Die Hörspielneuheiten: Gruselkabinett, Blankenhorn, Der Mann, der zweimal lebte und mehr

screenshot_0610Die Hörspielneuheiten der letzten Woche. Neben den Neuheiten im Handel findet ihr hier auch die aktuellen Hörspiele zum (kostenlosen) Download.

Bitte beachtet, dass Letztgenannte zum Teil nur befristet zur Verfügung stehen.

Als wir Krieg spielten (Dirk Laucke) WDR 2014Als wir Krieg spielten (Dirk Laucke) WDR 2014

WDR 2014

Regie: Dirk Laucke

Sein Vater war Offizier der Nationalen Volksarmee, den Untergang der DDR hat Laucke in frühester Jugend miterlebt. „Du sollst das Leben leben“, ermahnt ihn seine Lehrerin, aber er spielt lieber – Krieg, mit den Schulfreunden im ehemaligen russischen Militärgebiet. Laucke, der Pazifist, kann einen T55 von einem T54 unterscheiden, einen Leopard 1 von einem Leopard 2, aber er weiß nicht, wie sich Krieg „anfühlt“. Sein Schulfreund Marian ist in die Bundeswehr gegangen und hat Rekruten für den Afghanistan-Einsatz ausgebildet. Ein anderer, Martin, war selbst dort. Als sie sich wiedersehen, fahren sie Panzer und robben durchs Gelände – jedes Spiel verlangt nach Wirklichkeit.

Vorstellung im OhrCast


Benjamin Blümchen (132) Das Seifenkistenrennen () Kiddinx 2016Benjamin Blümchen (132) Das Seifenkistenrennen () Kiddinx 2016

Kiddinx 2016

Otto ist traurig, denn er wurde von seinen Schulkameraden Niklas und Moritz beim Sport als „lahme Ente“ aufgezogen. Benjamin und Stella wollen ihn wieder aufrichten. Da erzählt Karla Kolumna vom Neustädter Seifenkistenrennen und alle wissen, das ist was für Otto! Gemeinsam bauen sie eine Seifenkiste und trainieren fleißig.


Dark Mysteries (12) Poltergeist - Winterzeit 2016Dark Mysteries (12) Poltergeist – Winterzeit 2016

Winterzeit 2016

Mit:
Douglas Welbat, Julia Stoepel, Kerstin Draeger, Johannes Berenz, Holger Löwenberg, Patrick Bach u.a.

Die Kiste war gefüllt mit toten Möwen in unterschiedlichen Stadien der Verwesung. Und was das Schlimmste war: Man hatte die Tiere aufgeschlitzt. Aus den gefiederten Leibern quollen Maden, Würmer und Eingeweide. Voller Todesangst wühlte Brittany eine der noch nicht ausgepackten Kisten auf der Suche nach dem Tränengas durch. Die Laute von unten gaben ihr wenig Hoffnung, dass es Kyle gelungen war das nahende Grauen aufzuhalten. Unerbittlich fräste sich jeder Laut, den die Axt des Mörders produzierte in ihr Unterbewusstsein und stieß ein Tor auf, das seit über fünfzehn Jahren verschlossen gewesen war.


Das letzte Geschenk (Erhard Schmied) WDR 2016Das letzte Geschenk (Erhard Schmied) WDR 2016

WDR 2016

Regie: Christoph Pragua

(Felix Goeser; Bild: WDR/NDR/Cordula Kropke)
Der arbeitslose Elektriker Marc Felbert wird erschossen in seiner Mietwohnung aufgefunden. Der Hausbesitzer, Dr. Ebel, hatte kein besonders gutes Verhältnis zu Felbert.

Die Recherchen ergeben, dass dieser Dr. Ebel als Arzt in dem Altenheim arbeitet, in dem Felberts Vater untergebracht ist. Sein Sohn hatte dort wegen seiner aggressiven Angriffe auf Heimleitung und Personal am Ende Hausverbot. Die Zustände im Heim sind problematisch: zu wenig Personal, zu wenig Zeit für die Pflege, Missbrauch von Beruhigungsmitteln, um die Bewohner ruhig zu stellen usw. Der alte Matti kann davon ein Lied singen, er kennt die beklagenswerten Zustände aus eigener Erfahrung. Allerdings ist er rüstig genug, sich auf seine Weise zur Wehr zu setzen und versorgt den ermittelnden Kommissar mit interessanten Hinweisen.


