Die Hörspielneuheiten: Radiotatort, Mord in Serie, Düsse Petersens und mehr

Die Hörspielneuheiten der letzten Woche. Neben den Neuheiten im Handel findet ihr hier auch die aktuellen Hörspiele zum (kostenlosen) Download.

Bitte beachtet, dass Letztgenannte zum Teil nur befristet zur Verfügung stehen.

Angriff der Terror-Zombies (Veit König) WDR 2014
Angriff der Terror-Zombies (Veit König) WDR 2014

WDR 2014

Regie: Thomas Leutzbach

Mit:
Andreas Fröhlich, Helmut Krauss, Frank Glaubrecht, Jürgen Mai u.v.a.


Helmut Krauss; Bild: WDR/Sibylle Anneck

Regisseur George Steel ist verzweifelt. Ganz Hollywood lehnt sein Drehbuch „Angriff der Terror-Zombies“ ab. Als er in dem reichen Mr. Laine endlich einen Produzenten findet, stellt dieser eine Bedingung: Der Film muss innerhalb von zwei Wochen abgedreht sein. Zähneknirschend sagt Steel ja. Und als wenn der Zeitdruck nicht schon schlimm genug wäre, muss er sich am Set auch noch mit dem abgehalfterten Hauptdarsteller Rex Morris herumschlagen, der meist betrunken keine einzige Textzeile zustande bringt. Außerdem gehen die Requisiten aus, die Komparsen sind schlecht – was schief gehen kann, geht schief. Steel gibt sein Bestes, doch die suboptimalen Bedingungen führen zu einem entsprechenden Ergebnis. Laine ist das offensichtlich egal. Hauptsache der Film wird pünktlich geliefert. Doch was will der Produzent mit so einem Film? Auf der Suche nach Laines Geheimnis wird Steel in eine Story verwickelt, deren Handlung selbst sein eigenes Drehbuch noch an Absurdität übertrifft. Willkommen in der Welt der B-Movies!

Vorstellung im OhrCast


Dark Mysteries (13) Der Coup - Winterzeit 2016
Dark Mysteries (13) Der Coup – Winterzeit 2016

Winterzeit 2016

Regie: Patrick Holteuer

Bearbeitung: Markus Winter
Musik: Manuela Trutte und WinterZeit

Mit:
Clemens Grunwald: Michael Pan
Kurt Burger: Reent Reins
Tanja Neubauer: Mia Diekow
Lars Heymann: Daniel Welbat
„Adler“: Marius Clarén
„Bussard“: Maud Ackermann
„Geier“: Sascha Rotermund
Herr Hauser: Peter Weis
Frau Behrens: Arianne Borbach
Herr Wittich: Bernd Stephan
Kommissar Distel: Lutz Riedel
Nils: Patrick Holtheuer

Tja, dann – dann ging plötzlich alles schief…


Die Ermittlung (Peter Weis) hr / SR / WDR / RB / SWF / SDR / SFB / NDR / DRS 1965
Die Ermittlung (Peter Weis) hr / SR / WDR / RB / SWF / SDR / SFB / NDR / DRS 1965

hr / SR / WDR / RB / SWF / SDR / SFB / NDR / DRS 1965

Regie: Peter Schulze-Rohr
Bearbeitung: Hermann Naber
Musik: Richter: Fritz Strassner
Ankläger: Herbert Fleischmann
Verteidiger: Helmut Peine
Angeklagter (Mulka): Fritz Schröder-Jahn
Angeklagter (Boger): Joachim Teege
Angeklagter (Capesius): Günther Sauer
Angeklagter (Dr Frank): Jörg Schleicher<br

Peter Weiss nennt sein Bühnenstück über den Auschwitzprozeß Oratorium; Es ist nach dem Vorbild von Dantes Göttlicher Komödie in Gesänge eingeteilt, die den verschiedenen Stationen des Vernichtungslagers von der Rampe bis zu den Verbrennungsöfen gelten; Das Stück, in der Form einer Gerichtsverhandlung geschrieben, ist nichts anderes als eine verdichtete und stilisierte Darstellung der Tatsachen, die der Auschwitz-Prozeß zutage gefördert hat; Aber nicht der Bekanntmachung dieser Tatsachen gilt das Stück, sondern einer bitteren Wahrheit, die in den zahllosen Prozeßberichten nicht zur Sprache kam: daß auf den Plätzen der 18 namentlich genannten Angeklagten ebensogut andere sitzen könnten, die sich schuldig gemacht haben, indem sie dem Massenmord untätigzu sahen, oder aber indem sie dem Regime ihre Reputation zur Verfügung stellten und dadurch Auschwitz erst ermöglichten.


