und Erniedrigungen. Ob man sich dieses Hörspiel anhört, um mit Kafka vertraut zu werden oder um einer faszinierenden Interpretation des Romans zu lauschen: Klaus Buhlerts Inszenierung entwickelt einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann.


Die Fuchsbande (1) Der Skandal im Hof / Die Spur - Europa 2017
Die Fuchsbande (1) Der Skandal im Hof / Die Spur – Europa 2017

Europa 2017

Fall 1:
Niklas, Nele und Till bekommen ein wunderbares Spielhaus auf Stelzen geschenkt. Nur einen Tag später ist es mit rotem Zeug beschmiert. Sie wollen natürlich wissen, was das ist und wer so etwas macht. Opa Rudi bringt sie auf die Idee, die rote Paste als Beweismittel zu sichern. Und mit einem Mal stecken die Kinder und Fritzi mitten drin in ihrem ersten Fall.

Fall 2:
Die Fuchsbande ermittelt in ihrem zweiten Fall! Im Kindergarten hat ein Riese seine Spuren hinterlassen. Warum stand der im Sandkasten, was hat er dort gemacht und vor allem – gibt es Riesen also doch?!


Die Fuchsbande (2) Der verschwundene Apfel / Der dicke Schmutz - Europa 2017
Die Fuchsbande (2) Der verschwundene Apfel / Der dicke Schmutz – Europa 2017

Europa 2017

Fall 3:
An Luises kleinem Apfelbaum ist zum ersten Mal ein Apfel gewachsen und der ist wunderschön. Als er verschwindet, bittet das Mädchen die Fuchsbande, den Dieb zu finden. Aber ist es überhaupt ein Dieb gewesen?

Fall 4:
Im Hausflur des Kindergartens hat jemand schon wieder die Wand beschmiert. Dass die Kindergartenkinder verdächtigt werden, finden Niklas, Nele und Till ungerecht. In ihrem vierten Fall haben sie es mit einigen Verdächtigen zu tun. Doch wer war es wirklich?


Die größten Fälle von Scotland Yard (25) Die Willsher Affäre - Maritim Produktionen 2017
Die größten Fälle von Scotland Yard (25) Die Willsher Affäre – Maritim Produktionen 2017

Maritim Produktionen 2017

Mit:
Ingo Abel, Timo Kinzel, Martin Sabel, Dirk Hardegen, Werner Wilkening, u. v. a.

London im Jahr 1866. Scotland Yard steht am Abgrund. Der Reihe nach begehen gestandene Beamte des Metropolitan Police Services kuriose Verbrechen, die unweigerlich zu ihrer Festnahme führen. Inspector Rodes und sein neuer Partner Sergeant Wimpelbee versuchen alles, um die Ehre Scotland Yards zu retten und des amtierenden Commissioners Sir Richard Willher zu retten. Doch als sie beginnen, gegen ihre eigenen Kollegen zu ermitteln, erkennen sie schon bald, wer in Wahrheit die Fäden aus dem Hintergrund zieht…


Die Legenden der Drachenlanze (1) Die Brüder - Holysoft 2017
Die Legenden der Drachenlanze (1) Die Brüder – Holysoft 2017

Holysoft 2017

Regie: David Holy

Mit:
Gerald Paradies, Dirk Hardegen, Frank Schröder, Torsten Michaelis, Dascha Lehmann, Maren Rainer, Martin Keßler, Manfred Erdmann, Hannes Maurer, Tobias Kluckert, Wolfgang Bahro, Christian Rode, Daniela Hoffmann, u.v.a.

Der Krieg der Drachenlanze ist zu Ende. Die dunklen Zeiten sind vorbei. Doch der Erzzauberer Raistlin will den Mächten der Finsternis wieder zum Sieg verhelfen. Nur zwei Menschen können diesen verbrecherischen Plan zunichte machen: die schöne Klerikerin Crysania, die sich unwiderstehlich zu Raistlin hingezogen fühlt, und sein Zwillingsbruder Caramon…


Die Legenden der Drachenlanze (2) Stadt der Göttin - Holysoft 2017
Die Legenden der Drachenlanze (2) Stadt der Göttin – Holysoft 2017

Holysoft 2017

Regie: David Holy

Mit:
Gerald Paradies, Frank Schröder, Torsten Michaelis, Dascha Lehmann, Hannes Maurer, Tobias Kluckert, Daniela Hoffmann, Jan Spitzer, Annina Braunmiller-Jest, Norbert Gastell, u.v.a.