Der jüngste Tag (Ödön von Horváth) SWR / Kumedi Riegel 2016Der jüngste Tag (Ödön von Horváth) SWR / Kumedi Riegel 2016

SWR / Kumedi Riegel 2016

Regie: Klaus Spürkel

Mit:
Doris Wolters, Cornelia Schmidt, Christoph Hüllstrung, Martin Graff, Rolf Dienewald, Klaus Gülker, Klaus Spürkel u. a.

Ein kleiner Bahnhof in einem kleinen Ort in Süddeutschland zu Dampflokzeiten. Das Personal: Der Stationsvorstand, ein »Hiesiger«, seine Frau, etliches älter als er und »nicht von hier«, nebst ihrem Bruder, der Wirt des Gasthauses, die Tochter des Wirts, die Bedienung, Reisende, Fremde, und natürlich das Dorf, in dem sich alle als »seit jeher von hier« fühlen. Ein ganz normaler kleiner Ort eben. Nun geschieht etwas, was die gewohnte Ordnung durcheinanderbringt: Der pflichtbewusste Stationsvorstand versäumt es, ein Signal für den durchfahrenden Eilzug zu geben. Ein Zugunglück mit Toten und Verletzten ist die Folge. Der von allen geschätzte Stationsvorstand wird verhaftet, kommt aber durch die Falschaussage Annas, der Tochter des Wirts, wieder frei. Ein großes Fest wird gefeiert. Danach sagt seine eigene Frau gegen ihn aus. Die Stimmung beginnt zu kippen, bis eine regelrechte Jagd auf ihn losgeht.


Der Schatz der Nibelungen (Karlheinz Koinegg) WDR 1998Der Schatz der Nibelungen (Karlheinz Koinegg) WDR 1998

WDR 1998

Regie: Klaus-Dieter Pittrich

Mit:
Loki: Horst Bollmann
Pit: Hannes Kathage
Paula: Jana Ruschke
Siegfried: Bodo Primus
Gunter: Rainer Delventhal
Hagen: Matthias Ponnier
Mime: Reinhard Schulat
Alberich: Josef Meinertzhagen
Brünhild: Marianne Rogée
Kriemhild: Karin Buchali
Hulda: Christa Strobel
Gernot: Heinz Baumeister
Giselher: Heinrich HanbitzerKopf: Markus Pfeifer
Vogel 1: Sybille Schedwill
Vogel 2: Silke Linderhaus

Bei ihrer Tour mit einem Ausflugdampfer auf dem Rhein besuchen Pit und Paula den Drachenfels und die Nibelungenhalle. Angesichts des langweiligen Gipsdrachens, den sie dort vorfinden, sind sie zunächst enttäuscht. Aber plötzlich taucht ein merkwürdiges Wesen neben ihnen auf und behauptet, ein Götterbote zu sein. Loki – so nennt sich die kleine Gestalt mit dem Flügelhelm – verkündet obendrein kühn, er sei der beste Freund Siegfrieds gewesen. Siegfried, der heldenhafte Hühne und Drachentöter aus der Nibelungensage? Bevor Pit und Paula überhaupt anfangen können, an diesen Angaben zu zweifeln, befinden sie sich schon in einer abenteuerlichen und vergnüglichen Geschichte und erfahren, was es wirklich mit dem Schatz des Nibelungen auf sich hatte.


D'Gotthardbahn (Paul Steinmann) SRF 2010D’Gotthardbahn (Paul Steinmann) SRF 2010

SRF 2010

Regie: Buschi Luginbühl

Musik: Roland von Flüe

Mit:
Franziska Kohlund (Erzählerin), Walter Sigi Arnold (Wendel Tresch), Heiner Hitz (Xaver Hurter), Yves Raeber (Louis Favre), Michaela Steiger (Hermine Tresch-Imhof), Enzo Scanzi (Luigi Perusso), Jürgen Brügger (Dr. Alfred Escher), Marco Schenardi (Carlo Arnold), Anita Schenardi (Bertha Tresch-Mattli), Andri Schenardi (Jakob Tresch), Sandra Lussmann-Arnold (Barbara Emmenegger)

Nach zehn Jahren Bauzeit durchquerte 1882 der erste Zug den Gotthardtunnel. 134 Jahre später wird am selben Ort wieder gefeiert: die Eröffnung des Gotthard-NEAT-Tunnels. Zu diesem Ereignis wiederholt SRF 1 ein Hörspiel, das ein paar Jahre zuvor zum NEAT-Durchstich live aus Altdorf gesendet wurde.

