Die Hörspielneuheiten: Theo-Lingen-Box, Störtebeker, Baal u. a.

screenshot_0508Die Hörspielneuheiten der letzten Woche. Neben den Neuheiten im Handel findet ihr hier auch die aktuellen Hörspiele zum (kostenlosen) Download.

Bitte beachtet, dass Letztgenannte zum Teil nur befristet zur Verfügung stehen.

Baal (Andreas Thom) BR 2016Baal (Andreas Thom) BR 2016

BR 2016

Regie: Ulrich Gerhardt

Bearbeitung: Ulrich Gerhardt
Mit:
Wolfram Berger

Baal heißt im Hebräischen Herr, Meister, Besitzer, Ehemann, König oder Gott. Möglich also, dass Ambros Maria Baal in dem Roman von Andreas Thom alle diese Epitheta wahnhaft auf sich beziehen mag. Andreas Thom nennt seinen expressionistischen Roman von 1918 Ambros Maria Baal allerdings „Roman einer Lüge“. Wo finden wir die Lüge? Baal ist ein reiches Jüngelchen, Sohn eines vermögenden Bankiers, dem durch seine mehr als gesicherte Lebensgrundlage jedes Konzept für ein glückliches Leben fehlt. Folgerichtig glaubt er, das Leben habe „nur einen einzigen Inhalt, und der ist animalisch: sich selbst zu erhalten. Wie der Einzelne das löst, ist für den Zweck belanglos“. Indem man rigoros, meint Baal, sein Glück einfordert, und wenn es über Leichen geht. Da er in jeder Hinsicht von seinem Vater abhängig ist, dessen Geld er deshalb hasst, kann der auch in jeder Hinsicht in sein Leben eingreifen: eine Heirat wird zur dynastischen Verfügung angeordnet; die Mittel werden gekürzt, wenn der Vaterhass überhandnimmt. Die Zweckehe bietet beiden Eheleuten die Möglichkeit, ihrer gegenseitigen Abneigung durch ungehemmte Machtspiele zur Blüte zu verhelfen. Baal behält die Oberhand. Bevor Baal sich und das Erbe zugrunde richtet, zerstört er alle, von denen er abhängt.

Die Hörspielfassung folgt dem Roman in leicht gekürzter Form. Die Herausforderung war es, dem expressionistischen Duktus, der Knappheit der Sprache zu folgen, Literatur Literatur bleiben zu lassen und nicht in szenische Opulenz zu verfallen. Das wurde durch Konzentration auf die Sprache durch EINE Stimme erreicht, die dennoch durch Montage aus unterschiedlichen Haltungen und Ebenen in radikaler Künstlichkeit prismenartig zusammengesetzt wird.

Brecht soll von diesem Roman zu seinem Theaterstück und Titel Baal angeregt worden sein.


Bay Area Disrupted (Andreas Bick) WDR 2014Bay Area Disrupted (Andreas Bick) WDR 2014

WDR 2014

Regie: Andreas Bick

In San Francisco und der umliegenden Bay Area wurde sowohl die Hippiebewegung als auch die digitale Revolution geboren. Beide lösten musikalische Erschütterungen aus. Doch die Rockstars von heute sind die jungen Startup-Millionäre aus dem Silicon Valley. Duke the Bossman lebt in East Oakland, einer der gefährlichsten Gegenden der Bay Area. Der schwarze Rapper verlor durch Schießereien seine Schwester und viele seiner Freunde. Gegen Gewalt und Ignoranz wehrt er sich mit Hip Hop und Spoken Poetry. Von den unglaublichen Reichtümern der großen Internetkonzerne kommt in seinem Viertel nichts an. Das fließt direkt ins Zentrum von San Francisco, wo die gutbezahlten Mitarbeiter der IT-Branche, die sogenannten Techies, die Künstler verdrängen, deren Musik sie hören.