Auf ihrer Reise in uralte Zeiten kommen der Zauberer Raistlin, sein Zwillingsbruder Caramon und die reizende Crysania in die zum Untergang verurteilte Stadt Istar. Aber auch hier bleiben Caramons Versuche, die finsteren Absichten des Bruders zu vereiteln, erfolglos. Nicht anders ergeht es dem Opfermut Crysanias, die Raistlin liebt und alles tun und erleiden will, um seine Seele zu retten…


Die Playmos (54) Angriff der Eispiraten - floff publishing 2017
Die Playmos (54) Angriff der Eispiraten – floff publishing 2017

floff publishing 2017

In der Arktis treffen die Playmos auf ein Forscherteam, welches auf der Suche nach Energiekristallen ist, die unglaubliche Kräfte freisetzen. auf die hat es aber auch eine Bande von Eispiraten abgesehen. Sam, Emil und Liv gehen auf Expedition und finden die Kristalle in einer unterirdischen Höhle. Dabei müssen sie sich vor einem gefräßigen Eisbär in Sicherheit bringen und ihren Fund mutig gegen die Bösewichte verteidigen…


Die Playmos (55) Die Belagerung der Löwenritterburg - floff publishing 2017
Die Playmos (55) Die Belagerung der Löwenritterburg – floff publishing 2017

floff publishing 2017

Die Playmos landen wieder einmal auf der Löwenritterburg. Der eitle Ritter Lockhold von Kamm fordert von König Vitus seinen Anteil am Familienschatz, den Ring des unsichtbaren Drachen. Doch den gibt es angeblich nur im Märchen. Erbost greift Lockhold mit seiner Armee die Burg an. Emil, Liv und Sam helfen bei der Verteidigung und machen sich auf eine geheimnisvolle Rätsel-Suche nach dem Ring, der weit mehr als eine bloße Sage ist…


Die Räuber vom Liang Schan Moor (Karlheinz Koinegg) WDR 2003 / der hörverlag 2005
Die Räuber vom Liang Schan Moor Teil 4 (Karlheinz Koinegg) WDR 2003 / der hörverlag 2005

WDR 2003 / der hörverlag 2005

Regie: Martin Zylka

Musik: James Reynolds

Mit:
Erzähler: Manfred Steffen
Sung Kiang: Konstantin Graudus
Trommelfloh, sein Bruder: Roland Jankowsky
Eiserner Büffel: Helmut Krauss
Listenstern: Ernst August Schepmann
Gelber Wespenstachel: Dominique Horwitz
Marschall Kao: Thomas Balou Martin
Kaiser Hui Zung: Jörg Thieme
Thomas Anzenhofer, Renier Baaken, Daniel Berger, Gisela Claudius, Paul Faßnacht, Justus Fritzsche, Lars Gärtner, Axel Gottschick, Matthias Haase, Christoph Maria Herbst, Gisela Keiner, Hanns Jörg Krumpholz, Bernd Kuschmann, Franz Nagel, Volker Niederfahrenhorst, Peter Nottmeier, Gabrielle Odinis, Matthias Ponnier, Bodo Primus, Elisabeth Scherer, Hans Schulze, Walter Spiske, Karlheinz Tafel, Frank Voß, Heinz Walter, Frank Watzke, u. v. a.

Wo seid ihr, Räuber der Vergangenheit? Wo bist du, großes China? Der Wind meiner Erinnerung treibt mich durch Bambuswälder, durch die Schluchten des Yangtse, über Bergwipfel und geheime Pfade zurück in die Sümpfe des Liang Schan Moor! Dort wart ihr einst mächtig, und selbst der Sohn des Himmels zitterte vor euch auf seinem Drachenthron!‘ So beginnt die abenteuerliche Geschichte der Räuber vom Liang Schan Moor – eine Geschichte, die im Alten China von Mund zu Mund ging. Der chinesische Dichter Schi Nai An hat sie im 13. Jahrhundert aufgeschrieben. Geheime Botschaften, singende Pfeile, Menschenfresser, Flusspiraten – und ein junger Räuberhäuptling namens Sung Kiang, dessen Tapferkeit und Edelmut nur einem Robin Hood vergleichbar sind – und dessen Ruhm bei den Chinesen bis heute weiterlebt. Denn Sung Kiang, den edlen ‚Regenspender von Schantung‘ und seine Freunde gab es wirklich! Wolkendrache und Magister Listenstern, Geisterläufer, Höhlenmolch und Eiserner Büffel – das sind nur fünf der Räubernamen, die bis heute ehrfurchtsvoll geflüstert werden, wenn der Wind der Erinnerung um längst versunkene Hütten und Paläste streicht – ‚über Bergeswipfel und geheime Pfade zurück in die Sümpfe des Liang Schan Moor!‘