Das Hörspiel blendet ins 19. Jahrhundert zurück und bringt Licht in den Berg beim Bau des Gotthard-Eisenbahntunnels. Es erzählt wahre und fiktive Geschichten rund um dieses Jahrhundert-Bauwerk und lässt hören, was nötig war, um die Vision eines Alpentunnels durch den Gotthard Wirklichkeit werden zu lassen. Zum Beispiel, wie der Ingenieur Louis Favre vom Eisenbahnkönig Dr. Alfred Escher massiv unter Druck gesetzt wird. Und wie Favre den Druck an seine Arbeiter weitergibt und noch mehr Leistung fordert. Wir erfahren Geschichten der Urner Bevölkerung, die mit fremden Arbeitern und Kulturen konfrontiert wird, und wie sie vom grossen Geldstrom, der dank diesem Bauwerk ins Tal fliesst, profitieren möchte. Und wir erfahren von protestierenden Arbeitern, die von der Urner Polizei zur Arbeit angetrieben werden. – Es sind Einblicke in das alltägliche Leben während des grossen Tunnelbaus vor bald 150 Jahren.

Das Hörspiel «D’Gotthardbahn» wurde am 15. Oktober 2010 LIVE aus dem Hotel «Goldener
Schlüssel» in Altdorf gesendet.


Engel der Erinnerung (Marco Blaauw) SWR / ZKM 2016Engel der Erinnerung (Marco Blaauw) SWR / ZKM 2016

SWR / ZKM 2016

Regie: Marco Blaauw
Musik: Marco Blaauw

Grundlage dieses Hörspiels ist ein Interview, das Marco Blaauw mit seinem Vater (geb. 1928) geführt hat. In diesem Interview ging es um die großen Fragen: um Leben und Tod. Die Antworten des Vaters kristallisierten sich als Zeitporträt einer Generation heraus, deren Erfahrungen und Prägungen ein langes 20. Jahrhundert in seinen geschichtlichen Ereignissen und Verwerfungen überspannen. Geboren in den Jahren der Weltwirtschaftskrise von 1929/30, erlebte Blaauws Vater Armut, Krieg, den starken Einfluss der Religion, den wirtschaftlichen Wiederaufbau, Neujustierungen und abrupte Änderungen der Ethik, Kapitalismus und Überfluss der Nachkriegszeit, die Globalisierung, den Siegeszug neuer Technologien und schließlich die sogenannten sozialen Medien. Direkt nach seiner Geburt war der Vater zu seinen Großeltern gekommen und wurde von diesen aufgezogen. Als dies nicht weiter möglich war, brachten sie ihn in ein Kloster in den Niederlanden. Im Alter von siebzehn Jahren erlernte er in einer Familienschreinerei in jenem Dorf, in dem später sein Sohn Marco Blaauw das Licht der Welt erblicken würde, das Zimmermannshandwerk und wurde schließlich Leichenbestatter. In den O-Tönen spricht Blaauws Vater über den Tod als engen Freund. Seine Beziehung zu ihm ist natürlich und warm. Die Geschichten in »Deathangel« werden chronologisch erzählt, von seinen frühesten Erinnerungen um 1933 bis heute. Die Sprache in diesem Hörspiel ist ein niederländischer Dialekt, der seine Wurzeln im Plattdeutschen hat. Marco Blaauw will mit »Deathangel« Klänge und Wortschätze, die allmählich verblassen, konservieren. Improvisationen, Sound-Processing und Soundscapes stellen dabei das musikalische Gerüst dar.


Erste Erde Epos (13) Stammlinien (Raoul Schrott) BR 2016Erste Erde Epos (13) Stammlinien (Raoul Schrott) BR 2016

BR 2016

Zofia Kalin-Halska, eine emeritierte polnische Zoologin, erzählt aus ihrem Leben: zunächst von ihrem heimlichen Studium unter der deutschen Besatzung, ihrer Teilnahme am Warschauer Aufstand, ihrer Vergewaltigung durch einen Kollaborateur, der Dunkelhaft in einer Einzelzelle und den Folterungen. Sie erklärt dabei analytisch, was an uns – das Raubtiergebiss etwa mit seinen Kiefern und Reißzähnen – von den Reptilien abstammt. Nach dem Krieg nahm sie an einer Expedition teil, die in der Mongolei Saurier ausgrub – um sich selbst jedoch den ersten warmblütigen und nachtaktiven Säugetieren zu widmen, die kaum anders als Ratten waren. Nach dem Fall der Mauer wiederum bereiste sie Yukatan, um den 66 Millionen Jahre alten Einschlagkrater jenes Asteroiden zu sehen, der die Dinosaurier auslöschte und die Säugetiere groß werden ließ, die sich darauf zu ersten, in Bäumen lebenden Affen entwickelten: Ihrer Ernährung von Früchten verdanken wir unseren nach vorne gerichteten Blick und unseren Farbsinn. Beides macht uns aus: reptilienhafte Gewaltbereitschaft und das Haschen nach Süßem.