Düsse Petersens (21) Mittwochstango (Hugo Rendler) RB / NDR 2016
Düsse Petersens (21) Mittwochstango (Hugo Rendler) RB / NDR 2016

RB / NDR 2016

Regie: Hans Helge Ott
Technische Realisation: Kay Poppe
Assistenz: Ilka Bartels

Musik: Serge Weber

Mit:
Kai Petersen: Erkki Hopf
Ulrike Petersen: Birte Kretschmer
Hermann Petersen: Wilfried Dziallas
Hertha Thams: Ursula Hinrichs
Kioskbesitzer Werner: Peter Kaempfe
Marie (Kollegin von Ulrike): Katja Brügger
Dr. Horstkotte: Jürgen Uter
Herr Hansen: Rolf Petersen
Sahar: Shahrazad Al-Mohana

Als die Petersens sich endlich ein Häuschen leisten und aus Altona in die Gegend um Ahrensburg bei Hamburg ziehen konnten, waren sie noch zu viert. Aber die Kartons waren noch nicht ausgepackt, da verlor Vater Kai seine Arbeit. Mutter Ulrike arbeitete zwar wieder „vollzeit“ als Krankenschwester, aber das Geld reichte hinten und vorne nicht mehr. So mussten die Großeltern einspringen. Sie zogen mit ins Haus, beteiligten sich an den Kosten, und die Petersens waren zu sechst!
In der nunmehr sechsten Staffel treffen wir die Petersens wieder – wen wundert’s? – mit einem Haufen Problemen an. Mutter Ulrikes Leben hat sich nicht eben vereinfacht, seit sie Betriebsrätin in ihrem Krankenhaus ist, Vater Kai hängt der Job als Schulhausmeister zum Hals heraus, die herzlich verfeindeten Großeltern beharken sich wie üblich, und die Kinder, Mirjam und Hendrik, haben ebenfalls ihr Päckchen zu tragen. Und jetzt meldet sich auch noch Nachbar Hansen mit einer, sagen wir mal: Art von Lebenskrise. Er hat da eine Frau kennengelernt, und die stellt gewisse Ansprüche! Können die Petersens ihm vielleicht helfen?


Europa, eine Plagiate-Saga (Till Müller-Klug) WDR 2012
Europa, eine Plagiate-Saga (Till Müller-Klug) WDR 2012

WDR 2012

Regie: Thomas Wolfertz

Mit:
Christoph Sonthofen: Matthias Matschke
Lilly: Marleen Lohse
Schäfer: Axel Wandtke
Dr. Laroche: Nina Petri
Bernasoni: Martin Brambach
Zitator: Josef Tratnik
Zitatorin: Marietta Bürger
Dolmetscher (engl.): Steve Hudson
Simulta (franz.): Isabella Archan
Simulto (it.): Vittorio Alfieri
Simulta (finnisch): Pirkko Marie-Luise Cremer
Simulto (spanisch): Juan Carlos Lopez


v.l.n.r. Martin Brambach, Nina Petri, Axel Wandtke und Matthias Matschke; Bild: WDR/Sibylle Anneck

Euroskepsis, Schuldenkrise, Wirtschaftseinbrüche: Europa steht kurz vor der Eurokalypse. Doch der EU-Politiker Christoph Sonthofen stellt sich den historischen Herausforderungen. Mit radikalen Maßnahmen und Kampagnen will er eine neue Europabegeisterung entfachen: You are Europe! Dass einem dieser Spruch nur zu bekannt vorkommt, umso besser. Denn Sonthofen hat erkannt: Im Plagiat liegt die Zukunft Europas. Guttenberg & Co. waren nur nicht selbstbewusst und konsequent genug. Im großen Stil kopieren und plagiieren – das ist das Gesetz der Stunde. Deshalb setzt sich dieses Hörspiel das ehrgeizige Ziel, so viele Plagiate wie möglich zu verwenden.

