Die Hörspielneuheiten: Die weiße Lilie, SWING DEI DING und mehr

screenshotDie Hörspielneuheiten der letzten Woche: Neben den Neuheiten im Handel findet ihr hier auch die aktuellen Hörspiele zum (kostenlosen) Download.

Bitte beachtet, dass Letztgenannte zum Teil nur befristet zur Verfügung stehen.

Jesus und die Mühlen von Cölln (Karlheinz Koinegg) WDR 2006Jesus und die Mühlen von Cölln (Karlheinz Koinegg) WDR 2006

WDR 2006

Mit:
Gelber Gast: Wolf-Dietrich Sprenger
Jüngling: Matthias Koeberlin
Maria: Esther Schweins
Josef: Jan-Gregor Kremp
Judas: Jens Wawrczeck
Petrus: Hüseyin Michael Cirpici
Maria Magdalena: Nina Weniger
Molch: Walter Renneisen
Marder: Christian Redl
Jesus: Andreas Pietschmann
Reinhard Schulat, Vittorio Alfieri, Gigi Herr, Simon Roden, Max von der Groeben, Lukas Schreiber, Jesco Wirthgen, Christian Berkel, Heinrich Giskes, Peter Nottmeier, Helmut Krauss, Bernd Kuschmann, u.a.

(Lukas Schreiber als Judas (li), Regisseur Martin Zylka (Mitte), Max von der Groeben als Jesusknabe; Bild: WDR / S. Anneck)
Köln im Mittelalter: Ein rätselhafter Mann in einer gelben Tracht erzählt von Jesus. Der junge Zuhörer kann seinen Ohren kaum trauen. Jesus ist in Köln geboren? Und in einer Mühle am Ufer des Rheins aufgewachsen? Karlheinz Koinegg beweist, dass sich die Geschichte mit Leichtigkeit in eine andere Zeit und an einen anderen Ort versetzen lässt. Von Jesus‘ Geburt, seinen Wundertaten bis zur Auferstehung berichtet er. Doch wer ist der geheimnisvolle Erzähler? Esther Schweins und andere prominente Größen lassen die altbekannte Geschichte neu aufleben und machen sie zu einem unvergesslichen Abenteuer.

hoerspielTIPPs.net:
Karlheinz Koinegg ist ein meisterhafter Hörspielerzähler. Seine Erzählungen umgibt stets ein Flair, das einfach besonders ist.
Diesmal nimmt er sich der Geschichte um Jesus Christus an, die er ins mittelalterliche Köln verlegt. Eine ungewöhnliche Idee, die auf den ersten Blick befremdlich wirkt.
Aber Koinegg gelingt es auch hier wieder, ein erstklassiges Hörspiel zu erstellen. Die Geschichte ist – trotz der Ungewöhnlichkeit – stets glaubhaft dargestellt. Die Übernahmen von Personen und Handlungen gelingen sehr gut und sind stets passend.

Auch die Umsetzung ist eine Wucht. Martin Zylka hat das Hörspiel sehr ansprechend in Szene gesetzt. Einen Großteil der gelungen mittelalterlichen Kulisse macht aber die Musik von Henrik Albrecht aus. Seine Kompositionen sind sehr präsent und unterstützen die Atmosphäre des Stückes deutlich.

Auch die Sprecher sind erstklassig – nicht nur die großen Namen überzeugen, auch bis in die kleinsten Rollen gibt es hier sehr ansprechende Leistungen.

Koineggs Hörspiele haben mir schon immer gut gefallen – ‚Jesus und die Mühlen von Cölln‘ schaffen es aber auf Anhieb auf den ersten Platz. Ein Hörspiel, dass wirklich in allen Bereichen großartig ist: Idee, Umsetzung, Musik, Sprecher – es gibt keinen Aspekt, der ’nur‘ durchschnittlich wäre.

Absolut empfehlenswert!

Vorstellung im OhrCast


SWING DEI DING - Praxis in Sweet Dislocation © (Brigit Kempker) SRF 2016SWING DEI DING – Praxis in Sweet Dislocation © (Brigit Kempker) SRF 2016

SRF 2016

Regie: Birgit Kempker und Claude Pierre Salmony

Mit:
Birgit Kempker, Anita Roy, Anupama Chandrasekhar, Ishita Basu Mallik, Janice Paviat, Prema Revathi, S. Anand, Venkat Raman Singh Shyam, Rahul Soni, Surupa Senn, Bigayni Satpathy, Meena Alexander, Priya Sarukkai Chabria, Aakriti Mandhwani, Marc Hörler

Was erzählen die Dinge über uns, die wir auf unserem Lebensweg mit uns schleppen? Und was erzählen wir selber über uns, wenn wir über sie sprechen und über unsere Beziehung zu ihnen? Die Autorin Birgit Kempker hat Berufskolleginnen und -kollegen aus dem südostasiatischen Raum befragt.