Blumenjunge (Ralf Thenior) WDR 2009Blumenjunge (Ralf Thenior) WDR 2009

WDR 2009

Regie: Christoph Pragua

Mit:
Peter Franke, Woody Mues, Zdenka Prochazkova und Dietmar Mues

Wer in den 1950er-Jahren aus Schlesien nach Hamburg-Niendorf kommt, ist ein „Quiddje“, ein Ortsfremder, aber dennoch kein Heimatloser. Die neue Heimat wächst langsam, wie die Pflanzen in der Gärtnerei, die der Vater hier eröffnet. Heimatgefühl entsteht mit den Menschen aus der Nachbarschaft, mit ihren Geschichten, ihren Erzählungen. Da ist die „Hunde-Olsche“, die eines Tages von ihren 12 Bulldoggen zerrissen wird, da ist der stets besoffene „Friseur Malör“, da sind die neuen, freundlichen Kunden, die der Junge mit seinem Fahrrad beliefert. Da ist die akustische Umwelt der Vor-Fernseh-Zeit, die Welt des Radios und die gänzlich fremde Welt gen Süden, die sich der 13-Jährige während einer langen Radtour erobert.


DAS GRÖSSTE HOTEL DER STADT (Philine Velhagen und Jan Holtmann) WDR 2013DAS GRÖSSTE HOTEL DER STADT (Philine Velhagen und Jan Holtmann) WDR 2013

WDR 2013

Regie: Philine Velhagen

DAS GRÖSSTE HOTEL DER STADT ist bei dir und mir zuhause. Jeder kann sich einmieten – wenn er seine eigene Bleibe einem anderen Gast des Hotels zur Verfügung stellt. Denn die Zimmer dieses Hotels sind die privaten Räume und Wohnungen dieser Stadt. „DAS GRÖSSTE HOTEL DER STADT erstreckt sich über die ganze Stadt. Es hat Kammern, Säle, Nischen und Terrassen. Die Rezeption liegt mitten in der Stadt, wo Sie bisher kein Hotel vermutet hatten. Dort geben Sie Ihren Wohnungsschlüssel ab und erhalten einen neuen. Ein Page begleitet Sie auf den längsten Fluren, die je ein Hotel besaß, bis zu Ihrem Zimmer. Dort angekommen, verlassen Sie Ihr altes Leben und blicken in ein Neues.“ DAS GRÖSSTE HOTEL DER STADT lädt Menschen ein, ihre eigene Stadt zu besuchen – in einer fremden Wohnung, einem unbekannten Viertel, einem anderen Leben. DAS GRÖSSTE HOTEL DER STADT erzählt Geschichten von dem Fremden um die Ecke, von Privatheit, Vertrauen und Voyeurismus. Die Geschichte einer Stadt, die sich selbst besucht.


Das lustige Geschichtenbüchlein (Ludwig Thoma) Alogino 2016Das lustige Geschichtenbüchlein (Ludwig Thoma) Alogino 2016

Alogino 2016

Die Geschichten von Ludwig Thoma sind weltbekannt. Neben seinen Hauptwerken, gibt es aber unzählige Kurzgeschichten. Diese lustigen, aber auch hintersinnigen Geschichten, sind hier in Hörspielform verewigt. Hochkarätige Sprecher und die stimmige Musik machen diese Hörspiele zu einem wahren Hörgenuß, und dass nicht nur für Bayern.


Der gläserne Schlüssel (Dashiell Hammett) SWF / hr 1996Der gläserne Schlüssel (Dashiell Hammett) SWF / hr 1996

SWF / hr 1996

Regie: Walter Adler

Bearbeitung: Walter Adler
Mit:
Burghart Klaußner, Michael König, Bettina Engelhardt, Christoph Eichhorn, Walter Renneisen u.a.

Taylor Henry, der Sohn des Senators Henry, liegt tot auf der Straße. Und das kurz vor den Wahlen. Paul Madvig hatte sich vor kurzem mit Taylor gestritten, denn Taylor machte Madvigs Schwester Opal den Hof, und das passte Madvig nicht. Ist Madvig der Mörder? Viele glauben das. Madvigs Freund Ned Beaumont beginnt nachzuforschen – und stößt dabei auf ein Wespennest.