Gruselkabinett (108) Der Kapitän der Polestar (Arthur Conan Doyle) Titania Medien 2016Gruselkabinett (108) Der Kapitän der Polestar (Arthur Conan Doyle) Titania Medien 2016

Titania Medien 2016

Das Walfänger-Schiff Polestar liegt im Eismeer fest. Unheimliche nächtliche Ereignisse lassen die Mannschaft immer nervöser werden. Hat der Kapitän seinen Verstand verloren?


Gruselkabinett (109) Heimweh (Per McGraup) Titania Medien 2016Gruselkabinett (109) Heimweh (Per McGraup) Titania Medien 2016

Titania Medien 2016

Alwyne und Colin Hargreaves, das Ermittler-Duo aus „Heimgesucht“ und „Heimgekehrt“, reisen in ihrem dritten Abenteuer zu einem Kongress nach Kalifornien. Im Hotel del Coronado kommt ihnen sehr zugute, dass sie bereits weidlich Erfahrung mit Geister-Erscheinungen haben…


John Sinclair (25) Schreie aus der Horror-Gruft (Teil 2/3) (Jason Dark) Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016John Sinclair (25) Schreie aus der Horror-Gruft (Teil 2/3) (Jason Dark) Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016

Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016

“Da sind die zwei”, schrie der Anführer der sechsköpfigen Horde, “schlagt sie tot”. Karel Marek kniete weinend am Boden. Ich packte den jungen Mann an der Schulter und riß ihn herum. Ausdruckslos starrte er mich an. Der Anblick seines sterbenden Vaters hatte ihn bis ins Mark getroffen…


John Sinclair (26) Mein Todesurteil (Teil 3/3) (Jason Dark) Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016John Sinclair (26) Mein Todesurteil (Teil 3/3) (Jason Dark) Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016

Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016

Der Vampir war in die Falle gegangen. Jetzt hockte er in seinem offenen Sarg. Zitternd starrte er auf den Eichenpflock. Karel Marek holte zum tödlichen Stoß aus. “Blutsauger”, schrie Karel, “deine letzte Minute ist gekommen“…


John Sinclair (27) Die Teufelsuhr (Jason Dark) Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016John Sinclair (27) Die Teufelsuhr (Jason Dark) Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016

Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016

In zahlreichen Legenden und Sagen wird berichtet, daß der Teufel in der Hölle lebt. Ich bin jedenfalls der Meinung, daß der Teufel überall lauert. Diese Erfahrung mußte ich machen, als mich ein Fall, der so harmlos begann, nach Wales führte. Denn dort lernte ich eine neue Variante der Hölle kennen. Da hauste der Teufel in einer alten UHR…


John Sinclair (28) Die Hexe vom Hyde-Park (Jason Dark) Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016John Sinclair (28) Die Hexe vom Hyde-Park (Jason Dark) Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016

Tonstudio Braun / Lübbe Audio 2016

“Elisabeth”, brüllte Larissa, “bleib hier, verdammt sei nicht feige!” Elisabeth schwang sich auf den blanken Pferderücken und stob davon. “Verflucht das wird dir noch leid tun,” schrie Larissa. Da traf sie der erste Peitschenhieb des Hexenjägers. “Allen wird es noch leid tun”…


John Sinclair Classics (26) Der Fluch aus dem Dschungel - Lübbe Audio 2016John Sinclair Classics (26) Der Fluch aus dem Dschungel – Lübbe Audio 2016

Lübbe Audio 2016

Die Maske stammt aus einer Epoche, die Jahrhunderte zurückliegt. Gerüchte ranken sich um ihre Zauberkräfte – und um die Macht ihres ursprünglichen Besitzers, des Magiers Ochuko! … Als Sheila Hopkins die Maske in einem Antiquitätenladen in Amsterdam ersteht, ahnt sie nicht, welches Unheil sie heraufbeschwört – und dass Ochukos Diener ihr bereits auf den Fersen sind …!


