Die Hörspielneuheiten: Verschlusssache KI2015, Zukunfts-Chroniken, Ein Känguru wie du und mehr…

Die Hörspielneuheiten der Woche: Neben den Neuheiten im Handel findet ihr hier auch die aktuellen Hörspiele zum (kostenlosen) Download. Bitte beachtet, dass Letztgenannte zum Teil nur befristet zur Verfügung stehen.

Verschlusssache KI2015 (Max von Malotki) WDR 2015Verschlusssache KI2015 (Max von Malotki) WDR 2015

WDR 2015
Regie: Matthias Kapohl

Da die in diesem Hörspiel verwendeten Materialien Gegenstand laufender Ermittlungen sind, ist es dem WDR nicht gestattet, der Öffentlichkeit vorab eine Inhaltsangabe der Sendung zur Verfügung zu stellen. Umfang und Ausgestaltung des Materials unterliegen einer strengen Kontrolle der zuständigen Behörden und werden erst kurz vor der eigentlichen Ausstrahlung einer definitiven Freigabe unterliegen. Hintergrund dieser Maßnahme ist der Schutz der an den Ermittlungen beteiligten Personen, betroffener Technologie und der Öffentlichkeit.


Ein Känguru wie du (Ulrich Hub) mdr / WDR 2015 / Edition Silberfisch 2015Ein Känguru wie du (Ulrich Hub) mdr / WDR 2015 / Edition Silberfisch 2015

mdr / WDR 2015 / Edition Silberfisch 2015
Regie: Steffen Moratz

Musik: Gundolf Nandico
Mit:
Mirco Kreibich, Peter Jordan, Christopher Heisler, Irm Hermann, Michael Klammer

Bist du eigentlich verheiratet? „Nein.“ – Bist du verlobt? „Nein.“ – Dann bist du also Single? „Nein.“ Die Antworten des Dompteurs auf die Fragen von Panther und Tiger lassen nur einen Schluss zu: Ihr Dompteur ist schwul. Warum sind sie nicht eher darauf gekommen? Denn jetzt macht alles Sinn: sein schrilles Kostüm, seine ondulierten Haare. Der kleine Tiger weiß zwar nicht genau, was „schwul“ ist, aber fest steht: Schwul geht gar nicht! Die beiden ziehen ihre Konsequenzen. Sie verweigern die Zusammenarbeit, boykottieren die Generalprobe für ihren großen Auftritt vor der Prinzessin und nehmen kurzerhand Reißaus. Auf ihrer Flucht begegnen sie Django, einem boxenden Känguru, einem echten Kerl. So scheint es zumindest. Panther und Tiger planen schon einen gemeinsamen Auftritt mit Känguru, doch dann trauen sie ihren Ohren nicht, als Django ihnen sagt: „Wer will schon ein schwules Känguru in der Truppe haben?“ Dieser sportliche, coole Typ und schwul? Da müssen beide erst mal umdenken. Und es ist nicht die letzte Überraschung, die sie erwartet, denn am Ende ist vieles anders als gedacht.


Der goldene Kompass (Philip Pullman) NDR 2004 / Hörbuch Hamburg 2015Der goldene Kompass (Philip Pullman) NDR 2004 / Hörbuch Hamburg 2015

NDR 2004 / Hörbuch Hamburg 2015
Regie: Achim Schmidt-Carstens

Bearbeitung: Wolfgang Ströle, Andrea Kann (Übersetzung)
Musik: Rainer Bielefeldt, Robert Neumann
Mit:
Erzähler: Jürgen Thormann
Lyra: Kelly Darboven
Pantalaimon: Jens Wawrczeck
Lord Asriel: Douglas Welbat
Mrs. Coulter: Meike Harten
Farder Coram: Carl-Ulrich Meves
John Faa: Dietmar Mues
Iorek Byrnison: Ben Hecker
Lee Scoresby/Iofur Raknison: Lutz Mackensy
Serafina Pekkala/Adele Starminster: Christine Pappert
Dr. Lanselius, Rektor: Henning Venske
Father Heyst/Lord Boreal/Gänsedämon: Hermann Lause
Ma Costa: Uta Stammer
Tony Costa: Matthias Klimsa
Prof. Docker/Jerry/Mann mit Zylinder: Peter Kaempfe
Thorold/Bibliothekar: Günter Kütemeyer
Mrs. Lonsdale/Schwester Betty: Ursula Hinrichs
Dame Hannah/Schwester Clara: Sabine Hahn
Jotham Santelia: Gerlach Fiedler
Roger: Ben Bosse
Bridget: Joana Thinius
Annie: Nina Schmidt-Carstens
Bella: Malú Schmidt-Carstens
Samojede: Achim Schmidt-Carstens
Billy Costa: Tom Rummler
Tony Markarios: Kai Roßnagel
Hase: Ilka Bartels
Adam Stefanski: Jörgpeter Ahlers