Karlheinz Koinegg wurde 1960 am Niederrhein geboren und lebt heute in Berlin. Für den WDR hat er viele Kinderhörspiele geschrieben, darunter ‚Die Abenteuer und Irrfahrten des Odysseus‘ (1998), ‚König Artus und die Ritter der Tafelrunde‘ (2005) und ‚Jesus und die Mühlen von Cölln‘ (2006). Für seine Bearbeitung von Tahar Ben Jellouns ‚Papa, was ist der Islam?‘ erhielt er 2004 den CIVIS-Preis der ARD.

hoerspielTIPPs.net:
Karlheinz Koinegg ist eine der besten Adressen, wenn es darum geht, gute Radiohörspiele für Kinder und Jugendliche zu schreiben. Hier hat er sich einem doch eher ungewöhnlichen Ambiente gewidmet – eine chinesische Heldengeschichte. Diese erzählt er mit dem ihm eigenen Charme und Witz.

Obwohl der eigentliche Rahmen recht schnell erzählt ist, streckt sich die Geschichte etwas mit kleinen Segmenten zwischendurch. Diese sind zum Teil sehr gut und unterhaltsam, einige überzeugen jedoch etwas weniger. So, ist das Hörspiel insgesamt zwar gut, aber durchaus eines der schwächeren Werke Koineggs.

Das mag auch an dem ungewohnten Erzählumfeld liegen, es hat beispielsweise recht lange gedauert, bis ich mit der Geschichte überhaupt warm wurde.

Das mag auch zu einem Gutteil an der Umsetzung liegen, die hier versucht, die entsprechende Kulisse akustisch zu malen. Das gelingt mal mehr, mal weniger.

Darunter fällt auch der etwas ungleiche Einsatz der Sprecher – einige sind sehr stereotyp unterwegs und fallen so gegenüber den anderen, die ihre Rollen neutraler ausfüllen, stark auf. Extrem gestört hat mich da insbesondere die Leistung von Dominik Horwitz, der den chinesischen Eunuchen Wespenstachel zu klischeehaft gibt. Hier hätte Martin Zylka schon etwas für ein ausgewogeneres Bild sorgen dürfen.

Ansonsten gehen einem aber schon beim Lesen der Sprecherliste die Augen über. Bis in die kleinsten Rollen gibt es gute und bekannte Sprecher – die auch in weiten Teilen ihrem Ruf gerecht werden.

Insgesamt gesehen ist ‚Die Räuber vom Liang Schan Moor‘ ein recht gutes Kinderhörspiel, dass allerdings der hohen Erwartungshaltung, die man an Karlheinz Koinegg und den WDR hat, nicht ganz gerecht wird.

Vorstellung im OhrCast


Die weiße Lilie (4) Krieg in Boston - Elevate Studios 2017
Die weiße Lilie (4) Krieg in Boston – Elevate Studios 2017

Elevate Studios 2017

Regie: Timo Kinzel, Benjamin Oechsle

Mit:
Erzähler: Mark Bremer
Daniel Porter: Martin Sabel
Henry Miles: Stephan Benson
Samuel Haden: Timo Kinzel
Frank Monroe: Holger Mahlich
Michael Howard: André Beyer
Carol Nolasco: Sonja Szylowicki
Lamar Johnson: Sascha Rotermund
Iris Fairchild: Ulrike Johannson
Sean Mitchell: Achim Buch
Jerry Finnigan: Tim Knauer
Samira Barzani: Céline Fontanges
Peter Flemming: Volker Hanisch
Neil Bennet: Konstantin Graudus
Chloe Farell: Vanida Karun
Yusuf Browning: Martin May
Dr. Irvine: Michael Bideller
Ean: Kai Henrik Möller
Sekretärin: Manuela Bäcker
Pilot: Achim Schülke
Chris: Jens Wendland
Kellner: Marc Bargmann
Nachrichten: Manuela Bäcker

Nach seiner Flucht aus dem Kongo nimmt Daniel von Südafrika aus Kontakt mit Jerry auf. Der waghalsige Plan, den die beiden für Daniels Rückkehr in die USA verfassen, bleibt bei der Weissen Lilie allerdings nicht unbemerkt.

In Boston müssen Miles und Sam den Schutz von Michael Howard gewährleisten – wobei Miles inoffiziell versucht den Oligarchen in seine eigenen Ermittlungen zu den Kongo-Morden einzubeziehen. Dabei stößt der Detective auf eine Person, die von unschätzbarem Wert sein könnte.