König F (Robert Messerli) DRS 1970König F (Robert Messerli) DRS 1970

DRS 1970

Regie: Ueli Studer

Musik: Franz David

Mit:
Heinrich Gretler (Fritz Tschümperli), Karen Meffert (Hanna, seine Frau), Jean-Jacques Oehme (Toni Tschümperli), Ellen Widmann (Helene Krattiger), Franz Matter (Karl Krattiger), Jean-Pierre Gerwig (Paul Germann), Silvia Lydi (Frau Germann), Ruedi Walter (Pius Fädli), Inge Hugenschmid (Jocelyne), René Besson (Ruedi Linder), Elisabeth Schnell (Berthe Linder) u.a.

Während der Fussball-EM blendet das SRF-Hörspiel zurück in jene Zeit, als die Sportart schon König, aber rein businesstechnisch noch mausarm war. Es war die selige Zeit der Amateure. Doch die «Tschütteler» galten bereits als Helden, und die Dramen auf und neben dem Platz waren dieselben wie heute.

Hauptfigur des Hörspiels ist ein junges Spielertalent mit dem schönen Schweizer Namen Toni Tschümperli. Der junge Mann erlebt einen kometenhaften Aufstieg. Aber dann sieht sich der naive Balltreter mit den Herausforderungen des frühen Ruhms konfrontiert. Oder wie es passend zur Ursendung 1970 formuliert wurde: «Er rannte in alle offen stehenden Messer, beging alle Jugendsünden eines zu früh Erfolgreichen, glaubte sich gegen die ihm unangenehmen Einflüsse wehren zu müssen, spielte leichtfertig nicht nur mit dem Ball, sondern auch mit den ihm zufliegenden weiblichen Sympathien, verärgerte Reporter, Kollegen, Freundinnen, kurz: dieser Toni Tschümperli arbeitete sich nah an den Rand des Abgrunds. Und Toni wäre auch in den Abgrund gestürzt, wenn… ja, wenn er nicht einen Vater von altem Schrot und Korn und einen echten Freund aus der Schulzeit hätte sein eigen nennen dürfen. Die harte Hand des Einen und das unerschütterliche Vertrauen des Andern halfen ihm, sein Tief zu überwinden und als geläuterter Mensch sich dem neuerlichen Erfolg gewachsen zu zeigen.»

Die sechs Folgen dieser Schweizerischen Hörspiel-Saga mit Retro-Charme bieten auch ein Wiederhören mit den Schauspieler-Legenden der damaligen Zeit: Ellen Widmann, Heinrich Gretler, Ruedi Walter und viele andere. Dazu ist der unvergessliche Jean-Pierre Gerwig in seiner Eigenschaft als Fussball-Reporter zu hören.


Nordlichter (Christina Baron) Bauhaus Universität Weimar 2015Nordlichter (Christina Baron) Bauhaus Universität Weimar 2015

Bauhaus Universität Weimar 2015

Regie: Christina Baron

Mit:
Christina Baron, Gesa Luisa Bering, Ludwig Müller

Vielleicht ist sie der letzte Mensch. Sie weiß es nicht. Sie beschließt sich in einem Radiostudio einzurichten und eine Radiosendung zu machen. Woher kann sie wissen, ob sie gehört wird oder nicht?


Pidax Hörspiel-Klassiker - Blankenhorn  (Uwe Friesel ) NDR 1980-1994 / pidax 2016Pidax Hörspiel-Klassiker – Blankenhorn (Uwe Friesel ) NDR 1980-1994 / pidax 2016