Die Einhornprinzessin (Thomas Tippner) Highscoremusic 2016Die Einhornprinzessin (Thomas Tippner) Highscoremusic 2016

Highscoremusic 2016

Mit:
Detlef Tams, Zelda Jahreis, Sven Matthias, Rita Ringheanu, Jens Wendland, Patrick Steiner, Carsten Pape, Christiane Marx, Rob Ert, Viktor Hacker, Sabine Karpa und Lena Simon-Schuler und Helgo Liebig

In Andorin herrschte einst Frieden. Die Fassade, dass alles durch umsichtiges Handeln und vorrausschauenden Planung alles gelingen kann, beginnt zu bröckeln.
Immer wieder huschen dunkle Schatten durch den Palast, die wispern und flüstern und den Geist der Prinzessin der Magie zu verdunkeln scheinen. Schon gärt Eifersucht in Maribella, die Königin werden soll. Eifersucht auf ihre Schwestern, von denen sie sich sicher ist, dass sie ihr ihre Macht streitig machen wollen.
So verbannt sie ihre Schwestern und kann nicht ahnen, was die Schatten, die einem mächtigen Dämon zu gehrochen scheinen, mit Andorin planen….


Die Vögel (Aristophanes) SDR 1962Die Vögel (Aristophanes) SDR 1962

SDR 1962

Regie: Walter Knaus

Bearbeitung: Wolfgang Schadewaldt
Mit:
Robert Freitag, Wolfgang Schirlitz, Kurt Lieck u.a.

Mit der Komödie hielt Aristophanes den Athenern einen satirischen Spiegel vor. Peithetairos und Euelpides suchen einen ruhigen Platz außerhalb von Athen. Mit Opfergaben ausgestattet, vertrauen sie sich einer Krähe und einer Dohle an. Ein Leben bei den Vögeln wäre ihnen angenehm. Dafür müssen sie einen Stadtstaat gründen, der von Himmel und Erde, von Göttern und Menschen abgetrennt ist. Beide Männer werden in die Gemeinschaft der Vögel aufgenommen, eine Wunderwurzel verleiht ihnen Flügel. Viele Menschen wollen nun dem neu gegründeten Staat angehören. Bei den Göttern wird eine Hungersnot ausgelöst, da sie durch die Befestigung des neuen Staates von den Menschen und ihren Opfergaben abgetrennt sind. In Verhandlungen versprechen die Vögel den Göttern zahlreiche Vorteile gegenüber den Menschen.


Ein Schweizer in Paris (Kurth Früh und Hans Hausmann) DRS 1958Ein Schweizer in Paris (Kurth Früh und Hans Hausmann) DRS 1958

DRS 1958

Regie: Hans Hausmann

Bearbeitung: Hans Hausmann
Mit:
Ruedi Walter, Monika Gubser, Walter Roderer, Fritz Schäuffele, Germain Müller u. a.

In diesem Dialektlustspiel muss Hansruedi Hungerbühler, Angestellter beim Spielwarengeschäft Fischer, beruflich nach Paris, um mit den Gebrüdern Ronsard über halbautomatische Zwerge zu verhandeln.

Ein unbescholtener Schweizer auf Geschäftskosten unterwegs im Sündenpfuhl Paris… – da weiss man doch schon, wie diese Geschichte ausgeht: Hungerbühler reist mit den besten Absichten und drei Kilo Schulfranzösisch im Gepäck in die französische Metropole, tritt aber selbstverständlich schon fünfzig Zentimeter ausserhalb des Gare de L’Est in den Sumpf der Grossstadt, opfert in den nächsten zwanzig Minuten Ronsards sämtliche halbautomatischen Zwerge, seine eidgenössische Tüchtigkeit und ein Lebensglück mit der Tochter vom Chef einem schillernden Nachtschattengewächs aus der Gattung der „Fleurs du Mal“, flieht nach weiteren zwanzig Minuten angewidert in die Fremdenlegion, trifft aber in Marseille kurz vor der Einschiffung ebendiese Tochter, die ihn in ganz Mitteleuropa gesucht hat, heiratet sie, übernimmt selber die Leitung der Firma und erzählt als angesehener Bürger für den Rest seines Lebens auch denen, die es ganz und gar nicht wissen wollen, die wildesten Geschichten aus der Sahara.
Sie werden lachen: Es geschieht alles ganz anders…


Gedächtnislücken (Ulrich Land) WDR 2008Gedächtnislücken (Ulrich Land) WDR 2008

WDR 2008

Regie: Jörg Schlüter

Mit:
Maximilian Hilbrand, Anja Niederfahrenhorst, Andreas Grothgar, Eva Spott, Maja Schöne, Ulrich Land, Susanne Flury, Hanns-Jörg Krumpholz, Luca Kemmer u. a.

