Operation Data Saugus Rex: Interaktives Telefonhörspiel fordert tpc Produktionstechnik

Gruppenfoto aus dem Regieraum des Hörspielstudios – mit einem Teil des Schauspieler-Teams (von links): Dagna Litzenberger-Vinet, Fabienne Hadorn, Regisseurin Julia Glaus (SRF), Inga Eickemeier, Jan Bluthardt, Ueli Jäggi, Co-Regisseur Mark Ginzler (SRF), Produktionstechniker Franz Baumann (tpc); Bild: SRF, Marion Nitsch

Gruppenfoto aus dem Regieraum des Hörspielstudios – mit einem Teil des Schauspieler-Teams (von links): Dagna Litzenberger-Vinet, Fabienne Hadorn, Regisseurin Julia Glaus (SRF), Inga Eickemeier, Jan Bluthardt, Ueli Jäggi, Co-Regisseur Mark Ginzler (SRF), Produktionstechniker Franz Baumann (tpc); Bild: SRF, Marion Nitsch

Wenn der Weltraumsauger durch den Mono-Lautsprecher scheppert – ist der „Data Saugus Rex“ nicht weit. Der saugt im ersten interaktiven Telefonhörspiel von Radio SRF (zum Artikel auf hoerspieltipps.net) gigantische Datenmengen im Netz ein – mit drastischen Folgen und grossen Herausforderungen für die tpc Produktionstechnik.

SRF Hörspielregisseurin Julia Glaus attestiert ihm „Ohren aus Stahl“. Während der Produktion des ersten interaktiven Telefonhörspiels „Operation Data Saugus Rex“ wurde tpc Produktionstechniker Franz Baumann fast zum „Kampfmischer“. Im Interview schildert er, was ihn ausser dem Zeitdruck am meisten gefordert hat.

Franz, du hast für das interaktive Telefonhörspiel 317 Audiofiles aufgenommen und abgemischt. Worin bestand die grösste technische Herausforderung?

Zum einen haben wir in Mono statt wie üblich in Stereo produziert. Die eigentliche Herausforderung war aber der eingeschränkte Frequenzbereich eines Festnetz- oder Mobiltelefons. Höhen und Bässe sind da fast nicht zu hören, den Geräuschen fehlen gewissermassen das „Fleisch“ und die Emotionen.

Die Sounds und Geräusche eines herkömmlichen Hörspiels funktionieren also übers Telefon nicht?

Genau. Der Sprachbereich, der mittlere Frequenzbereich also, ist übers Telefon gut hörbar. Mischt man aber Musik, Töne oder Geräusche bei, beeinträchtigt dies automatisch die Sprachverständlichkeit.
Was bedeutete das für die technische Umsetzung?

Da die Sprachverständlichkeit an oberster Stelle stand, mussten wir Kompromisse in Bezug auf die Musik und Geräusche eingehen. Trotz aller Einschränkungen ist es uns sehr gut gelungen, die Emotionen zu transportieren. Nicht zuletzt auch durch die extrem engagierten und professionellen Schauspieler und die hervorragende Regie von Julia Glaus.

Wie produziert man Geräusche wie das Einsaugen des Eiffelturms?

Die meisten Geräusche haben der Musikkomponist und Sounddesigner Benjamin Bogonatos und Co-Regisseur Mark Ginzler gestaltet. In der Produktion haben aber infolge des limitierten Frequenzbereichs einige tolle Geräusche nicht wie angedacht funktioniert. Da hiess es improvisieren und nach Alternativen suchen. Mit der Zeit bekommt man ein recht gutes Gefühl dafür, was funktioniert und wie man die Files am besten bearbeitet.

Wie habt ihr die Aufnahmen abgehört?

Wir haben die Abhörsituation über einen frequenzbeschnittenen Mono-Lautsprecher und zusätzlich über ein zugeschaltetes Telefonsimulations-Plug-In in der Summe simuliert.

Ihr musstet also die ganze Produktion an einem scheppernden Mono-Böxli abhören?

Die eingeschränkte Abhörsituation war eine audiotechnische Herausforderung. Insgesamt haben wir mehr als vier Wochen über acht Stunden täglich so gearbeitet. Und: Wir haben gewissermassen 3 Hörspiele produziert. Denn nach dem Intro gibt es 3 Wege mit verschiedenen Lösungs-Varianten. Die Übergänge mussten angesichts der vielen wählbaren Szenen der Mitspieler in sich stimmig sein.

Abschliessend kann ich sagen: „Operation Data Saugus Rex“ war für alle Beteiligten eine einmalige Erfahrung und definitiv die aussergewöhnlichste Hörspielproduktion, an der ich je mitgewirkt habe.

Mitmachen beim interaktiven Hörspiel „Operation Data Saugus Rex“
Wer die Nummer
0800 548 548 (Rufnummer aus der Schweiz, kostenlos)
respektive
+41 22 55 22 566 (Rufnummer aus dem Ausland, kostenpflichtig)
wählt, ist sofort mitten im Geschehen!

Weitere Infos zum interaktiven Hörspiel gibt’s hier oder in der Sendung „Spasspartout“ vom 23.11.2016 um 20.03 Uhr auf Radio SRF 1.

Quelle: tpc ag – broadcast and beyond; Text: tpc, Ann-Katrin Frick / Bild: SRF, Marion Nitsch)

 

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