hoerspielTIPPs.net:
Hörspiele von Till Müller-Klug beschäftigen sich meist mit aktuellen gesellschaftlichen Aspekten. Diesmal hat er sich der Verbindung Plagiat und Politik angenommen. Er beschreibt den Weg eines – fiktiven – Politikers zu dessen Doktorarbeit. Die Geschichte scheint aufgrund der realen Parallelen vorhersehbar, findet aber noch eine ordentliche und unerwartete Wendung.

Angereichert wird die Story mit einer Vielzahl von Zitaten, die quasi als Fußnoten in die Handlung eingestreut werden. Das passt zum Thema, ist zunächst ein witziger Aspekt, nervt aber auch irgendwann. Immerhin, die Einwürfe sind so kurz, dass man nicht aus der eigentlichen Handlung gezogen wird.

Gespielt wird das Ganze mit einer angenehmen Natürlichkeit. Es klingt selten aufgesetzt, auch wenn die Figuren klischeehaft und überzeichnet sind. Das Hörspiel wirkt nie grotesk, sondern zeichnet sich durch einen sehr angenehmen Humoranteil aus, der nie ins zu Alberne schlägt.

Eine unterhaltsame, solide und damit hörenswerte Produktion.


Geister-Schocker (64) Experimente des Wahnsinns - Romantruhe Audio 2016
Geister-Schocker (64) Experimente des Wahnsinns – Romantruhe Audio 2016

Romantruhe Audio 2016

Mit:
Eckart Dux, Manfred Lehmann, Vera Bunk, Hartmut Neugebauer, Tino Kießling, Peter Groeger, Reent Reins, Christian Rode

Tief auf dem Grund des Ozeans betreibt die US-amerikanische Regierung ein geheimes Labor, in dem verbotene Experimente durchgeführt werden. Die junge FBI-Biologin Cathrin Turner ist entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen. Unterstützung erhält sie dabei von dem Reporter Jennings, der die Story seines Lebens wittert. Doch kaum sind die beiden dort angekommen, geraten die Versuche außer Kontrolle und jeder ist sich plötzlich selbst der Nächste. Einer kleinen Gruppe von Menschen gelingt es, vor den unheimlichen Mutanten, die das Labor bedrohen, zu fliehen. Doch schon im nächsten Augenblick sehen sich die Flüchtenden einer weiteren Gefahr gegenüber, die nicht minder grauenerregend ist. In der künstlichen Unterwasserwelt beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.


Mord in Serie (23) In tödlicher Tiefe - Contendo Media 2016
Mord in Serie (23) In tödlicher Tiefe – Contendo Media 2016

Contendo Media 2016

Regie: Christoph Piasecki

Musik: Konrad Dornfels, Alexander Schiborr

Mit:
Till: Pascal Finkenauer
Jamie: Jan-David Rönfeldt
Anna: Katharina von Keller
Marquez: Wolf Frass
Calderón: Robert Missler
Luco: Uve Teschner
Torres: Tobias Lelle
Del Campo: Jürgen Thormann
Abspann – Martin Sabel

Till und seine Verlobte Anna wollen den Sommer bei ihrem Kumpel Jamie in Florida verbringen und freuen sich auf geruhsame Tage.
Daraus wird allerdings nichts, als sie während eines Tauchgangs eine interessante Entdeckung machen. Sie stoßen am Meeresgrund auf ein verunglücktes Narcosub, ein selbstgebautes U-Boot, eingesetzt für den Drogenschmuggel. Die drei Freunde wollen die Ladung des Wracks bergen und bekommen es dabei nicht nur mit einem Schwarm gefräßiger Haie zu tun…


Morgan & Bailey (5) Der verlorene Sohn - Contendo Media 2016
Morgan & Bailey (5) Der verlorene Sohn – Contendo Media 2016