(Anja Niederfahrenhorst und Andreas Grothgar; Bild: WDR/Sibylle Anneck)
Hauptkommissar Tom Dollinger hat Probleme ­ mit seinem Kopf. Ihn plagen nicht nur starke Schmerzen, immer öfter muss er feststellen, dass sein Gedächtnis ihn verlässt. Er erinnert sich nicht mehr an wichtige Details der jüngsten Vergangenheit, dafür schießen ihm quälende Erinnerungen aus früher Kindheit messerscharf durchs Hirn. Als die Indizien eines Mordfalls ihn selbst zum Verdächtigen machen, sucht er ärztliche Hilfe. Er wird vom Dienst suspendiert und will die Zeit nutzen, auch den geringsten Zweifel an seiner Unschuld aus der Welt zu schaffen. Die ihn betreuende Polizeipsychologin ist dabei allerdings wenig hilfreich.

Ulrich Land, geboren 1956 in Köln, schreibt Lyrik, Prosa, Essays und hat rund 80 Hörspiele und Funkfeatures verfasst. Er erhielt mehrere Stipendien und Auszeichnungen (u. a. den Kölner Medienpreis). Im vergangenen Jahr sendete der WDR den Doping-Krimi ‚Tourschlusspanik‘ von Dieter Jandt und Ulrich Land.

hoerspielTIPPs.net:
Im neuen Hörspiel vom Ulrich Land geht es um eine interessante Konstellation, die einen sehr originellen und interessanten Aufhänger hat. Einzig stellt sich das Problem, dass die Lösung etwas vorhersehbar ist. Das Ganze wird – trotz der schwierigen Geschichte – aber recht plastisch dargestellt und kann für eine spannende und gut unterhaltende Radiostunde sorgen.

Der Einstieg sorgt durch einige Schockelemente für Hörinteresse, die sich aber zum Glück nicht durch das Ganze Hörspiel ziehen. Hier wechselt man dann doch recht schnell zum Plot, der dann auch ohne diese Elemente interessanten ist.

‚Gedächtnislücken‘ ist ein moderner Krimi, der einige eigenwillige Formate in der Darstellung besitzt, aber diesen Einsatz nicht übertreibt. So gelingt es, den Hörer durchaus eine Radiostunde lang gut und ansprechend zu unterhalten.


Kids - Berlin Kreuzberg, 7 Mädchen, 365 Tage (Katrin Moll) SWR / DLR 2014Kids – Berlin Kreuzberg, 7 Mädchen, 365 Tage Teil 7/8 (Katrin Moll) SWR / DLR 2014

SWR / DLR 2014

Regie: Katrin Moll

Berlin – eine Großstadt mit rund 3 Millionen Einwohnern aus mehr als 180 Nationen. In den Bezirken Kreuzberg, Neukölln und Wedding leben Deutsche neben Türken, Kurden, Afrikanern, Libanesen und Palästinensern. Kinder und Jugendliche aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen sitzen in der Schule nebeneinander. Die Nachmittage verbringen die Kids in ihrem Bezirk. Sie treffen sich in Einkaufszentren, Imbissbuden und Jugendtheaterclubs. Im Sommer ziehen sie durch die Straßen, Cliquen von Freundinnen: Jamila und Adyan, Manuela und Hanan, Daliah und Sinem & Sinem.

Sinem K. ist Kurdin, Sinem Y. Türkin und sie sind beste Freundinnen. Jamila stammt aus Ägypten, Hanan aus Palästina. Dahlia und Adyan kommen beide aus dem Irak und Manuela aus Ghana.