Die Geschichte beginnt in Oxford in einer Welt, die der unseren ähnlich ist. Hier wächst das wissbegierige Mädchen Lyra in einem College auf, umgeben von Wissenschaftlern und unter der strengen Obhut ihres Onkels, Lord Asriel. Wie jeder Mensch hat Lyra einen Dämon, eine Art zweites Ich in Tiergestalt, von dem sie sich nie trennen würde. Lyras gewohntes Leben gerät aus den Fugen, als sie zufällig die Vorbereitung zu einem Mord miterlebt und das Verbrechen in letzter Sekunde verhindert. Unheimliche Fragen bedrängen sie nun: Warum will Lord Asriel unbedingt in den Norden reisen? Welches Ziel verfolgt die ehrgeizige Wissenschaftlerin Mrs. Coulter, die um Lyras Zuneigung wirbt? Und vor allem: Weshalb verschwinden aus der Gegend um Oxford immer wieder Kinder armer Leute? Stecken Kidnapper dahinter? Lyra weiß, dass die Antwort im Norden liegt. Bei ihrer Reise ins Polargebiet kommt sie Schritt für Schritt einem düsteren Geheimnis auf die Spur. Nur gut, dass sie von einem gepanzerten Eisbären und der mächtigen Hexe des Nordens beschützt wird. Doch auch deren Macht ist nicht unbegrenzt. Löwenmutig und mit einer Klugheit, die ihr die Erwachsenen nicht zutrauen, bewältigt Lyra ein Abenteuer auf Leben und Tod.


Zukunfts-Chroniken (3) Das Auge des Phönix - Hörspielprojekt 2015Zukunfts-Chroniken (3) Das Auge des Phönix – Hörspielprojekt 2015

Hörspielprojekt 2015

PREMIERE AM 30. OKTOBER 2015, 20 UHR BEIM HOERSPIELPROJEKT

Die Zukunfts-Chroniken. Bisher wurden sie noch nicht niedergeschrieben, aber wir alle nähren diese Zeilen. Heute, hier und an anderen Orten. Die Zukunfts kann beginnen…

Phönix, so nennt man die junge Frau, die im Krieg nicht nur ihr Auge verloren hat, sondern auch ihre Ideale. Die Beschaffung künstlicher Organe ist ihr Geschäft… mit allen Mitteln. Doch dann wird sie selber zur Gejagten.

Vorstellung im OhrCast


Anders (Andreas Steinhöfel) WDR 2015Anders (Andreas Steinhöfel) WDR 2015

WDR 2015
Regie: Angeli Backhausen
Bearbeitung: Karlheinz Koinegg

(Felix (Valentin Steffen), Nisse (Leon Vladimir Aubrecht) und Ben (Carl Philipp Benzschawel); Bild: WDR/Sibylle Anneck)
263 Tage liegt der zwölfjährige Felix nach einem Unfall im Koma. Als er daraus erwacht, ist alles anders – vor allem Felix selbst, der sich von nun an „Anders“ nennt. Schon bald entdecken seine Eltern und Freunde, dass mit „Anders“ eine rätselhafte Verwandlung stattgefunden hat. Nicht nur, dass er sein gesamtes vorheriges Leben vergessen zu haben scheint. Nach sei-nem Unfall kann er auch Gedanken lesen und Gefühle sehen, und manch-mal scheint er ein geheimnisvolles Leuchten auszustrahlen, so als käme er aus einer anderen Welt. Wer ist dieser Junge namens „Anders“? Ein eiskalter Teufel, ein rettender Engel oder gar das bleiche Nixenkind, das seit hunderten von Jahren in der Nixengrube am Fluss sein unheimliches Wesen treibt? Was verbergen seine Freunde Ben und Nisse? Was hat Romy, das traumatisierte Huhn, damit zu tun? Und wer knackt das Codewort auf Anders’ Laptop, der nicht nur ein finsteres Geheimnis birgt, sondern auch die Lösung des Rätsels verspricht …


Schlange und Regenbogen (Wade Davis) WDR 2015Schlange und Regenbogen (Wade Davis) WDR 2015

