Die Hörspielneuheiten der Woche: Gespenster-Krimis, Paul Browski, Rick Future und mehr

Die Hörspielneuheiten der letzten drei Wochen: Neben den Neuheiten im Handel findet ihr hier auch die aktuellen Hörspiele zum kostenlosen Download. Bitte beachtet, dass Letztgenannte zum Teil nur befristet zur Verfügung stehen.

Neu im Handel:

Gespenster-Krimi (1) Mörderbäume Gespenster-Krimi (1) Mörderbäume

von Earl Warren

Contendo Media 2015

Bearbeitung: Markus Topf

In den schottischen Grampian-Mountains reißen die Vermisstenfälle nicht ab. Seit Jahren verschwinden dort Touristen und Reisende auf rätselhafte Weise so auch der Bruder der Journalistin Vera Lorrimer. Die junge Frau macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Mauer des Schweigens.Die Bewohner der kleinen Ortschaft Killamy hüten offenbar ein schreckliches Geheimnis. Als die Bäume des Geisterwalds zu mörderischem Leben erwachen, muss sich Vera dunklen Mächten stellen!

Verschoben auf den 16. Januar 2015!


Gespenster-Krimi (2) Teufelstochter Gespenster-Krimi (2) Teufelstochter

von Markus Topf

Contendo Media 2015

Seit Anbeginn der Zeit sorgt ein Dämon im Auftrag des Teufels für Nachschub im Höllenfeuer. Diese Kreatur, die sich von den Sünden der Menschen ernährt, schlüpft in den Körper der jungen Anna Kronberg und zieht eine schreckliche Blutspur hinter sich her. Die Polizei ist mit der grausamen Mordserie vollkommen überfordert. Tim Peters und die übernatürlich begabte Elvira stellen sich der Teufelsbrut zum alles entscheidenden Kampf. Das Schicksal der gesamten Menschheit steht auf dem Spiel!

Verschoben auf den 23. Januar 2015!

 


Elbfälle (2) Kiez, Drugs & Rock'n Roll Elbfälle (2) Kiez, Drugs & Rock’n Roll

mermaid media 2014

Hamburg friert. Ein grauer, kalter Winterabend legt sich auf die Stadt an der Elbe. Die Lichter im Hafen kämpfen sich durch die feuchten Nebelmassen und die hereinbrechende Dämmerung, die Schiffe bereiten sich auf eine frostige Nacht vor.
Plötzlich fallen Schüsse an den Landungsbrücken, ein junger Mann bricht getroffen zusammen. Wollte er wirklich aussteigen aus seinem Job als Drogenkurier oder sollte dem Privatermittler Ben Sprenger und seiner Praktikantin Lilli Hansen eine Falle gestellt werden?
In einem schweren Burnout hat Kommissar Ben Sprenger seinen Dienst und seine Ehe quittiert und ist untergetaucht. Nur seine engsten Freunde wissen, dass er nun in einem Schrebergarten im Süden Hamburgs lebt, sich als Privatermittler durchschlägt und gegen seine Depressionen kämpft.
Sein 2. Fall als Detektiv führt Sprenger mit Lilli direkt ins Hamburger Nachtleben auf dem Kiez. Die Ermittlungen in Olivias Show-Bar werden ihm trotz der frostigen Temperaturen jedoch schnell zu heiß, und auch bei seiner Ex-Kollegin Julika Baum hinterlässt er verbrannte Erde.
Als Lilli entführt wird, müssen die ehemaligen Kollegen jedoch zusammen arbeiten und die Vergangenheit ruhen lassen…


Lady Bedfort (78) Lady Bedfort und die Schreie im Nebel Lady Bedfort (78) Lady Bedfort und die Schreie im Nebel

Hörplanet 2015
Regie: Dennis Rohling und Michael Eickhorst

Mit:
Lady Bedfort: Isabella Grothe
Max: Dennis Rohling
Inspektor Miller: Santiago Ziesmer
Inspektor Gomery: Bodo Wolf
Raul Bannister: Michael Pan
Peter Cheltham: Björn Schalla
Evelyn French: Anja Stadlober
Mario Cassini: Sascha Gluth
Helen Harrows: Philine Peters-Arnolds

Langsam gleitet die Fähre mit Lady Bedort und Max an Bord durch die Nacht, als plötzlich ein Schrei die Passagiere der -Little Heartbreaker- aufschreckt. Eine Frau hat offenbar im Nebel die Orientierung verloren und ist ins Wasser gestürzt. Als ihre Leiche geborgen wird, steht jedoch schnell fest, dass es kein Unfall war – sie wurde erstochen! Doch dann erlebt Lady Bedfort eine noch viel größere Überraschung, als herauskommt, um wen es sich bei der Toten in Wirklichkeit handelt…