Unterdessen verschlägt es Carol nach München, wo sie auf der Internationalen Sicherheitskonferenz einen Vortrag zur Cyberkriminalität halten soll. Dort trifft sie einen alten Bekannten, der möglicherweise eine Erklärung für die jüngsten Hackerangriffe in den USA und in Europa hat.


Eigentlich müssten wir tanzen (Heinz Helle) WDR 2017
Eigentlich müssten wir tanzen (Heinz Helle) WDR 2017

WDR 2017

Regie: Martin Heindel

Mit:
Jens Harzer, Florian Lukas, Nic Romm, Sebastian Weber, Bert Cöll, Barbara Schmidt

Eigentlich sollte es nur das jährliche Traditionswochenende auf der Berghütte werden. Doch als die vier Freunde wieder absteigen, ist die Welt untergegangen. Nur noch Trümmer und Leichen, wohin das Auge blickt. Seit ihrer Jugend schon treffen sich die vier Männer jedes Jahr zu einem gemeinsamen Wochenende auf einer Almhütte. Inzwischen sind sie erwachsen, arbeiten als Architekt, Bertriebsmanager, Laborant und Versicherungsvertreter. Trotz Bier und Schnaps ist der Spaß nicht mehr ganz so groß. Am Tag der Abreise steht man auf der Suche nach der alten Verbundenheit auf dem Balkon und starrt ins schneebedeckte Tal. Von dort steigt Rauch auf. Unten angekommen finden sie nichts mehr vor, wie es war. Etwas Unvorstellbares und Unerklärliches ist geschehen. Die gesamte menschliche Zivilisation liegt in Trümmern, fast alles ist verbrannt – Häuser, Autos, Menschen. Die Männer bahnen sich ihren Weg durch den endzeitlichen Winter, ernähren sich von Aas, Kondensmilch und aus Supermarktruinen geplünderten Knoblauchbaguettes. Doch schon bald stellt sich die Frage: Wozu überhaupt noch weiterleben, in einer Welt, in der es nichts mehr gibt, bis auf die schal gewordene, alte Freundschaft?


Es läuft sich gut (Katja Schraml) BR 2016
Es läuft sich gut (Katja Schraml) BR 2016

BR 2016

Regie: Karl Bruckmaier

Mit:
Katja Bürkle

„Im Bewußtsein einer Läuferin (oder eines Läufers): Sie (oder er) joggt durch einen Park, der sich in jedem Teil der Welt befinden kann. Es werden Außenreize wie Temperatur und Vogelgezwitscher registriert, daneben auch Begegnungen, die im Vorbeilaufen kaum wahrzunehmen sind und deshalb kleine Störungen verursachen: die Gedanken bleiben daran hängen, gehen zurück, driften ab. Katja Schraml gelingt es mit ihrem inneren Monolog „Es läuft sich gut“ hohes Tempo und Sogwirkung zu entfalten. Ein situativer, äußerst radiophoner Text, der durch Witz und Lakonie besticht und dabei nichts weniger als die Natur des Denkens und die Präsenz des Augenblicks reflektiert.“ (Jurybegründung)


Holy-Klassiker (14) Doktor Faust - Holysoft 2017
Holy-Klassiker (14) Doktor Faust – Holysoft 2017

Holysoft 2017

Regie: David Holy

Mit:
Detlef Tams, Wolfgang Bahro, Julia Stoepel, Udo Schenk, Viola Sauer, Klaus D. Klebsch, Christian Rode u.v.a.

Nachdem der alte Doktor Heinrich Faust alles gelernt hat, was es zu lernen gibt, ist sein Wissensdurst noch immer nicht befriedigt, so dass er sich der Magie ergibt und einen Pakt mit dem sardonischen Teufel Mephisto eingeht. Verjüngt und von der Last seiner Arbeit befreit, verliebt er sich in das junge, unschuldige Gretchen, ohne zu sehen, in welche Gefahr er das Mädchen bringt… Schon lange, bevor Johann Wolfgang von Goethe mit seiner zweiteiligen Tragödie das vielleicht wichtigste Werk der deutschen Literatur schuf, waren zahllose Varianten der Sage vom strebsamen Doktor Faust und seinem dämonischem Treiben im Umlauf.


Holy-Klassiker (17) Alice im Wunderland - Holysoft 2017
Holy-Klassiker (17) Alice im Wunderland – Holysoft 2017

Holysoft 2017

Regie: David Holy

Mit:
Rieke Werner, Jürgen Kluckert, Susanna Bonaséwicz, Bert Stevens, Martin Keßler, Santiago Ziesmer, Ozan Ünal, Holger Löwenberg, u.v.a.