WDR 2015
Regie: Anette Kurth

(Wanja Mues; Bild: WDR/Sascha von Donat)
Der junge Ethnobiologe Wade Davis wird von seinem Professor nach Haiti geschickt, um das „Zombiegift“ zu finden – ein Gift, das Menschen in einen todesähnlichen Schlaf versetzt und nach dem Aufwachen zu willenlosen Sklaven macht. Allerdings findet Wade schnell heraus, dass das Gift nicht ohne den „Bokor“, den dunklen Voodoo- Zauberer, wirkt. Wade taucht tief in die Welt des Voodoo ein. Aber die haitianischen Geheimgesellschaften dulden keine Eindringlinge …


Der Zaun von Melilla (Patrick Batarilo) SWR 2015Der Zaun von Melilla (Patrick Batarilo) SWR 2015

SWR 2015
Regie: Alexander Schumacher

In Melilla, einer spanischen Enklave im Norden Marokkos, trennt ein sechs Meter hoher Zaun Europa von Afrika. Ganz in der Nähe verstecken sich Tausende von Menschen, die vor allem aus Ländern südlich der Sahara geflohen sind und nach Europa gelangen wollen. Oft leben sie monatelang im Wald – bis ihnen Schlepper oder Informanten einen günstigen Zeitpunkt nennen, um den Zaun zu überwinden. Dann rennen sie, mit Holzlatten und Leitern bewehrt, zu Hunderten auf die Grenze zu. Oscar und Laetitia, zwei westafrikanische Flüchtlinge, haben es über den Zaun geschafft. Doch statt in ein Auffanglager wird Laetitia von zwei spanischen Grenzpolizisten in einen abgelegenen Hinterhof gebracht und dort verhört: Die beiden Polizisten haben anderes mit ihr vor.


Düsse Petersens (20) Russische Mafia (Hans Helge Ott) RB / NDR 2015Düsse Petersens (20) Russische Mafia (Hans Helge Ott) RB / NDR 2015

RB / NDR 2015
Regie: Hans Helge Ott
Musik: Serge Weber

Ganz ungewollt hört Opa Hermann ein Gespräch zwischen dem neuen Nachbarn Hansen und einem gebrochen Deutsch sprechenden Besucher mit. Er spürt gleich, dass das Hansen gar nicht so recht ist. Als der dann plötzlich bei ihm klingelt, kann Opa sich schon vorstellen, was jetzt auf ihn zukommt! Und richtig, Hansen macht ihm einen Vorschlag, den er nur schwer ablehnen kann!


Meeresrauschen 3.2. (Johannes Gelich) SWR 2015Meeresrauschen 3.2. (Johannes Gelich) SWR 2015

SWR 2015
Regie: Günter Maurer
Musik: Matthias Schneider-Hollek

(V.l.n.r. Tom (Daniel Friedl), Jacqueline Hanold (Ragna Guderian), Michelle (Susanne Theil), Rainer Hanold (Reinhold Weiser); Bild: SWR/Alexander Kluge)
»Eigentlich begann alles aus dem Ruder zu laufen, als die Weidenkamps auftauchten. Das heißt, Mama kriegte sich nicht mehr ein, wegen der kleinen Schweinerei, die sie in ihrem Schlafzimmer aufgeführt haben. Sie wäre am liebsten nach oben gelaufen, um denen ihre Meinung zu sagen, aber das ging ja nicht, da wären wir ja alle aufgeflogen. Den Papa nervten ganz andere Dinge, zum Beispiel Woolfi, der Hund. Ohne Woolfi und die Weidenkamps wäre alles glatt gegangen, vermute ich mal, aber da kommen dann doch wieder die Außenreize ins Spiel, das heißt, die anderen; irgendwie gibt es sogar auf diesem engen Raum etwas, das du nicht kontrollieren kannst. Ich würde gerne mal wissen, wie dieses Gesetz lautet, ich meine, es muss ein Naturgesetz geben, und wenn es nicht Woolfi oder die Weidenkamps gewesen wären, dann wäre es etwas anderes gewesen, dann wäre Michelle krank geworden oder ich, ich behaupte mal, das ist ein Naturgesetz, dass irgendetwas aus dem Ruder laufen muss.« Alle fahren in die Karibik, nur den Hanolds reicht das Geld nicht. Dieser Schande will sich die Familie nicht aussetzen. Also verreisen. Aber wie denn, ohne Geld? Um der Häme der prahlerischen Nachbarn zu entgehen, entsteht die Idee zu einem außergewöhnlichen Projekt: Im Keller Urlaub machen, mal was anderes, denkt sich die Familie Hanold und startet ihr kleines Experiment. Und eigentlich ist der Plan perfekt: Die Nachbarn merken nichts, man spart Geld, und das Urlaubsfeeling schafft man sich mithilfe von Sauna-Wärme und virtuellem Meeresrauschen. Mit Internetverbindung und Proviant müssten sich die zwei Wochen im Keller doch aushalten lassen. Aber was als stimmungsvoller Ausflug ins eigene Untergeschoss beginnt, mündet in eine schrille Urlaubstragödie. Für Sohn Tom wird das Projekt schnell zum gefährlichen Experiment, für den Vater zur erniedrigenden Hölle. Angespornt vom exzessiven Alkoholkonsum bedroht er seine Familie mit einem Gewehr, bis Tochter Michelle der zunehmend ausweglosen Kellersituation zu entfliehen versucht.


Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman (Laurence Sterne) BR 2015 / der hörverlagLeben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman (Laurence Sterne) BR 2015 / der hörverlag

BR 2015 / der hörverlag
Regie: Karl Bruckmaier

Bearbeitung: Karl Bruckmaier
Übersetzung: Michael Walter
Musik: Robert Forster, Rober Coyne, Chris Cutler
Mit:
Stefan Merki, Peter Fricke, Anna Drexler, Hans Kremer u. v. a.

Dieses Buch beginnt mit der liebevoll und langwierig geschilderten Zeugung Tristram Shandys und endet vier Jahre vor dessen Geburt – der Rest sind Abschweifungen: Es geht hier um das Aufziehen von Uhren, die Bedeutung von Vornamen, von Nasen und Brüsten, um Festungsbau, Beschneidung, Hebammen, Ärzte, die Liebe, Witwen, den gerechten Krieg, Verwundungen, Zangengeburt, Knopflöcher, Schlüssellöcher und vieles mehr, was auch heutige Hörer interessieren dürfte. Vor allem wenn es so charmant, klug und lustig daherkommt wie dieses Meisterwerk der englischen Literatur, das wie fürs Hören gemacht ist – sind wir nicht alle ein bisschen Tristram Shandy?


Eine Deutsche in Paris (Claire Goll) WDR 2008Eine Deutsche in Paris (Claire Goll) WDR 2008

WDR 2008
Regie: Uwe Schareck

Bearbeitung: Uwe Schareck
Mit:
Constanze Becker, Sebastian Rudolph, Fabian Hinrichs, Jürg Löw u. a.

(Sebastian Rudolph und Constanze Becker; Bild: WDR/Sibylle Anneck)
Die 21-jährige Erika flieht vor der Heirat mit einem Deutschen nach Paris, um dort ihrer Leidenschaft nachzugehen: der Malerei. Hier lernt sie den Medizinstudenten Jacques Narval kennen und verliebt sich in ihn. Doch die Liebe zu Jacques ist keine einfache. Er begegnet ihren Empfindungen mit Gleichgültigkeit und lässt eine Beziehung nur eingeschränkt zu. Erika leidet darunter, will ihn aber nicht zu Gefühlsäußerungen drängen. Aus Angst, ihn seiner Freiheit zu berauben und ihn dadurch zu verlieren, verschweigt sie ihm, dass sie ein Kind von ihm erwartet. In ihrer Verzweiflung verlässt sie Jacques und lässt auch Paris hinter sich.


Mit heiler Haut - Der wilde Westen (Celine Minard) WDR 2015Mit heiler Haut – Der wilde Westen (Celine Minard) WDR 2015

WDR 2015
Regie: Christian Wittmann, Georg Falk-Huber
Bearbeitung: Christian Wittmann, Georg Falk-Huber
Musik: Georg Falk-Huber

(Ronald Zehrfeld; Bild: WDR/Claudia Klein Photography)
Der Wilde Westen. Menschen auf der Reise durch die Great Plains, auf der Suche nach Heimat, nach einem neuen Leben. Ohne voneinander zu wissen, steuern sie alle auf einen Punkt zu, auf die noch namenlose Stadt, die gerade erst entsteht. Es ist ein Ringen um Zivilisation inmitten einer bedrohlichen Naturlandschaft, an der Nahtstelle zweier Epochen. Natur, Schamanismus und gesetzlose Gewalt stehen dem Anfang der Moderne mit Unternehmertum, Gewaltenteilung und Industrialisierung gegenüber. Ein Kampf zwischen Freiheit und Anpassung, zwischen Individualismus und Gemeinschaft. Der Urkonflikt des modernen Menschen. Ein musikalisches, radiophones und humorvolles Western-Gemälde, das den heldenhaften Nihilismus des New-Hollywood-Cinemas und die ironische Brechung des Spaghettiwesterns zitiert. Mit Helden und Schurken und Showdown und allem, was ein richtiger Western so braucht.