Contendo Media 2016

Mit:
Rita Engelmann, Joachim Tennstedt, Wolf Frass, Jan-David Rönfeldt, Pascal Finkenauer, Wolfgang Bahro, Bodo Wolf, Pat Murphy, Merete Brettschneider

Mit Schirm, Charme und Gottes Segen lösen der katholische Pfarrer Charles Morgan und die evangelische Pastorin Rose Bailey im beschaulichen Städtchen Heaven’s Bridge an der Küste Neuenglands spannende Fälle. Herrlich klassisch und modern zugleich, steht „Morgan & Bailey“ ganz in der Tradition der beliebten britischen Krimiklassiker. Interessante Figuren, rätselhafte Mordfälle und mittendrin ein charmantes Ermittler-Duo mit ganz eigenen Methoden.


Neid (Elfriede Jelinek) BR 2011
Neid Teil 6 (Elfriede Jelinek) BR 2011

BR 2011

Regie: Karl Bruckmayer

Musik: Frode Haltli und Maja Ratkje

Mit:
Sophie Rois

Das Großprojekt „Neid“ ist der Höhepunkt in der langjährigen und intensiven Zusammenarbeit der Bayern 2-Redaktion Hörspiel und Medienkunst mit der in Wien und München lebenden Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Für das vom Bayerischen Rundfunk produzierte Hörspiel „Jackie“ wurde Jelinek 2004 mit dem „Hörspielpreis der Kriegsblinden“ ausgezeichnet.

Fortsetzungsroman, Bekenntnisliteratur, Künstlerinnenroman, Autobiografie, Internet-Tagebuch – Elfriede Jelineks Literatur sträubt sich seit jeher gegen eindeutige Zuschreibungen, das ist mit ihrem Roman „Neid“ nicht anders. Zwischen dem 3. März 2007 und dem 24. April 2008 hat die Autorin rund 936 Seiten Text unter der Gattungsbezeichnung „Privatroman“ online gestellt. Privat ist der Text zunächst deshalb, weil er unabhängig von einem Verlag direkt dem Leser übereignet wird. Dieser soll das Werk gar nicht erst ausdrucken, sondern laut Gebrauchsanweisung am Bildschirm eines Computers, eines E-Books oder am Display eines Handys lesen, kurz: damit machen, was er will.

Ein Privatroman ist „Neid“ aber auch, weil die Autorin sehr umfangreich Aspekte der eigenen Biografie in den Text mit einbezogen hat. Elfriede Jelinek ist mehr denn je anwesend in ihrem Text, auch deshalb, weil er sich aufgrund seines Erscheinens im Internet als vorhanden und abwesend zugleich erweist, jederzeit im weltweiten Netz verschwinden oder daraus entfernt werden kann. „Gespensterhaft“ nennt Jelinek diese Erscheinungsform, die die Autorin, Erzählerin, den Roman und die darin enthaltenen figuralen Restbestände und Themen eint. „Untot“ sind die Ich-Erzählerin, ihre Hauptfigur Brigitte K. oder auch die Opfer in der nationalsozialistischen Vergangenheit des Ortes Erzberg, dem fiktiven Schauplatz des Romans. Hier wird nach dem Niedergang des Erzbergbaus und dem Abbau von Arbeitsplätzen um Einwohner und Touristen gekämpft. Vorlage ist Eisenerz in der Steiermark, dessen Bemühungen um Fremdenverkehr im Text in den grotesken Gegensatz zur österreichischen Einwanderungspolitik oder dem sogenannten Eisenerzer Todesmarsch gerückt werden, bei dem 1945 mehrere tausend Juden umkamen.

In der Hörspielfassung leiht Sophie Rois diesem performativen Erzählen ihre Stimme und überfürt die Sprache des Romans vom flüchtigen Internet-Text-Körper in den stimmlichen Klangraum.