„Wir sind hier alle verrückt!“, erklärt die Grinsekatze der jungen Alice, nachdem diese einem weißen Kaninchen in die seltsame Welt des Wunderlands gefolgt ist. Und wahrlich scheinen die lebenden Spielkarten und sprechenden Tiere, denen sie hier begegnet, durchweg nicht ganz bei Trost zu sein. Der Irrwitz findet seinen Höhepunkt, als die cholerische Herzkönigin Alice zu einem Croquet-Spiel einlädt. (nach dem Roman von Lewis Caroll)


Kann weg (Alexander Behmann) BR 2016
Kann weg (Alexander Behmann) BR 2016

BR 2016

Regie: Lorenz Schuster

Mit:
Julia Riedler, Sebastian Weber

„Das Vergessen bezeichnet den Verlust von Erinnerung, die Verdrängung von Erlebtem oder die Verleugnung von Geschehenem. ‚Vergessen‘ scheint per se ein durchweg negativ besetztes Wort zu sein. Dabei wäre es doch großartig, bewusst und mit gutem Gewissen zu vergessen. Dass das nicht so einfach ist, wusste schon Friedrich Nietzsche, der feststellte: ‚Man vergisst nicht, wenn man vergessen will‘. Mit Hilfe von Alexander Behrmanns Kann weg scheint dies jedoch für einen kurzen Augenblick auf befreiende Weise ganz leicht. Eine Frau schließt einen Vertrag mit einer Firma und hat die Chance auszumisten: Weder Schriftsteller, Musiker, Filmemacher oder Ex-Freunde bleiben verschont und auch andere Erinnerungen nicht, die ihr aus heutiger Sicht unnütz erscheinen. Was bleibt? Man könnte sagen: Das ganze Leben besteht aus Erinnern. Es macht uns zu dem, was wir sind, ruft magische Momente hervor und doch trügt es uns manchmal. Behrmann schafft es mit Kann weg, stilsicher und ausdrucksstark über diese Konstruktion und Dekonstruktion von Identität aus Erinnern und Vergessen zu erzählen. Oder wie es in einem Drama von Jean Anouilh heißt: ‚Würden sich die Menschen um das Vergessen nur halb so viel bemühen, wie um das Erinnern, dann wäre die Welt längst ein friedliches Paradies.'“(Jurybegründung)


Larry Brent (23) Dr. Satanas - Herr der Skelette - R & B Company 2017
Larry Brent (23) Dr. Satanas – Herr der Skelette – R & B Company 2017

R & B Company 2017

Niemand ist sicher vor Dr. Satanas. Niemand weiß, wann und wo er wieder zuschlägt. Der PSA ist es immer noch nicht gelungen, diesen furchtbaren Feind unschädlich zu machen.


Liebesschwindel (Cédric Prévost
) WDR 2008
Liebesschwindel (Cédric Prévost
) WDR 2008

WDR 2008

Regie: Petra Feldhoff

Bearbeitung: Manuela Reichart
Übersetzung: Lis Künzli
Mit:
Julie: Anne Kanis
Cyril: Maximilian von Pufendorf
Julian: Omar El-Saeidi
Claire: Claude De Demo
Castingfrau: Kerstin Thielemann
Kunde 1 – Mutter: Ilse Strambowski
Kunde 2 – Freundin: Sigrid Burkholder
Kunde 3 – Ehebrecher: Christian Redl
Kunde 4 – Sohn: Martin Bross
Mutter von Kunde 4: Irm Hermann
Kunde 5 – Alice: Johanna Gastdorf
Kunde 6 – Frau: Gabriele Schulze
Kunde 6 – Mann: Hartmut Stanke
Freund 1 + 3: Alexis Schwartzman
Freund 2: Stefan Aretz
Freundin 1: Maria Munkert
Freundin 2: Isabel Mascarenhas
Umfrage-Mann: Thomas Gimbel
Sanitäter 1: Daniel Kuschewski
Sanitäter 2: Bernd Rehse
Bettlerin: Caroline Schreiber