Der Gärtner (Urs Widmer) DRS 2002Der Gärtner (Urs Widmer) DRS 2002

DRS 2002
Regie: Geri Dillier

Mit:
Hanspeter Müller-Drossaart, Renate Müller

Die schauerlich schröckliche Geschichte vom schönen Gärtner und vom geilen Biest


sich abarbeiten (Björn SC Deigner) SWR 2012sich abarbeiten (Björn SC Deigner) SWR 2012

SWR 2012

(Sophie Rois; Bild: SWR/Frank Stiller)
Das Hörspiel „sich abarbeiten“ begibt sich in das Innenleben eines Mannes, der am Wendepunkt seines Lebens angekommen ist. Er ist Aufsteiger und Familienvater. Er hat sein Leben nach dem Job ausgerichtet; er ist Karrierist und ein Besserverdiener, für den beruflicher Erfolg den eigenen Wert definiert. Zugleich aber scheint sein Leben vom Absturz bedroht: Mit einem Mal wird das eigne Leben ihm fremd, es zeiht an ihm wie vorbei, er verliert sich in den gewohnten Arbeitsabläufe, löst sich auf und die Grenzen zwischen Arbeit und Mensch verschwimmen. Am Ende steht die Frage: Was bleibt, wenn ein Mann und Vater alles richtig gemacht hat und dennoch falsch liegt? Gleich einem Traumgeschehen wird parallel die Geschichte einer Fabrik erzählt, die unzählige Arbeiter mit dem Ausstoß enormer Papiermassen beschäftigt.

Formal ist „sich abarbeiten“ als Hörspiel für drei Stimmen gebaut, die als Alter Ego des Protagonisten in einer rhythmischen Polyphonie seine Geschichte erzählen. Dabei entstehen Dialoge und monologische Partien, die sie kommentieren, in Frage stellen, zuspitzen und so multiperspektivisch ihre eigene Wahrheit erzeugen. Björn SC Deigner


Ich setze die Wahrheit über die Schönheit ‒ Der Hodler und die Hodlerquartette (Ruedi Häusermann) SRF 2012Ich setze die Wahrheit über die Schönheit ‒ Der Hodler und die Hodlerquartette (Ruedi Häusermann) SRF 2012

SRF 2012
Regie: Ruedi Häusermann

Musik: Ruedi Häusermann
Mit:
Sara Hubrich (Violine und Gesang)
Benedikt Bindewald (Viola und Gesang)
Josa Gerhard (Viola und Gesang)
Christoph Hampe (Violoncello)
Martin Birnstiel (Violoncello und Gesang)
Hans Rudolf Twerenbold (Sprache)

Ferdinand Hodler (1853 – 1918) gilt als einer der wichtigsten Maler der Schweiz. Hodler hat berauschend schöne Landschaften von extremer farblicher und formaler Intensität geschaffen, ohne die bestimmte Entwicklungen der modernen Malerei kaum möglich gewesen wären. Seine Darstellungen des menschlichen Sterbens gehören zu den komplexesten in der Geschichte der Kunst und seine zahlreichen Selbstporträts zeugen von einer fortlaufenden, künstlerischen wie persönlichen Selbstbefragung. Es sind diese weniger bekannten Seiten des Malers, die Ruedi Häusermann musikalisch und sprachlich umkreist, um so Hodler und sein Spätwerk auf poetische und humorvolle Art hörbar zu machen.
«Ich setze die Wahrheit über die Schönheit», hat Hodler über sich selbst gesagt und auch Häusermann geht es darum, das dem jeweiligen Werk Eigene erfahrbar zu machen: «Der Motor ist immer, eine eigene Welt zu platzieren, und wenn ich um jemanden kreise, ist es für mich wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, eine Umgebung, in der ihm dann der rote Teppich ausgerollt werden kann.»
Das Hörstück basiert auf der Theaterproduktion «Der Hodler», die im April 2010 am Schauspielhaus Zürich Premiere hatte. Die Texte stammen von Peter Bichsel, C. A. Loosli, Robert Walser und Ferdinand Hodler.


Den kompletten Überblick über alle aktuellen Hörspielneuerscheinungen findet ihr im OhrCast:

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