Lady Bedfort (79) Lady Bedfort und die Redcap-Morde Lady Bedfort (79) Lady Bedfort und die Redcap-Morde

Hörplanet 2015
Regie: Dennis Rohling und Michael Eickhorst

Mit:
Lady Bedfort: Isabella Grothe
Max: Dennis Rohling
Professor Portman: Bert Franzke
Inspektor Miller: Santiago Ziesmer
Inspektor Gomery: Bodo Wolf
Ron Upton: Freimut Götsch
Gillian Cobb: Sarah Riedel
Richard Kingsbury: Frank-Otto Schenk
Warren Delano: Rainer Doering
Shawn Garrett: Stefan Fredrich

Max möchte nur den Diebstahl seines Fahrrads melden, doch dann bricht vor seinen Augen ein Mann tot zusammen – direkt vor dem Polizeirevier. Shawn Garrett war auf dem Weg dorthin, um den Inspektoren wichtige Informationen zu einem Verbrechen zu liefern. Doch zu welchem? Und wer hat ihn daran gehindert? Lady Bedfort ermittelt und stößt dabei auf einen 30 Jahre alten Mordfall…


Benjamin Blümchen (128) Benjamin Blümchen und die Schnitzeljagd Benjamin Blümchen (128) Benjamin Blümchen und die Schnitzeljagd

kiddinx 2015
Heute findet im Zoo ein Kinderfest mit Schnitzeljagd statt. Herr Tierlieb und Wärter Karl haben alles vorbereitet. Benjamin tritt mit einer Gruppe Kinder gegen Stella, Otto und deren Team an. Die Jagd führt durch Neustadt, es gibt viele Stationen mit zu lösenden Aufgaben. Leider stören Unbekannte den Spaß. Wer kann das nur sein?


Bibi Blocksberg (113) Die Hexenprüfung Bibi Blocksberg (113) Die Hexenprüfung

kiddinx 2015

Bibi und Xenia haben für den Mittleren Hexabschluss gebüffelt. Bei dieser Hexprüfung darf alles aus der ersten Hälfte des Hexbuchs abgefragt werden. Ihre Lehrerin Mania darf die Prüfung aber nicht abnehmen. Das übernimmt eine strenge Prüferin vom Hexschulamt: Akkurata. Und die macht es den beiden alles andere als leicht. Ob sie es dennoch schaffen?


Prinzessin Emmy und ihre Pferde (7) Der Prinzessinnen-TagPrinzessin Emmy und ihre Pferde (7) Der Prinzessinnen-Tag

kiddinx 2015

Prinzessin Emmy will die Tradition des Prinzessinnen-Tags aufleben lassen. An diesem Tag wird die Prinzessin von Kandis herausgeputzt und von morgens bis abends von den Bewohnern gefeiert. Doch leider benötigt man dafür das Abzeichen für prinzessinnenhaftes Betragen in Bronze. Und das gibt es nur nach einer Prüfung. Für diese muss sie nun fleißig üben. Ihre Pferde Sunny und Xaver helfen Emmy dabei.

 


Neues zum Download:

 Paul Browski und die Monotonie des Yeh-Yeh-Yeh Paul Browski und die Monotonie des Yeh-Yeh-Yeh

von Christian Berner und Frank Schültge

SWR 2014

Paul Browski, gentrifizierungsgebeutelter Privatdetektiv aus Neukölln, hat endlich einen lukrativen Fall an Land gezogen: Er soll einen Vermissten finden, der in der Lage ist, jede Gestalt anzunehmen. Doch bevor Browski mit der Suche so richtig loslegen kann, katapultiert er sich beim Flippern versehentlich ins Ostberlin von 1966 und gerät prompt ins Visier der Staatsmacht. Gefesselt neben einer Hippiefrau findet er sich im Zentrum des Bösen wieder. Doch welches Spiel treibt das Meerschweinchen mit Pudelmütze, das plötzlich auftaucht, und was hat das alles mit dem Monster von Magdeburg zu tun, das Kurs auf die Hauptstadt der DDR genommen hat?