Portrait of the artist as a young bitch (Susanne Amatosero) NDR 2016
Portrait of the artist as a young bitch (Susanne Amatosero) NDR 2016

NDR 2016

Regie: Susanne Amatosero

Musik: Matthias Arfmann, Chassy Wezar, Kojo Samuels

Mit:
Artist (A): Lisa Hrdina
Sally: Julia Holmes
Stein, Professor, Arzt, Paketbote und Cop: Tim Grobe
Mensa-Wirtin, Nachbarin, Frau Eva Linda: Katja Brügger
Radiomodratorin, Ratte, Lautsprecherstimme: Maresa Lühle
Finne: Erkki Hopf
Samba: Jalal Hosseini
Hermes: Erik Schäffler
Leroi: Andy A-Jay
Prof. W., Mann im Zug: Benjamin Utzerath
Ish: Jeffrey-Gottfred Owusuansah
Gerome, Skater: Benny K. Grumme
Bruder: Manos Rademacher
Freund: Christian Onciu


Julia Holms und Lisa Hrdina; Bild: NDR/Jann Wilken

In Anlehnung an James Joyce entwirft die Autorin in 20 akustischen Bildern, dialogischen und musikalischen Sequenzen das künstlerische Portrait einer Frau, genannt Artist. Im Gespräch mit ihrer Freundin Sally stellt sie die Frage, was denn eigentlich ein Künstler sei: „Einer, der sich wie ein Kind benimmt und daher als Genie angesehen wird“, meint Sally. Aber Frauen? Sallys lakonische Antwort: „Frauen sind immer entweder zu jung oder zu alt.“ Artist: „Für was?“ Sally: „Für alles.“ Im Spannungsverhältnis dieser Fragen entwirft die Autorin den Werdegang einer unangepassten Künstlerin, ihre Sozialisation in dörflich engen, katholisch geprägten Verhältnissen, aus denen sie ausbricht.


Radiotatort (103) Unten am Fluss (Robert Hültner) BR 2016
Radiotatort (103) Unten am Fluss (Robert Hültner) BR 2016

BR 2016

Regie: Ulrich Lampen

Musik: zeitbloom

Mit:
Brigitte Hobmaier, Florian Karlheim, Eisi Gulp u. a.


Florian Karlheim; Bild: BR/Ulrike Kreutzer

Mehrere Brandherde bei einem Großfeuer in der Brucker Altstadt, bei denen eine betagte Mieterin ums Leben kam – für die Kripo ist dies ein untrügliches Indiz für gezielte Brandstiftung. Da das Opfer beraubt wurde, erhärtet sich der Verdacht. Nachdem das Diebesgut wenig später in der Wohnung eines nach langer Haftzeit entlassenen Bankräubers entdeckt wird, sind alle Zweifel restlos beseitigt. Während die Kripo ermittelt, schlagen sich die Beamten der Polizeiinspektion Bruck am Inn mit ihren alltäglichen Problemen herum. Das geringere davon ist noch, dass der alte Luk, das liebenswert-störrische Brucker Original, wieder einmal seit Tagen nicht mehr auffindbar ist. Revierleiter Öttl empört vor allem, dass seit Tagen anonyme Interneteinträge kursieren, in denen der Polizei vorgeworfen wird, Informationen über die wahren Brandstifter und Raubmörder zu verschweigen und die Öffentlichkeit zu belügen. Er erteilt Senta und Rudi den Auftrag, die Urheber dieses Gerüchts zur Verantwortung zu ziehen.


Takimo (28) Symbolon - Polaris 2016
Takimo (28) Symbolon – Polaris 2016

Polaris 2016

Regie: Peter Liendl und Gisela Klötzer

Mit:
Joachim Kerzel, Frank Röth, Antje von der Ahe, Alexander Döring, Tobias Lelle, Robert Missler u. v. a.

Die schwarzen Flocken glichen dem Ascheregen eines Vulkans. Da, wo sie den frisch umgepflügten Boden berührten, stieg jetzt langsam leichter Dunst auf, der sich zu einzelnen Nebelschwaden verdichtete. Geisterhaft schlichen diese umher, verwandelten sich in Nebelbäume und Nebelpaläste. Während die Nebelschwaden hinter ihnen noch ihre endgültige Form suchten, breiteten sich zu ihren Füßen die Mauern einer verlassenen Stadt aus. Säulen ragten in die Höhe, und ein leichter Wind strich durch das Gemäuer gleich dem Säuseln von Stimmen einer fernen Vergangenheit.