Die Dinge haben viele Funktionen, nicht nur als Hilfsmittel bestimmter Verrichtungen, für die sie geschaffen wurden, sondern auch als Statussymbole, Erinnerungsstücke oder aber auch nur als Zeichen dafür, dass wir Mühe haben herzugeben, wegzuwerfen, loszulassen. Als Birgit Kempker Kolleginnen und Kollegen befragte, zeigte sich, dass wir kaum über die Dinge unseres Lebens sprechen können, ohne uns selber – oft unbeabsichtigt – zu porträtieren. Kempker hat die Recherche während eines Stipendienaufenthaltes in Indien gemacht als eine von zwei europäischen Schriftstellerinnen in einer Gruppe von Kunstschaffenden aus Südostasien. Die Absicht war keinesfalls ein Bild über andere Kulturen, also keine Ethnologie und kein intellektueller Tourismus. Die Gelegenheit des Stipendienaufenthaltes wurde genutzt für die interkulturelle Abklärung einer Frage, die sich uns allen stellt.


Kilroy was here Teil 2 (Robert Weber) SWR 2015Kilroy was here Teil 2 (Robert Weber) SWR 2015

SWR 2015

Regie: Mark Ginzler

Mit:
Martin Rentzsch, Marc Oliver Schulze, Therese Hämer, Johann Jürgens u. a.

(vlnr: Kilroy (Martin Rentzsch), Müller (Johann Jürgens), Juwe (Marc Oliver Schulze), Jankowitz (Therese Hämer); Bild: SWR/Peter A. Schmidt)
Als sich Officer Juwe anlässlich einer Tagung über organisierte Kriminalität in Berlin aufhält, explodieren im Polizeipräsidium und in der frisch bezogenen BND-Zentrale zwei Bomben. Kurz darauf wird in zahlreichen Banken stiller Alarm ausgelöst, gleichzeitig fallen alle Ampeln der Stadt aus und der Verkehr bricht zusammen. Doch dies ist nur das Vorspiel zum größten Coup aller Zeiten, ausgetüftelt von Kilroy, einem kriminellen Superhirn, das seit über achtzig Jahren sein Unwesen treibt. Die Jagd nach Kilroy führt Officer Juwe nicht nur um den halben Globus, sondern auch weit zurück in die Vergangenheit. Aber was haben da Vincis Mona Lisa, die Collagen von Picasso, ein verschlüsseltes Manuskript aus dem 15. Jahrhundert und der älteste Computer der Welt mit Edward Snowden und dem Zusammenbruch des Euro zu tun? Und vor allem: Wer ist Kilroy, und was will er wirklich?

Vorstellung im OhrCast


Europa von weitem (Eran Schaerf / Eva Meyer) BR 1999Europa von weitem (Eran Schaerf / Eva Meyer) BR 1999

BR 1999

Regie: Eran Schaerf / Eva Meyer

Musik: Inge Morgenroth

Mit:
Eva Meyer

In einem Museum soll eine Ausstellung stattfinden mit dem Titel: „Porträts einbalsamierter junger Frauen“. Es werden Frauen gesucht, die in die Rolle der Museumsexponate schlüpfen. Die Darstellerinnen arbeiten sich ein, sie beginnen, eigene Geschichten zu entwickeln, sie ‚werden‘ die dargestellten Personen. Über dieser Debatte verwirrt sich die anfangs reale Situation immer mehr. Es kommt zu unerwarteten Konfrontationen und Widersprüchen zwischen der eigenen Erinnerung und den vorgegebenen Bildern. Die Frauen werden zu Projektionen, die sich zu verschiedenen Zeiten zwischen Amerika und dem Nahen Osten aufhalten und – von weitem – Europa heißen. Doch schon mit der Benennung wird die Grenze zwischen Vorstellung und Wirklichkeit durchlässig. Nun sind sie Medien-Doubles von Europäerinnen, die zwischen ihrer Repräsentation als Frau und ihrer tatsächlichen Existenz wechseln. Bin ich Europäerin oder stelle ich sie dar oder stelle ich dar, wie ich eine darstelle? So aber lässt sich Geschichte nicht erzählen.