NDR 1980-1994 / pidax 2016

Regie: Hans Rosenhauer

Musik: John O’Brien-Docker

Mit:
Rolf Becker (Guido Blankenhorn), Daniela Ziegler (Gisela, Blankenhorns Freundin), Charles Brauer (Kriminalrat Merseberg), Lieselotte Juliusberg (Eine Dame), Christa Johns-Siegmund (Zweite Dame), Hans Kahlert (Ein Ober), Ursula Gompf (Kellnerin), Manfred Schermutzki (Schorsch), Esther Hausmann (Junge Frau; später Marilyn), Celia Steinbach (Telefonistin), Susanne Schäfer (Sekretärin), Marlen Diekhoff (Katharina Ledermacher), Edgar Bessen (Zöllner), Helga Bammert (Wirtin, Frau Williams), Evelyn Hamann (Frau Loschütz), Jan Fedder (Charly), Peter Lehmbrock (Barkeeper, Humphy), Gerhard Garbers (Chef), Hartmut Kollakowsky (Polizist), Heinz Fabian (Vernehmungsbeamter), Bernd Braun (Wachtmeister im Untersuchungsgefängnis), Ingo Baerow (Lautsprecherstimme im Bahnhof), Manuel Sautter (Gieselas Kind), Andrea Dahmen (Sonja Sautemann), Klaus Höhne (Gerd Sautemann), Charlotte Schellenberg (Wirtin auf Sylt), Horst Keitel (Chef von Blankenhorn), Peter Heeckt (Klassenkamerad), Jutta Wirschaz (Inge), Edgar Hoppe (Robert, Mechaniker), Ingeborg Kallweit (Stimme im Flugzeug), Elvira Plüss (Spaziergängerin), Wolfgang Schimmelpfennig (Schweizer Polizeibeamter), Eva Jaecklin (Schweizer Krankenschwester), Gerhard Lippert (Dr. Dornbichler), Kurt Lambrigger (Gärtner Bertram), Klaus Barner (Brockmann), Uwe Friedrichsen (Lattenkämper), Claudia Rieschel (Gerda T.), Anuk Ens (Elena Lattenkämper), Werner Eichhorn (van Eysen), Angela Schmid (Sekretärin), Carin Abicht (1. Frau), Gaby Blum (2. Frau), Hans Irle (1. Mann), Harald Pages (2. Mann), Gerd Samariter (Ober), Nicolai Hübner (Radiosprecher), Hartmut Uhlemann (Bedienung), Stefanie Grabner (weibl. Stimme)

Eigentlich sollte Guido Blankenhorn Flötist werden. Dann ging er aber zur Hamburger Kriminalpolizei und wurde Kommissar. Bis man ihn als „Nestbeschmutzer“ vorzeitig in Pension schickte, nachdem er ohne Auftrag das vandalenhafte Vorgehen von Kollegen der Schutzpolizei in einer linken Buchhandlung untersucht hatte. Jetzt macht Blankenhorn gezwungenermaßen Urlaub auf Sylt und trifft auf seine Jugendliebe Sonja. Die Gefühle frischen auf, doch Sonja steht vor einem großen Problem: Ihr achtzehnjähriger Sohn ist verschwunden und ihr Mann, ein reicher Getränkemogul, will nicht, dass die Polizei eingeschaltet wird. Also ermittelt Privatier Blankenhorn. In seinem zweiten Fall hat es Blankenhorn mit einem scheinbar lebenden Toten zu tun, dessen verlassenes Kanu am Elbufer an ihm vorbei schippert. Bei seinen Ermittlungen landet Blankenhorn unter anderem im geteilten Berlin. Sein dritter Fall führt den Ex-Kommissar in die schillernde Welt von Künstlern, Scheinkünstlern und anderen, die mit Kunst ihr Geld verdienen. Wobei der Begriff „verdienen“ hier weit gefasst ist.

Vorstellung im OhrCast


Pidax Hörspiel-Klassiker - Der lange Augenblick des Todes (Hubert Wiedfeld) NDR / BR 1983Pidax Hörspiel-Klassiker – Der lange Augenblick des Todes (Hubert Wiedfeld) NDR / BR 1983

NDR / BR 1983

Regie: Hans Gerd Krogmann

Musik: Niels-Fréderic Hoffmann

Mit:
Christoph Quest,
Daniela Ziegler,
Peter Roggisch,
Evelyn Hamann,
Knut Hinz,
Peter Gavajda,
Tom Zahner,
Erla Prollius,
Dietrich Mattausch,
Helmut Gentsch,
Walter Jokisch,
Marlen Diekhoff,
Ursula Dietz,
Christa Johns,
Lutz Mackensy,
Ulli Lohmanns,
Rudolf Beiswanger,
Uwe Michael Wiebking,
Hans Kehlert,
Michael Grimm

Das geordnete Leben des Bankangestellten Kortegast gerät durch ein dramatisches Ereignis völlig aus der Spur. Kortegast ist einziger Zeuge eines tödlichen Verkehrsunfalls mit Fahrerflucht. Ein Mensch wurde vor seinen Augen von einem Auto an einer Hauswand zerquetscht. Die Erinnerung an das schreckliche Erlebnis lässt Kortegast nicht los. Die Polizei ermittelt in diesem Fall nicht gerade mit Feuereifer. Selbst die Identität des Opfers scheint niemanden zu interessieren. Kortegast kann den Unfall nicht auf sich beruhen lassen und ermittelt in Eigenregie. Das verlorene Leben des Opfers muss eine Bedeutung gehabt haben! Er verlässt Familie, Arbeitsplatz und Freunde, um mehr heraus zu finden. Doch damit beginnt für ihn selbst der lange Augenblick des Todes.