Team Undercover (18) Der Schatz von Heaven's Bridge - Contendo Media 2016
Team Undercover (18) Der Schatz von Heaven’s Bridge – Contendo Media 2016

Contendo Media 2016

Regie: Christoph Piasecki

Mit:
Eddie Köhler: Patrick Mölleken
Ben Egner: Max von der Groeben
Hannah Brandt: Theresa Schulte
Sarah Egner: Lea Kiernan
Charles Morgan: Joachim Tennstedt
Rose Bailey: Rita Engelmann
Joel Ashton: Bodo Wolf
Peter Brandon: Jaron Löwenberg
Alan Roberts: Jürgen Thormann
Max Warren: Daniel Wandelt
Archie: Hartmut Neugebauer
Mrs. Blake: Arianne Borbach
Casey: Konrad Bösherz
Polizist: Uve Teschner
Wahlkampfdurchsagen: Katharina von Daake
sowie: Erik Albrodt, Bernd Vollbrecht

Im neuenglischen Küstenstädtchen Heaven´s Bridge machen die Freunde vom TEAM UNDERCOVER Bekanntschaft mit Pastorin Rose Bailey und ihrem katholischen Kollegen Charles Morgan. Gemeinsam wollen die Hobby-Detektive den Diebstahl wertvoller Münzen aufklären und stoßen dabei auf eine geheimnisvolle Rätsel-Rallye, die dem Sieger eine halbe Million Dollar verspricht. Um diesem seltsamen Spiel auf den Grund zu gehen, nehmen sie selbst an der Schnitzeljagd teil. Doch dabei ist nicht alles so, wie es scheint.


Trolle nach Irland (Bernd Gieseking) WDR 2007
Trolle nach Irland Teil 3 (Bernd Gieseking) WDR 2007

WDR 2007

Regie: Burkhard Ax

Musik: Henrik Albrecht

Mit:
Fabian: Lorenzo Liebetanz
Oma Malette: Rosemarie Fendel
Stefan: Matthias Haase
Tina: Annika Hassler
Baldemar: Jochen Malsheimer
Dido: Michael Habeck
Aginolf: Tommi Piper
Tewinolf: Wolfgang Hess
Onno: Jens Wawrczeck
Nathan: Ernst August Schepmann
Trainer: Yorck Dippe
Connor: Steffen Laube
Katie: Amanda Whitford-Laube
Calamira: Gabrielle Odinis
Runa: Caroline Schreiber
Lenn: Götz Argus
Felicitas: Anja Stoehr
Sitta: Katherina Wolter
Kurt: Reinhard Schulat
Jula: Anja Stoehr
Herma: Caroline Schreiber
Chor der Meereselfen: Nessi Tausenschön, Caroline Schreiber, Anja Stoehr, Katherina Wolter
Old Boneless: Volker Lippmann
Lenard: Gregor Höppner
Ubbo: Heinz Gröning
Frida: Katherina Wolter
Lillemor: Markus Klosters
Plint: Katharina Palm
Justus: Peter Nottmeier
Penelope: Gerlis Zillgens
Brandon: Rich Schwab
Brian: Bernd Gieseking
Colin: Norbert Alich
Bruno: Norbert Alich

Fabian macht mit seiner Familie Ferien in Irland. Nie hätte er gedacht, dass ihn hier ein neues Abenteuer in der unsichtbaren Welt der Trolle und Elfen erwartet. Und dass er seine Freunde wieder sieht, den Öko-Anarchisten und Troll Baldemar und dessen Freund Dido, der nur zu dritt unterwegs sein kann. Sie sind gekommen, um Fabian zu warnen. Denn auch der böse Aginolf hat von Fabians Reise erfahren.

In den Steilküsten von Moher muss Fabian nun nicht nur nach den drei Teilen der Roten Tafel suchen, sondern auch gegen die Machenschaften Aginolfs ankämpfen.
Ein Abenteuer mit dem Puck Onno, dem Wal Kurt, den Sheeries, einem großen Elfenchor, zwei Basstölpeln und Old Boneless, dem Nebelwesen der ‚Cliffs of Moher‘.

hoerspielTIPPs.net:
Trolle nach Irland‘ ist das neue Abenteuer von Fabian, der schon 2004 für den WDR in ‚Trolle nach Süden‘ agieren durfte. Diesmal verschlägt es ihn, wie der Titel schon vermuten lässt, nach Irland.