Die junge Schauspielerin braucht dringend einen Job, denn das Leben in Paris ist teuer. Ein Engagement ist nicht in Sicht, beim Casting für einen Werbespot soll sie weinen, kann das aber nicht. Schließlich heuert sie bei einer seltsamen Agentur an, die Stellvertreter vermittelt, und ist plötzlich enorm erfolgreich: als verloren geglaubte Tochter, beste Freundin für einen Nachmittag oder als liebende Verlobte. Es geht um die Lust an der Täuschung, die Bereitschaft zur Verstellung. Um Täuschungen, die gewollt und inszeniert sind, aber problematisch werden, sobald die Grenzen zwischen gespielten und echten Gefühlen verwischen, weil sich die Liebe nicht an gebuchte Termine hält.

hoerspielTIPPs.net:
Cédric Prévost legt mit „Liebesschwindel“ eine ungewöhnliche Geschichte vor, in der der „Schwindel“ schon ein wenig doppeldeutig ist. Zum einen geht es inhaltlich um eine ganz besondere Art von Dienstleistung, bei der Beziehungen inszeniert werden, in dem man sich einen Partner auf Zeit mieten kann und damit sein Umfeld, aber auch sich selbst beschwindeln kann. Andererseits wird es hier nicht nur der Protagonistin Julie, sondern auch dem Hörer schwindelig, der sich in dieser künstlich erzeugten Welt nicht mehr zurecht findet. Die Frage, was ist real, was ist Inszenierung, wird immer schwieriger zu beantworten und kaum meint man, auf der richtigen Fährte zu sein, wendet sich die Geschichte unerwartet in eine ganz andere Richtung.

Der Plot wird spannend und rasant erzählt, leider kann das Ende nicht ganz den würdigen Schlusspunkt setzen, den die sehr gute Konstruktion gebraucht hätte, um vollends zu überzeugen.

Die Inszenierung ist sehr solide und lebt von einem recht frischen Sprecherensemble. Die Geschichte erfordert es, dass einige entscheidende Figuren ein wenig blass und seelenlos bleiben, damit sie das Geheimnis um Inszenierung oder Realität bewahren können.

Eine interessante Produktion, die den Hörer schon ein wenig herausfordert, wer sich auf diese verwinkelte Geschichte eingstellen kann, der wird aber auch gut unterhalten.


Mark Brandis - Raumkadett (11) Das Jupiter-Risiko - Folgenreich 2017
Mark Brandis – Raumkadett (11) Das Jupiter-Risiko – Folgenreich 2017

Folgenreich 2017

Regie: Balthasar von Weymarn

Mit:
Mark Brandis: Daniel Claus
Alec Delaney: Sebastian Kluckert
Maître D‘: Sascha Funke
Col. Leonard R. West: Tilmar Kuhn
Boris Baklanow: Michael-Che Koch
Cmdr. Michael Brandt: Thomas Schmuckert
Mark Brandis (Erzähler): Michael Lott
Cpt. Patricia Simmons: Dorothea Lott
Lt. Andrew Sims: Olaf Reichmann
Lt. Finlay MacUallas: Ozan Ünal
Corp. Michael Horstmann: Werner Möhring
System Anat: Constance Kappler
Anja Jaramillo, Jochim-C. Redeker

Vor den Abschlussprüfungen müssen die Kadetten der Astronautenschule Praxiserfahrung im Raumfahreralltag gewinnen. Mark Brandis, der davon träumt, später Alec Delaneys Erster Offizier zu sein, wird als Praktikant die nächste Reise des Forschungsschiffes ANAT begleiten. Unter Commander Brandt soll die ANAT die Atmosphäre des Planeten Jupiter erforschen. Doch als Brandt kurz vor dem Start verhaftet wird, ändert sich die Kommandostruktur: die ehrgeizige Patricia Simmons will um jeden Preis den Erfolg der Mission. Und Mark steht vor einer schweren Entscheidung…


Mein Bruder (Peter Zemla) BR 2016
Mein Bruder (Peter Zemla) BR 2016

BR 2016

Regie: Stefanie Ramb

Mit:
Ferdinand Schmidt-Modrow, Ercan Karacayli, Stefan Merki, Peter Veit

„Jeder Mensch, der mit Hörspiel befasst ist, kennt die Situation, in der das Gegenüber euphorisch schwärmt von den gern erinnerten Stunden vor dem Radio oder dem Kassettenrekorder, in denen es mächtig aus den Lautsprechern quietschte und trampelte und trötete und röhrte und überhaupt die Welt Klang geworden war, möglichst authentischer Abklatsch-Klang einer Wirklichkeit, die mit Dieben, Monstern, Drachen und Untoten bevölkert sein kann, mit Prinzen und Zauberwesen. Mit 3 Fragezeichen. Das Knarren einer hölzernen Treppe, das Quietschen einer Türangel: Das war und ist das täglich‘ Brot der Hörspielkunst. Brot mag aus der Mode gekommen sein; man lädt sich vielleicht gerade lieber Sushi und glutenfreie Frühstückspampe runter. Aber Brot wird es noch geben, wenn auch die letzte Aceto Balsamico-Flasche aus den Supermarktregalen verschwunden ist. Mein Bruder von Peter Zemla ist Hörspiel-Brot. Unverwüstlich quäkt und trillert und tutet das Manuskript, damit wir es bloß nicht übersehen. Was hiermit nicht geschehen ist.“ (Jurybegründung)