Vorstellung im OhrCast


Pidax Hörspiel-Klassiker - Der Mann, der zweimal lebte (Max Ehrlich) NDR/SDR 1994Pidax Hörspiel-Klassiker – Der Mann, der zweimal lebte (Max Ehrlich) NDR/SDR 1994

NDR/SDR 1994

Regie: Norbert Schaeffer

Bearbeitung: Horst H. Vollmer
Musik: Gerd Bessler

Mit:
Erzähler / Jeff Chapin / Peter Proud: Konstantin Graudus
Nora Haines: Ulrike Grote
Marcia Chapin: Susanne Lothar, Ingrid Andrée
Ann Chapin: Susanne Lothar
Ed Donan: Jens Wawrczeck
Charles Tanner: Rudolf Kowalski
Sam Goodmann: Ulrich Faulhaber
Bibliothekarin: Anuk Ens
Elva Carlsen: Karin Rasenack
Verna Bird: Katharina Matz
Hall Bentley: Balduin Baas
Paul Daley: Christoph Schmidt
Alter Mann: Werner Eichhorn
Tennisclubsekretär: Jens Wawrczeck
Archivleiter / Makler: Rudolf Kowalski
Kellnerin: Anuk Ens
Ken Walker: Christoph Schmidt
Portier: Werner Eichhorn
Immobilienmaklerin: Eva Zlonitzky
Dennis Reeves: Franz Josef Steffens

Peter Proud, ein junger Dozent für Indianistik an der Universität von Kalifornien, wird regelmäßig von Alpträumen gepeinigt. Höhepunkt der unheimlichen Traumserie ist dabei das Erlebnis des eigenen gewaltsamen Todes, den er immer auf’s neue durchleiden muß. An diesem Mord ist eine schöne Frau namens Marcia beteiligt, die Proud auf seltsame Weise vertraut erscheint. Bei dem Versuch, sich von seinen quälenden Alpträumen zu befreien, begibt sich Proud auf eine atemberaubende Odyssee: eine Reise nicht allein in die Abgründe seiner Seele, sondern in eine Vergangenheit, die zugleich die Geschichte eines Mannes zu sein scheint, der längst gestorben ist. Die Bilder dieses früheren Lebens, die Proud so häufig überschwemmen, nehmen schlagartig reale Gestalt an, als er im Fernsehen die Szenerie seiner Träume – eine kleine Stadt namens Riverside wiedererkennt.

hoerspielTIPPs.net:
Norbert Schaeffer hat aus der ohnehin guten Vorlage ein gutes Hörspiel machen können, dass eigentlich nur darunter leidet, dass es etwas zu lang geraten ist. Die Geschichte genügt zwar an sich der Spieldauer, allerdings sind einige Punkte für den Hörer zu schnell offensichtlich, dass man sich hier und da ein schnelleres Voranschreiten der Handlung wünschen würde.

Schaeffer hat die Thematik sehr wirkungsvoll in Szene setzen können, Dialoge, Erzählparts, Gedankengänge ist zwar im Text verwoben, wird aber akustisch sehr gut und nachvollziehbar getrennt, so dass die Handlung stets nachvollziehbar bleibt. Er nutzt die Möglichkeiten des Hörspiels perfekt.

Auch bei der Auswahl der Sprecher gibt es keine Missgriffe. Insbesondere Konstantin Graudus verkörpert hier seine Figuren perfekt und lässt den suchenden Peter Proud sehr plastisch wirken.

Ein technisch sehr gelungenes Hörspiel, das vielleicht für einige Hörer nicht immer schnell genug auf den Punkt kommt. Dennoch die Zeit für dieses Hörspiel sollte man sich nehmen!

Vorstellung im OhrCast


Romulus der Große (Friedrich Dürrenmatt) SWF 1956Romulus der Große (Friedrich Dürrenmatt) SWF 1956

SWF 1956

Regie: Franz Peter Wirth

Musik: Otto-Erich Schilling

Mit:
Willi Reichert, Eva M. Meinecke, Karin Schlemmer, Kurt Norgall, Heinz Dr. Eppler, Bruno Sterzenbach, Horst Beck, Karl Lange, Kurt Haars, Hans Mahnke, Karl Renar, Peter Höfer u.a.