Bernhard Gieseking hat hier eine wunderbares Hörspiel erdacht, dass zwar natürlich auf dem Trittbrett des Fantasybooms mitrollt, aber soviel eigene unterhaltsame Ideen mitbringt, dass man die Geschichte durchweg genießen kann. Trotz einer recht langen Spielzeit, wird diese Geschichte nie langweilig, sorgt man doch mit vielen kleinen Episoden und noch mehr originellen Charakteren stets für Abwechslung.

Hinzu kommt ein Sprecheraufgebot, dass selbst für ein Radio-, zu dem noch ein Kinderhörspiel, sehr beachtenswert ist. Bis in die kleinsten Rollen eine starke Besetzung, die auch in allen Bereichen dem Anspruch gerecht wird. Einzig bei der technischen Umsetzung gibt es Schwächen. Dort hat man einige Stimmen etwas verfremdet, was sich zum Teil recht übel anhört. Da hätte man sich meines Erachtens lieber auf das Talent der Sprecher allein verlassen sollen.

Für die Musik zeichnet sich hier kein geringerer als Henrik Albrecht verantwortlich, der auch hier wieder für eine erstklassige musikalische Untermalung sorgt. Stets passend, aber nie aufdringlich, unterstützt die Musik die Umsetzung hervorragend.

Die Produktion an sich ist – sieht man mal von den Verfremdungen der Stimmen ab – sehr gelungen. Burkhard Ax hat hier ein Hörspiel geschaffen, das nicht nur Kindern Spaß machen dürfte. Auch Erwachsene können sich hier sicherlich gut unterhalten fühlen.


Vier Versuche über die Zeit (Christoph Buggert) SWR 2014
Vier Versuche über die Zeit (Christoph Buggert) SWR 2014

SWR 2014

Regie: Bernadette Sonnenbichler
Musik: Martina Eisenreich

„Wir haben, so scheint es, die Zeit zur Waffe gemacht. Sie jagt uns, rädert uns, zermürbt uns. Die Chance, ihr zu entkommen, gibt es nicht mehr. Gelegenheiten, uns durch sie zu bereichern, sind selten geworden. Erleben Tiere die Zeit? Wir alle wissen: Momente des Glücks, das sind Momente ohne Zeit. In vier Anläufen wird durchgespielt, wie Menschen in die Zeitfalle geraten. Ein Privatdozent will der knappen Ressource Zeit ein Liebesabenteuer abgewinnen. Fünf Herren aus der Führungsetage setzen mithilfe der Zeit das Recht und das Gesetz außer Kraft. Eine Frau unternimmt den Versuch, die Zeit zu pulverisieren. Ein omnipotenter Chef muss lernen: Es ist die Zeit, die uns keine Zeit lässt. Der Alltag unserer Eliten ist ein Ritt auf der Lächerlichkeit. Das Vergnügliche daran: Die Betroffenen selber haben es noch nicht gemerkt.“
Christoph Buggert


Wellen (Eduard von Keyserling) WDR 2013
Wellen (Eduard von Keyserling) WDR 2013

WDR 2013

Regie: Claudia Johanna Leist

Mit:
Ernst Jacobi, Ingrid Andree, Julia Jäger, Helmut Zierl, Kathleen Morgeneyer, Johanna Bergmann, Daniel Rothaug u. a.


v.l.n.r. vorne: Knospelius (Ernst Jacobi), Generalin (Ingrid Andree), Frau von Buttlär (Julia Jäger) und Baron (Helmut Zierl), hinten vl.n.r.: Lolo (Kathleen Morgeneyer), Nini (Johanna Bergmann) und Wedig (Daniel Rothaug); Bild: WDR/Sibylle Anneck