Die Mädchen sind zwischen vierzehn und sechzehn Jahre alt. Bis auf Manuela haben sie einen moslemischen Hintergrund. Drei Mädchen sind sogenannte
„Kopftuchmädchen“. Sie gehen alle in die 9. Klasse der Hector-Petersen-Gesamtschule in Kreuzberg und wollen nächstes Jahr ihren MSA, den mittleren Schulabschluss, machen. Nicht jede wird ihn schaffen. Und wie geht es dann weiter? Realschulabschluss und Ausbildung, weiter aufs Gymnasium und studieren? Oder Hauptschule und Hartz IV? Eineinhalb Jahre lang begleitet Katrin Moll die Mädchen und dokumentiert mit dem Mikrofon ihre persönliche Entwicklung. Sie nimmt an ihrem Alltag teil, geht mit in die Schule, in den Unterricht, zu wichtigen Terminen, Berufsberatung, erster Job, Schulpraktikum. Sie ist mit ihnen unterwegs beim Shoppen, beim Chillen, beim Theaterspielen und gewinnt Einblicke in ihr familiäres und kulturelles Umfeld. Die Kids sind direkt und völlig unverstellt; ihre raue, aber sehr phantasievolle Sprache steht im Widerspruch zu ihrer eigentlichen Fragilität.


Pidax Hörspiel-Klassiker - Die Stunde Null war drei Uhr fühnfzehn (Rolf und Alexandra Becker) BR 1961 / pidax 2016Pidax Hörspiel-Klassiker – Die Stunde Null war drei Uhr fühnfzehn (Rolf und Alexandra Becker) BR 1961 / pidax 2016

BR 1961 / pidax 2016

Regie: Walter Netzsch

Musik: Joachim Faber

Mit:
Adolf Ziegler (Mr. Riping), Alfred Cerny (Feuerwerker von Scotland Yard; Etagenkellner), Anton Reimer (Horrorbrook, Geschäftsführer), Arthur Hammer, August Datz, Bert Hauch (Page), Carl Wery (Chefinspektor Mackenzie Nose), Dr. Anton Reimer, Elisabeth Linhard (Elinor), Fritz Benscher (Nachtportier), Georg Hocke, Georg Kostya (Hotelgast; Liftboy), Georg Kremer, Gustl Datz (Ein Arzt), Hans Joachim Stelzer, Hans Wolf, Heinz Leo Fischer (Ibn el Sarut), Hellmut M. Backhaus (Sprecher), Helmut Csukovits, Hilde Hetzel (Hotelgast), Karin Christian (Telefonstimme; Telefonistin), Karl Obermayr (Hotelgast), Konrad Geiger, Konrad Georg (Sylvester Morten), Lore Bronner (Stimme), Ludwig Wühr (Hotelgast), Luise Deschauer (Hotelgast), Norbert Gastell (Barkellner), Otto Brüggemann (Henry Morten), Paul Reinhard, Peter W. Staub (Detektivsergeant Robsen), Richard Kley (Mr. Mills), Rudolf Prinz, Sid Sindelar-Brecht (Ein Postbote), Ulrich Bernsdorff (Hotelgast), Ursula Kube (Lilly, Zimmermädchen), Walter Rab, Werner Lieven (Mr. Stanford), Werner Tabuer, Willi Schmidt, Wolfgang Johannes Bekh (Sergeant Potter), Wolfgang Dörich (Subinspektor Willeby)

London. In einem Hotel verhandelt der skrupellose Sylvester Morten mit einigen Geschäftspartnern, deren Geschäfte in jüngster Vergangenheit nicht allzu sehr florierten. Großzügig bietet Morten seinen „Freunden“ an, ihre Schulden durch Verkauf ihrer Unternehmungen zu tilgen. Anderenfalls würde er sie in den Bankrott schicken. Die Geschäftspartner zeigen sich alles andere als euphorisch gegenüber der Erpressung Mortens. In der Nacht, genauer um drei Uhr fünfzehn, kommt es nach den Verhandlungen zur Tragödie: Im Hotelzimmer Mortens explodiert eine Bombe und reißt den ungeliebten Unternehmer in den Tod. Die Reihe der Tatverdächtigen ist so lang wie bunt, und Scotland Yard hat alle Hände damit zu tun, den Täter dingfest zu machen.