Mutters Dorf (Marie-Claire Marquis) DRS 1997
Mutters Dorf (Marie-Claire Marquis) DRS 1997

DRS 1997

Regie: Stephan Heilmann
Tontechnik: Jack Jakob, Hanspeter Mäglin, Ferenc Balgo

Musik: Peter Zwettkoff

Mit:
Naomi Krauss, Nikola Weisse, Hanspeter Müller-Drossaart, Sophie Quetes, Sibylle Courvoisier, Anna Quetes

Mutter und Tochter erinnern sich, erzählen einander vom Dorf im Jura, Mutters Herkunftsort, von den Grosseltern, Onkeln und Tanten, von den Häusern des Dorfes, den Tieren, dem Bach. Ein bruchstückhaftes Familienporträt dreier Generationen weitet sich zum Porträt eines Dorfes, einer Landschaft.
Tochter: Am Bach sitzen, die Füsse im ziehenden Wasser. Tastend die Tiefe des Wassers erforschen, den Grund unter den Füssen. Nachher wieder im Garten spielen, in der Laube die Zeit abwarten bis zum Abend. Sich langweilen während der Spiele, Verstecken oder Fangen, ein Ballspiel. Sich hinter dem Silo verstecken, vergessen werden, was für ein Glück.
Mutter: Manchmal kommst du hinauf zu uns Frauen. Du stehst in der Tür und wartest. Ich sehe, dass du kein Kind mehr bist, und erschrecke. Wir schicken dich wieder hinaus zu den andern.


Pidax Hörspiel-Klassiker - Reschke und Breuer (Richard Hey) SFB / SWF / hr / 1981 / Pidax 2017
Pidax Hörspiel-Klassiker – Reschke und Breuer (Richard Hey) SFB / SWF / hr / 1981 / Pidax 2017

SFB / SWF / hr / 1981 / Pidax 2017

Regie: Richard Hey

Mit:
Solveig Thomas, Wolfram Weniger, Henning Gissel, Annelie Jansen, Max Grothusen, Eva Lissa, Klaus Jepsen, Cornelia Meinhardt, Hilmar Thate, Renate Reiche, Aurelio Malfa, Karl-Heinz Müller, Ludwig Schulz, Peter Nottka, Hella Hagbeck, Yasar Kaya, Ursula Gonscherowski, Emel Güner, Nadya Gülügoglu, Udo Samel, Willy Thomczyk, Benjamin Völz, Heinz Rabe, Peter Schlesinger, Barbara Frey, Wolfgang Pampel, Till Hagen, Ronald G. Nitschke, Karl Heinz Müller, Dieter Franke

Die Berliner Polizei hat bekanntlich selten Grund sich über einen Mangel an Arbeit zu beschweren. Dabei sind es keine kleinen Gaunereien, sondern Mord und Totschlag mit denen die Kommissare Alfons Maria Reschke und Renate Breuer tagtäglich konfrontiert werden. Im ersten Fall bekommt es das Kriminalisten-Duo mit einer heiklen Angelegenheit zu tun. Nachbarn hatten sich über Lärmbelästigung bei einer Abbruchparty beschwert und die Polizei gerufen. Die Konfrontation mit der Staatsgewalt mündete in einem großen Unglück einer der Ruhestörer wurde lebensgefährlich durch einen Polizisten verletzt. In der zweiten Folge ermitteln Reschke und Breuer gleich in zwei merkwürdigen Fällen. Eine Türkin wird im Vorgarten einer Steinmetzwerkstatt tot aufgefunden und zeitgleich verletzt ein junger Kellner einen Musiker in dessen Wohnung durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich. Auch im dritten Fall geht es um Leben und Tod. Kommissarin Breuer versucht eine von ihrem Mann misshandelte Frau vom Sprung in den Freitod abzuhalten. Gelingt es ihr, sie rechtzeitig vom Weiterleben zu überzeugen?