Auf den ersten Blick erscheint es wie ein farbenfrohes Gesell­ schaftsporträt zu Beginn des 20. Jahrhun­ derts: Menschen unterschiedlichster Schichten, vom Fischer bis zum Baron, vereint im Sommerlicht eines Ostseestrands. Aber der Schein trügt. Die Witwe des Generals Palikow, „die Generalin“, hat in einem Fischerdorf an der Ostsee den „Bullenkrug“ gemietet. Dort will sie standesgemäß mit der Familie ihrer Tochter, der Baronin von Buttlär, Urlaub machen. Mit Erstaunen nimmt die Generalin zur Kenntnis, dass in unmittelbarer Nachbarschaft auch ein gesellschaft­ lich verfemtes Paar lebt – der „freidenkende“ Maler Hans Grill und die schöne Doralice, die ihren Mann, einen älteren Grafen, verlassen hat. Zu dieser merkwür­ digen Strandgesellschaft gesellt sich als stiller Beo­ bachter und gelegentlicher Kommentator der körper­ lich missgestaltete Geheimrat Knospelius. Doralice, umgeben mit der Aura der verruchten Ausbrecherin aus der adeligen Welt, zieht gleich drei Menschen in ihren Bann: den Baron von Buttlär, seine erwachsene Tochter Lolo und deren Verlobten, Leutnant Hilmar. In dieser Konstellation gerät die vermeintliche Sommer­ idylle zur Tragödie.


Zwei oder drei Porträts (Helmut Heißenbüttel) BR 2016
Zwei oder drei Porträts (Helmut Heißenbüttel) BR 2016

BR 2016

Regie: Ulrich Lampen

Mit dieser Frage kündigte der Bayerische Rundfunk 1970 das erste Hörspiel Helmut Heißenbüttels an: Zwei oder drei Porträts. Der Büchner-Preisträger hatte nämlich der Hörspielredaktion – zu der Zeit noch eine kleine Provokation – nur eine Ansammlung von Sätzen geliefert, auf beliebig viele Sprecher zu verteilen: keine Rollen, keine Handlung, sondern nur Gerede, unbestimmte Aussagen, stereotype Beschreibungen, Widersprüche und Wiederholungen. Die Redefetzen scheinen zuerst einen Kunstkritiker zu umkreisen, dann eine zweite Person, einen jungen Maler, und anschließend stellte Heißenbüttel die Frage, ob sich „vielleicht aus Teilen dieser beiden Porträts ein noch künstlicheres drittes bilden“ ließe.

Als die Produktion dann überraschend den renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden erhielt, bestand Heißenbüttel darauf, dass der Dramaturg Hansjörg Schmitthenner und der Regisseur Heinz Hostnig mit ihm gemeinsam als Autoren ausgezeichnet wurden, denn die beiden hatten – mit Schere, Klebstoff und stereophoner Phantasie – aus dem Textmaterial heraus tatsächlich zwei Porträts und nebenbei ein neues drittes entstehen lassen: ein ernstes und amüsantes Spiel mit den Mechanismen unseres tagtäglichen Sprechens und mit der Illusion von der Identität des Subjekts, das in seinen satirischen Obertönen auch die kulturpolitische Situation um 1968 anklingen ließ.

Zwanzig Jahre nach dem Tod von Helmut Heißenbüttel, der in Theorie und Praxis die Entwicklung des Hörspiels in der Bundesrepublik maßgeblich geprägt hat, werden die Zwei oder drei Porträts noch einmal zur Diskussion gestellt: in der Originalversion von 1970 mit einem kurzen Essay von Klaus Ramm, der die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte nachzeichnet, und vor allem in einer neuen, aktuellen Fassung. Wie sieht im Jahr 2016 ein Hörspiel aus, das sich noch einmal auf Heißenbüttels Versuchsanordnung einlässt und das im Archiv entdeckte und rekonstruierte Ausgangsmaterial von damals verwendet?

Zur Ursendung sendet BR 2 noch die Vorrede Heißenbüttels (BR 1970), einen Zwischenbericht von Klaus Ramm (BR 2016) und Nachbemerkung von Ulrich Lampen (BR 2016).


Den kompletten Überblick über alle aktuellen Hörspielneuerscheinungen findet ihr im OhrCast:

Eine Übersicht über die kommenden Hörspielveröffentlichungen findet ihr hier.

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