1. Schlafen Sie vorsichtig, Mr. Morten
2. Diagnose: Mord!
3. Cherchez la femme
4. Der Chefinspektor lässt bitten
5. Mord hat keine Chance


Pidax Hörspiel-Klassiker - Die Theo Lingen Krimibox (Theo Lingen) BR 1972-74 / pidax 2016Pidax Hörspiel-Klassiker – Die Theo Lingen Krimibox (Theo Lingen) BR 1972-74 / pidax 2016

BR 1972-74 / pidax 2016

Regie: Heinz Günther Stamm

Musik: Frank Duval

Mit:
Theo Lingen (Erzähler), Hans Brenner (Männerstimme (Gangster)), Mogens von Gadow (2. Männerstimme), Solveig Thomas (Frau Feld), Michael Cramer (Herr Feld), Max Eckhard (Dr. Walterscheidt), Hans Korte (Ingenieur Körner), Joachim Wichmann (Apotheker), Richard Lauffen (Präsident), Lisa Ravel-Frank (Fräulein Zimmermann), Isolde Barth (Hausangestellte), Dietrich Thoms (Streifenzentrale; Wachtmeister), Peter Musäus (Fahrer B 1; Chauffeur), Ulf-Jürgen Wagner (Fahrer G 1), Heide Pötzl (Telefonistin), Meini Geppert, Michael Klein, Hans Eichleiter, Andrea Jonasson, Günther Ungeheuer, Peter Pasetti, Rolf Didczuhn, Dr. Qualtiero Guidi

1. Eine Minute vor sieben: Eine junge Frau kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Der Fahrer des Unglückswagens, Dr. Cornelius Dehring, erschießt sich nur wenige Stunden nach dem Unfall in seinem Arbeitszimmer. Der hinzugerufene Arzt macht sich seine Gedanken. Warum hat Dr. Dehring Selbstmord begangen, wo ihn doch keinerlei Schuld an dem Unfall traf? Der Arzt erfährt von den besonderen Lebensumständen der zu Tode gekommenen Frau und erkennt, dass die beiden Toten eine gemeinsame Vergangenheit verband …

2. Fein gegen Fein: Dieter Freund ist Rechtsanwalt und bekommt es mit einem äußerst heiklen Fall zu tun. Das befreundete Ehepaar Fein will sich scheiden lassen. Lilly Fein bittet ihn um Rechtsbeistand. Doch auch ihr Ehemann, Rudi Fein, ist mit ihm befreundet und vertraut auf die Dienste des Freundes. Dieter Freund versucht verzweifelt, zwischen den beiden mittlerweile nicht nur emotional, sondern auch räumlich weit voneinander entfernten Eheleuten zu vermitteln. Die Telegramme, Briefe und Postkarten zwischen den dreien werden zum Zeugnis einer erloschenen Liebe. Mittendrin lässt sich der erzählende, stets diskrete Dieter Freund – Theo Lingen selbst in seiner unnachahmlich schnippischen Art – ab und an zu dezenten Anmerkungen hinreißen.

3. Kidnapping: Generaldirektor Feld wird entführt. Die Kidnapper verlangen ein Lösegeld von einer halben Million. Wie in diesen Fällen üblich, droht bei Verständigung der Polizei die Ermordung des Entführten. Die Frau des Generaldirektors treibt allerdings eine weitere Sorge um. Ihr Mann benötigt regelmäßig ein lebenswichtiges Medikament, das es schnellstmöglich zu besorgen gilt. Frau Feld mobilisiert die Mitarbeiter der Firma ihres Mannes und einen Apotheker, denn die Zeit wird immer knapper.