 Die Ästhetik des Widerstands Die Ästhetik des Widerstands

von Peter Weiss

BR/WDR 2007
Regie: Karl Bruckmaier
Bearbeitung: Karl Bruckmaier
Musik: David Grubbs

Mit:
Robert Stadlober, Peter Fricke, Rüdiger Vogler, Michael Troger, Helga Fellerer, Ulrich Frank, Paul Herwig, Helmut Stange, Christian Friedel, Stephan Zinner, Katharina Schubert, Sabine Kastius, Susanne-Marie Wrage, Hanns Zischler, Jochen Striebeck, Wolfgang Hinze, Jule Ronstedt

Die Ästhetik des Widerstands, das in den Jahren von 1971 bis 1981 entstandene erzählerische Hauptwerk des Schriftstellers Peter Weiss, gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Romanen der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts. Im Zentrum des fast eintausend Seiten umfassenden Triptychons, das die Geschichte des Scheiterns sozialistischer Ideale und Kämpfe und das Ausgeliefertsein des Individuums in totalitären Zeiten abbildet, steht die Person eines fiktiven deutschen Widerstandskämpfers. Dieser Ich-Erzähler verlässt als Jugendlicher 1937 Berlin und gelangt über die Tschechoslowakei, Spanien und Paris nach Schweden. Da wie dort wird er Zeuge der Widerstandskämpfe gegen Nazideutschland und der Machtkämpfe innerhalb der Kommunistischen Partei. „Wer ist dieses Ich? Ich selbst bin es.“ Der namenlose Protagonist ist in vielen Details dem Autor nachgebildet. Er gibt Weiss Gelegenheit, durch seine literarische Trauer- und Erinnerungsarbeit eine sprachmächtige Aufarbeitung eines historisch entscheidenden Jahrzehnts in der Auseinandersetzung der Ideologien zu liefern.
Am Ende steht der Fall des Faschismus, gleichzeitig entwerten sich aber auch die Utopien der europäischen Linken im sowjetischen Personenkult und in der weltanschaulichen Zerrissenheit der Arbeiterparteien. Darüber hinaus arbeitet sich Weiss auch an der für ihn persönlich relevanten Hauptfrage ab, inwieweit politische Notwendigkeit und individuelle Erkenntnis über ästhetische Zusammenhänge miteinander zur Deckung gebracht werden können – auch hier gelingt dem Autor eine bittere Synthese aus Kunsttheorie und Realitätsanspruch: Der Ich- Erzähler und seine Gefährten entwickeln nicht nur über politische Erörterungen und Einschätzungen, sondern ebenso über Lektüren und gemeinsame Kunstbetrachtung eine Art kollektive Weltsicht. Durch die Reflexion seines politischen Tuns wie durch die Deutung großer Kunstwerke erfindet sich der Erzähler im Roman eine eigene Position als geistiger Arbeiter, als freier Schriftsteller, der sich aber aus ebenso freien Stücken der Disziplin einer Kaderpartei unterwirft:
„Für den Ruf nach totaler Zertrümmerung der Kunst hatten wir nichts übrig, solche Parolen konnten sich diejenigen leisten, die übersättigt waren von Bildung.“
Zu seinem Romanprojekt betrieb Peter Weiss intensive historische Recherchen, um dem entstehenden Werk „breiteste Realität zu geben“. Neben der Hauptperson begegnet der Leser Figuren wie Willi Münzenberg oder Herbert Wehner und den Mitgliedern der Widerstandsorganisation um Harro Schulze-Boysen (‚Rote Kapelle‘). „Ich benutzte die authentischen Namen im Roman als Chiffren“, notierte Peter Weiss dazu. Eine dieser Chiffren ist Bert Brecht. Auf ihn und seine Mitarbeiter stößt der Ich-Erzähler im schwedischen Exil. Weiss beschreibt die Antagonismen zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten in Deutschland, Spanien, Schweden und im französischen Exil, denen groß angelegte Ausdeutungen von Gemälden (Picassos Guernica) und Romanen (Kafkas Das Schloss) gegenüberstehen. In den grob zehn Jahren (1937 bis 1947), die der Roman umfasst, bekämpften zwei totalitäre Systeme – Faschismus und Kommunismus – sich selbst und die Menschheit aufs Grimmigste und Rücksichtsloseste. Im Namen einer pervertierten Vernunft und Wissenschaftlichkeit wurde mehr gemordet als je in der Geschichte zuvor im Namen einer Religion oder metaphysischen Idee – und dies aus dem Herzen des zivilisierten Europa heraus.

Zur Sendung gibt es ein Feature des BR:

Den Namenlosen einen Namen geben. Peter Weiss‘ Projekt einer Ästhetik des Widerstands
von Jörg Drews
Realisation: Jörg Drews / Christina Hänsel
BR 2007
ca. 54 Min.