In der Komödie Friedrich Dürrenmatts entschließt sich der letzte Kaiser des Römerreichs, das Imperium, das zum Untergang bestimmt ist, nicht gegen die Germanen zu verteidigen. Als die Eroberer Odoaker und Theoderich im Palast erscheinen, finden sich die Staatsmänner, die um der Geschichte willen Todfeinde sein müssten, in ihrem gemeinsamen Interesse an der Hühnerzucht. „Romulus der Große“ ist ein Stück wider das falsche Heldentum, zugleich ein Plädoyer für den Menschen, der den Mut hat, „furchtlos das Richtige“ zu tun.


Rot ist mein Name (Orhan Pamuk) WDR 2005Rot ist mein Name (Orhan Pamuk) WDR 2005

WDR 2005

Regie: Peter Rothin

Bearbeitung: Peter Rothin
Übersetzung: Ingrid Iren
Mit:
Sylvester Groth, Christian Berkel, Maja Schöne, Bernt Hahn, Markus Scheumann, Jürg Löw, Peter Fitz, Peter Davor, Daniel Berger, Matthias Haase, Frauke Poolman, Silke Buchholz

(v.l: Peter Davor, Sylvester Groth, Christian Berkel, Daniel Berger; Bild: WDR/Sibylle Anneck)
Istanbul im Jahre 1591. Der Leichnam des Vergolders Fein Effendi liegt erschlagen auf dem Grunde eines Brunnens und wartet darauf, endlich gefunden zu werden. Kara, der nach zwölf Jahren Abwesenheit wieder nach Istanbul zurückgekehrt ist, wird von seinem Oheim beauftragt, Fein Effendis Verschwinden aufzuklären. Das Verbrechen scheint im Zusammenhang mit einem Auftrag des Sultans zu stehen, der seinen Großillustrator in die Serenissima, nach Venedig gesandt hat. Zehn Buchseiten sollen nach seinem Wunsch entgegen dem islamischen Bilderverbot nach westlichem Stil bemalt werden. In der osmanischen Buchmalerei gilt die Abweichung vom überlieferten Kanon als Blasphemie. Jeder persönliche Stil oder gar die Signatur des Künstlers gilt als Zeichen gottlosen Frevels. So verlässt denn auch der Illustratorenstreit die theologische Perspektive und wird letztlich zur politischen Frage. Die Verzauberung und Brillanz der venezianischen Malerei wird den Hütern der orientalischen Tradition zur Bedrohung, und der alte Meister der Hofwerkstatt spricht die Warnung aus: „Beginnt einer damit, ein Pferd auf andere Art und Weise zu malen, dann wird er auch schnell die Welt auf andere Art und Weise sehen“. Kara ist sich bald sicher, dass der Mörder unter den Buchmalerkollegen des Ermordeten zu finden ist. Aber eigentlich ist Kara wegen einer anderen Sache zurückgekehrt. Er will das Herz der schönen Seküre erobern, der Tochter des ermordeten Buchmalers. „Rot ist mein Name“ ist ein farbenprächtiges orientalisches Märchen, ein spannender Krimi und eine hinreißende Liebesgeschichte zugleich, bei der immer wieder aus islamischer Weltsicht der Blick auf die christliche Zivilisation und damit auch auf die gegenwärtige Spannung zwischen Orient und Okzident gelenkt wird.


Schreckmümpfeli - Born to be wild (Walter Millns) SRF 2016Schreckmümpfeli – Born to be wild (Walter Millns) SRF 2016

SRF 2016

Regie: Mark Ginzler

Mit:
Inga Eickemeier und Lotti Happle

Ausgesummt und ausgebrummt


Sherlock Holmes  (23) Silberblesse - Titania Medien 2016Sherlock Holmes (23) Silberblesse – Titania Medien 2016

Titania Medien 2016

Das Rennpferd Silberblesse verschwindet unter mysteriösen Umständen vor einem wichtigen Rennen. Zurück bleiben ein betäubter Stallbursche und ein Toter im Moor. Kann Sherlock Holmes das hoch dotierte Tier bis zum nächsten Rennen wiederfinden …?


Den kompletten Überblick über alle aktuellen Hörspielneuerscheinungen findet ihr im OhrCast:

Eine Übersicht über die kommenden Hörspielveröffentlichungen findet ihr hier.

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