Pidax Hörspiel-Klassiker - Ein Heldenleben (Pierre Boileau und Raymond Narcejac) BR 1981 / pidax 2016Pidax Hörspiel-Klassiker – Ein Heldenleben (Pierre Boileau und Raymond Narcejac) BR 1981 / pidax 2016

BR 1981 / pidax 2016

Regie: Wolf Euba

Bearbeitung: Wolf Euba
Übersetzung: Justus Franz Wittkopp
Musik: Rolf Wilhelm

Mit:
Edgar Selge (Marc Pradier), Anaid Iplicijan (Armande de Chatelus), Markus Eberl (Christophe, ihr Adoptivsohn), Heinz Weiss (Dr. Olivier Pléaux), Benno Hoffmann (Julien; Villar), Ernst Fritz Fürbringer (Mon. Courtin), Renate Grosser (Mme. Courtin; Frau), Dieter Brammer (Redner; Bürgermeister), Joachim Höppner (1. Milizsoldat; 1. Redner), Harald Schreiber (2. Milizsoldat; 2. Redner), Wolf Euba (3. Milizsoldat), Horst Raspe (Milizoffizier), Joachim Striebeck (Michèle), Udo Wachtveitl (Christophe Avesnes), Jaspar von Oertzen (Varèse), Thomas Reiner (Milsant, Politiker), Christoph Lindert (Belleau, Sekretär von Pradier), Claudia Bethge (Concièrge), Antje Wegener, Crowford Auld, Manuel Doepke

Marc Pradier wird als einer der großen Volkshelden Frankreichs gefeiert und steht kurz vor seiner Ernennung zum Erziehungsminister. Doch … ist Pradier wirklich ein Held? Als Kämpfer der Resistance soll er im zweiten Weltkrieg einen Kollaborateur ermordet haben. Jetzt schreibt Pradier einen Brief an seinen Ziehsohn Christophe, ein Geständnis, das erstmals die Wahrheit über die Zeit in der besetzten Provinz erzählt. 13 Jahre zuvor: Marc Pradier ist ein mittelloser Lehrer und lernt Olivier Pléaux kennen, der auf der Abschussliste der Widerständler steht. Marc ist gefangen zwischen beiden Lagern und sieht sich in eine schier ausweglose Lage gedrängt. Er soll den Kollaborateur Pléaux ermorden, dem er allerdings beinahe freundschaftlich zugetan ist. Die unmögliche Situation löst sich fast von selbst und Pradier schweigt über die genauen Umstände. Marc wird zum Helden stilisiert und baut sich nach dem Krieg eine politische Karriere auf. Doch 13 Jahre später holt ihn seine Vergangenheit ein, in Gestalt des untergetauchten Olivier Pléaux.


Schreckmümpfeli - Beste Freundin (Simon Chen) SRF 2011Schreckmümpfeli – Beste Freundin (Simon Chen) SRF 2011

SRF 2011

Regie: Päivi Stalder
Tontechnik: Mirjam Emmenegger

Mit:
Anette Herbst und Franziska von Fischer

Haben Sie sich heute schon geimpft?


Störtebeker (Thomas Tippner) Highscoremusic 2016Störtebeker (Thomas Tippner) Highscoremusic 2016

Highscoremusic 2016

Klaus will nur eins – mit seiner geliebten Frau einen eigenen Hof bestellen.
Sein Jähzorn aber lässt ihn einen Mann schlagen, der sein Leben für immer auf den Kopf stellen kann. Und so muss Klaus fliehen, als er Erik verprügelt, den Sohn des mächtigsten Mannes der Stadt.
Er wird Matrose unter Gödeke Michels und dadurch ein Vitalienbruder.Von nun an gilt nur noch eins – überleben um jeden Preis, denn nicht nur Klaus Vergangenheit versucht ihn einzuholen, auch unter den Piraten gibt es den einen oder anderen, der es nicht ertragen kann, dass Klaus zu einen der besten Freibeuter der Nord- und Ostsee wird.


Sunny Baretta (1) Der Fall der Fälle - Highscoremusic 2016Sunny Baretta (1) Der Fall der Fälle – Highscoremusic 2016

Highscoremusic 2016

Leider liegen uns hier noch keine Angaben zum Inhalt vor.