Vorstellung im OhrCast


Ryf werde (Jakob Stebler) DRS 1961
Ryf werde (Jakob Stebler) DRS 1961

DRS 1961

Regie: Karl Meier

Mit:
Peter W. Loosli, Lisa Burkhard, Katarina Stettler, Fred Tanner, Hans Jedlitschka, Valerie Steinmann, Maria Lurà, Erich Muggli, Hermann Frick

Die Nachwirkungen eines tragischen Verkehrsunfalls stehen im Mittelpunkt dieses Hörspiel-Klassikers. Autor Jakob Stebler schlägt für einmal eher ungewohnt ernste Töne an. Inspiriert wurde er durch eine lapidare Berichterstattung über eine Gerichtsverhandlung.


To´n Afscheed 'n Säuten (Rudolf Kollhoff) RB / NDR 2016
To´n Afscheed ’n Säuten (Rudolf Kollhoff) RB / NDR 2016

RB / NDR 2016

Mit:
Erkki Hopf, Meike Meiners-Brigitte, Birte Kretschmer, Robert Eder, Leonie Landa, Horst Arenthold, Peter Kaempfe, Oskar Ketelhut, Edda Loges, Anne Moll, Wilfried Dziallas, Uta Stammer

Karl Hansen ist ein fröhlicher und zuversichtlicher Mensch, der Western-Romane schreibt und gewohnt ist, das Leben in die Hand zu nehmen. Und als er eines Nachts plötzlich merkt, dass sein Körper nicht mehr so funktioniert, wie er soll, reagiert er wie ein richtiger Kerl:
Er duckt sich weg. Zum Glück lässt seine Frau das nicht durchgehen und begleitet ihn sofort zum Arzt. Und da beginnt eine lange, schwierige Odyssee, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt.


Vaters Dorf (Marie-Claire Marquis) DRS 1997
Vaters Dorf (Marie-Claire Marquis) DRS 1997

DRS 1997

Regie: Stephan Heilmann
Tontechnik: Jack Jakob, Hanspeter Mäglin, Ferenc Balgo

Musik: Peter Zwettkoff

Mit:
Naomi Krauss, Franz Matter, Hanspeter Müller-Drossaart, Sophie Quetes, Sibylle Courvoisier

Die Tochter berichtet, was sie von ihrem Vater weiss; sie bringt ihn dazu, weiter von seiner einsamen Kindheit auf dem abgelegenen Hof im Jura zu erzählen. Ein bruchstückhaftes Familienporträt dreier Generationen weitet sich (ähnlich wie im Zwillingshörspiel „Mutters Dorf“) zum Porträt einer Landschaft.
Tochter: Meines Vaters Dorf besteht aus einem einzigen Haus. Dieses Haus hat dicke Mauern aus Stein. Im Sommer bleibt der Flur dunkel und kühl. Wenn Grossvater da ist, stellt man ihm einen Stuhl an den Rand des Schattens, sodass er hinaussehen kann, ohne geblendet zu werden. Haben sich seine Augen erst an die Helligkeit gewöhnt, wird sein Blick weit und schweift über die Hügel.
Vater: Je älter ich werde, desto mehr verlerne ich das Vergessen. – Je älter ich werde, desto näher rückt alles.


Womit wir schlafen oder Wir ficken einen Staat (Marie Luise Lehner) BR 2016
Womit wir schlafen oder Wir ficken einen Staat (Marie Luise Lehner) BR 2016

BR 2016

Regie: Stefanie Ramb

Mit:
Marie Luise Lehner, Caroline Ebner, Christian Baumann, Laura Maire

„Respekt! Die Juroren machen Knicks und Verbeugung vor Marie Luise Lehner (21 Jahre jung!) und ihrem Projekt §Womit wir schlafen, oder wir ficken einen Staat“.
Marie Luise Lehner hat den Mumm und packt gleich mal die dicken Bretter an, das beeindruckt.
Für ihren Text hat sie im Netz Kontakt zu jungen, lesbischen Frauen in Bangladesch und im Iran aufgenommen und Interviews mit ihnen geführt.
Was sie interessiert: wie ist es, in einem Land zu leben, in dem Du mit Deiner sexuellen Orientierung gegen das Gesetz verstößt und im schlimmsten Fall sogar die Todesstrafe fürchten musst.
Rausgekommen ist eine spannende Collage aus sehr persönlichen Schilderungen, Chat-Protokollen und lyrischen Einschüben – auch formal ein spannendes Projekt!“ (Jurybegründung)


Den kompletten Überblick über alle aktuellen Hörspielneuerscheinungen findet ihr im OhrCast:


Eine Übersicht über die kommenden Hörspielveröffentlichungen findet ihr hier.

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