Die Weiße Lilie (2) Tödliche Stille Kapitel 2 - EIG 2016Die Weiße Lilie (2) Tödliche Stille Kapitel 2 – EIG 2016

EIG 2016

Regie: Timo Kinzel, Benjamin Oechsle

Mit:
Erzähler: Mark Bremer
Daniel Porter: Martin Sabel
Henry Miles: Stephan Benson
Samuel Haden: Timo Kinzel
Frank Monroe: Holger Mahlich
Carol Nolasco: Sonja Szylowicki
Safi: Jan David Rönfeldt
Joseph: A.S.
Kingsani: Dela Dabulamanzi
Ansager: Robert Levin
Rezeptionsdame: Annika Tenter
Soldat 1: Eugene Boateng
Soldat 2: David Debrah
Carols Begleiter: Wolfgang Riehm
Busfahrer: Fabian Monasterios
Kellnerin: Laura Büssing
Weitere Rollen: Doumbia Mandjou, Moussa Issiaka

In einer spannenden Rückblende wird Daniels Weg durch Goma nachgezeichnet. Nach der Drohung eines anonymen Anrufers macht er sich mit einem mulmigen Gefühl auf den Weg zu seinem Kontaktmann in der Stadt. Dort angekommen, wird seine böse Vorahnung bestätigt…

In Boston beschließt Miles für die Ermittlungen in dem Mordfall eine alte Freundin zu Rate zu ziehen. Die bringt schon bald Licht ins Dunkel, sodass Miles und Sam beginnen, eine heiße Spur zu verfolgen. Doch die Zielperson führt das Ermittler-Duo aufs Glatteis…


Die Räuber von Kardemomme (Thorbjörn Egner) WDR 2009Die Räuber von Kardemomme (Thorbjörn Egner) WDR 2009

WDR 2009

Regie: Frank-Erich Hübner

Bearbeitung: Claudia Kattanek
Musik: Thorbjörn Egner, Wim Wollner

Mit:
Kasper: Gerd Köster
Jesper: Matthias Ponnier
Jonatan: Alexander Wipprecht
Tante Sofie: Gisela Keiner
Sörensen: Volker Niederfahrenhorst
Bastian: Horst Mendroch
Bäcker: Ludger Burmann
Wurstmacher: Reinhard Schulat
Tobias: Klaus Herm
Syverson: Rainer Homann
Silius: Frank Jungermann
ErzählerJürgen Thormann
Remo: Dario Schramm
Tommy: Benny Hogenacker

Kardemomme ist eine sehr kleine Stadt und liegt so weit weg, dass es kaum jemand gibt, der von ihr weiß. Und Kardemomme ist eine ziemlich merkwürdige Stadt. Es geschieht dort vieles, was es anderswo nicht gibt. Vor der Stadt leben drei Räuber, die rauben, was sie gerade gebrauchen können: ein paar Würste, Brot vom Bäcker, mal eine Straßenbahn oder Tante Sofie, damit endlich einmal jemand ihr Haus aufräumt und gründlich putzt. In Kardemomme leben nur fröhliche Menschen, die einander helfen, gerne singen und viel lachen. Das muss ansteckend sein, aber – auch für Räuber?


S'Mündel (Emil Sautter) DRS 1944S’Mündel (Emil Sautter) DRS 1944

DRS 1944

Regie: Hans Bänninger

Mit:
Emil Hegetschweiler als Gottlieb Trümpeler
Else Huber als Bertha seine Frau
Ruth Seger als seine Nichte und Pflegetochter
Hans Grimm als Gemeinderat in Dingswil
Lisa Burkhard als Elise seine Frau
Fritz Scheidegger als Hans sein Sohn
Gody Büchi als Fritz Huber der Rechtsagent
Gustav Gnehm als Rutschmann und Knecht bei Widmer
Lydia Reust als Bäbe die Magd bei Widmer

Schon bei der Uraufführung 1925 im Stadttheater Zürich spielte Emil Hegetschweiler die Hauptrolle des knausrigen Vormunds Trümpeler. In der Hörspiel-Fassung, die 1944 entstand, verkörperte er den spitzbübischen Geizkragen erneut.

Die Schweizer Radio Zeitung verkündete damals: «Eine Liebesgeschichte, in der beide jungen Liebesleute trotz spitzbübischer Machenschaften von Seiten eines geizigen Oheims und eines schurkischen Rechtsagenten, dank eines biedern, kräftig zugreifenden Bauern und Gemeinderates zu dem ihnen vom Schicksal zugewiesenen Ziele gelangen.»

Heute würde man kurz und knapp dazu sagen: «Eine Mundartkommödie in drei Akten über Intrigen, Geiz und ganz viel Liebe»


Den kompletten Überblick über alle aktuellen Hörspielneuerscheinungen findet ihr im OhrCast:

Eine Übersicht über die kommenden Hörspielveröffentlichungen findet ihr hier.

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