Vor hundert Jahren - Staffel 1 (Gertrud Lendorff) DRS 1952Vor hundert Jahren – Staffel 1 (Gertrud Lendorff) DRS 1952

DRS 1952

Regie: Hans Hausmann

Mit:
Else Ackerschott (Grossmutter), Gertrud Heffler (Enkelin), Emanuel Suter (Rudolf Wick, reicher Basler Herr), Emmy Hipp (Marie Wick, seine Frau), Elisabeth Witschi (Konstantine, Tochter), Noémie Speiser (Fanny, Tochter), Beatrix Schwabe (Frau «Burgermaischter» Wick), Valerie Steinmann (Anna, deren Dienstmädchen), Hans Haeser (Remigius Sternenberger sen.), Helli Stehle (Trinette Sternenberger, seine Frau), Fritz Schäuffele (Remigius jun., ihr Sohn), Doris Roth (Kätterli, Dienstmädchen bei Sternenberger)

Die Hörspielreihe „Vor hundert Jahren“ spielt in einer Zeit, in der noch Mauern und Tore die Stadt Basel umgaben und Jeder Jeden kannte. Am Horizont begannen sich die Vorboten einer Zeit mit Eisenbahn und Ölbeleuchtung anstelle von Gaslicht zögerlich abzuzeichnen.

Erzählt wird ein Familienschicksal aus dem alten Basel, die Geschichte der Familien Wick und Sternenberger. Es ist nicht so sehr eine vorwärtstreibende, straffe Handlung, die den Reiz des Stückes ausmacht. Vielmehr ist es die Stimmung und Atmosphäre, welche die Autorin vor allem mit dem Mittel der Mundart heraufbeschwört.
Dieser ersten Hörspielreihe folgten bis ins Jahr 1971 noch vier weitere Mehrteiler unter demselben Titel. Die 1900 in Lausen geborene Autorin Gertrud Lendorff (1900-1986) wurde damit in der ganzen Schweiz bekannt.


Wege zur Panik (Norman Lock) WDR 2013Wege zur Panik (Norman Lock) WDR 2013

WDR 2013

Regie: Annette Kurth
Bearbeitung: Heidi Zernig (Übersetzung)

(Hansi Jochmann; Bild: WDR/Sibylle Anneck)
Harriet und Harry versuchen herauszufinden, warum sie in einer neuen, völlig dunklen Wohnung gelandet sind, aus der es offenbar kein Entrinnen gibt. Nach und nach wird deutlich, dass sie gegen „das Böse“ ausgesagt und nun in einer Art Zeugenschutzprogramm eine andere Identität bekommen haben. Aber die Belohnung, die ihnen für ihre mutige Aussage versprochen wurde, ist enttäuschend. Die neue Behausung erscheint ihnen vollkommen sinnlos, ein düsteres Loch ohne erkennbaren Ausgang mit seltenen, aber höchst merkwürdigen Besuchern. Offenbar ist das alles nur das makabre Spiel jener Macht, der sie zu entrinnen glaubten.

hoerspielTIPPs.net:
Ein seltsames Kammerspiel: Ein Ehepaar ist einer vollkommen dunklen Wohnung, die irgendwie keine Grenzen zu kennen scheint. Nicht nur die Protagonisten tappen lange im Dunkeln, auch der Hörer erfährt nur sehr langsam, um was es hier eigentlich geht. Das macht es spannend, allerdings erst sobald man die ersten Aha-Erlebnisse hat, vorher wirkt das ganze sehr wirr. Zudem hätte man aus der sehr guten Ausgangssituation – gerade im Medium Hörspiel – etwas mehr herausholen dürfen.

Die Geschichte bekommt Hand und Fuß, als ein Mann auftaucht, der das restliche Licht ins Dunkel bringt. Da ist man dann allerdings auch schon in der zweiten Hälfte des Hörspiels angelangt. Aber jetzt nimmt die Geschichte auch spürbar Fahrt auf und die Zusammenhänge werden klarer und klarer.

Was die Geschichte insbesondere hochhält ist das sensationell gut besetzte Ensemble. Hansi Jochmann und Hans Czypionka als Ehepaar und Udo Schenk und Santiago Ziesmer als die sie besuchenden Männer erbringen hier allesamt eine mehr als hörenswerte Leistung. Ihnen zuzuhören, tröstet über die lauen Phasen der Geschichte hinweg.

Hörenswert – insbesondere dank einer großartigen Besetzung.


Eine Übersicht über die kommenden Hörspielveröffentlichungen findet ihr hier.

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