Mit Jörg Drews und Detlef Kügow

Mit dem 1.000 Seiten umfassenden Roman Die Ästhetik des Widerstands krönte Peter Weiss seine Laufbahn als deutschsprachiger Autor und politischer Schriftsteller. Erst spät, 1960, war Weiss – 1916 bei Potsdam geboren – nach Schreibversuchen in der Sprache seines schwedischen Exils in die deutsche Literatur zurückgekehrt und hatte die geradezu sensationell wirkende hermetische Miniatur Der Schatten des Körpers des Kutschers veröffentlicht, öffnete dann aber seinen Horizont und schulterte eine Aufgabe, die ihm politisch wie literarisch verpflichtend schien: Den unzähligen namenlosen Opfern Hitlers und Stalins einen Namen zu geben und die Geschichte des Untergangs der deutschen Arbeiterbewegung in den Jahren von 1937 bis 1947 zu erzählen. Die Ästhetik des Widerstands, erschienen in drei Bänden zwischen 1975 und 1981, berichtet, stellvertretend für die Vielen über eine kleine Gruppe von Menschen – politische Kämpfer und Opfer –, von welchen einige wenigstens die mörderischen Ereignisse jenes Jahrzehnts zu überstehen und dabei ihre politisch-moralische Aufgabe zu retten versuchen.

Jörg Drews (1938–2009), Literaturwissenschaftler und -kritiker. Weitere Essaysendungen für den BR I komm‘ vielleicht a bisserl langsamer zum Kern… – Essay zu den Hörspielarbeiten von Paul Wühr (1997), Arno Schmidt fürs Ohr (1998).


 Pieta Piëch Pieta Piëch

von Walter Filz

SWR 2012
Regie: Walter Filz
Musik: Walter Filz

Mit:
Nadja Schulz-Berlinghoff, Jürg Löw, Armin Chodzinski u. a.

Der Porsche-Enkel und VW-Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Karl Piëch gilt als mächtigster und einflussreichster Manager Deutschlands. Das Beamten-Vehikel Audi verwandelte er in eine Nobelmarke für Schnellerverdienende. Den behäbigen Staatskonzern Volkswagen steuerte er an die Weltspitze der Autohersteller, unter deren Dach vom MAN-Supertruck bis zur Edelschlitten-Marke Bugatti alles vereint ist, was Räder hat. Unvergessen ist Piëchs Anteil an der dramatischen Übernahmeschlacht um und gegen Porsche. Piëch hat den zweifelhaften Ruf eines eiskalten Machtmenschen, aber auch den eines genialen Ingenieurs mit Benzin im Blut. Tatsächlich ist der 75-Jährige der letzte große Industrie-Manager, der das, was er herstellen lässt auch selbst konstruieren kann. Und er ist einer, der darüber nicht viel Worte verliert. Piëch gibt sich wortkarg, schmallippig, öffentlichkeitsscheu. Was steckt hinter der grimmigen Fassade des Spitzenunternehmers? Vielleicht ein Schmerzensmann der deutschen Industrie? Ein Leidender, der tut, was er tun muss, weil er weiß, wozu er da ist? In seinem Live-Hörspiel „Pieta Piëch“ lässt Walter Filz einen Passionsweg in sieben Stationen vielfältig bedenken, vielstimmig besingen und vielspurig befahren.


 Herr Lundqvist nimmt den Helm ab Herr Lundqvist nimmt den Helm ab

von Jochen Weeber

SWR 2014
Regie: Mark Ginzler

Loris ist 15 und leidet an Muskeldystrophie. Er weiß, dass er nicht mehr lange leben wird. Anders als seine Eltern, die daheim in stiller Hilflosigkeit um Fassung ringen, arrangiert sich Loris irgendwie mit seiner Krankheit. Er lebt für das Hier und Jetzt, für seine Liebe zu dem Mädchen Gina, für die Erinnerung an seinen verstorbenen Freund Ferdi und für seinen ganz großen Traum: Einen richtigen Olympiastar zu treffen! Als Loris’ Bittbriefe an den Sportbund unbeantwortet bleiben, wird Vater Paul klar, dass es an ihm ist, seinem Sohn den letzten Wunsch zu erfüllen. Es beginnt ein Schauspiel zwischen kleinen Lügen und großer Elternliebe, das mit rührender Leichtigkeit die letzten Tage des Jungen wärmend erfüllt.


 Wie ich mich dem Ereignishorizont annäherte Wie ich mich dem Ereignishorizont annäherte

von Jan Peters

BR / arts@CERN 2014
Regie: Jan Peters
Musik: Pit Przygodda

Immer noch ist der Filmemacher und Hörspielautor Jan Peters auf der Suche nach Antworten auf die wirklich großen Fragen: nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Mit dem Eindruck, es schon an vielen Stellen versucht und dabei wenig Neues entdeckt zu haben, hat er sich als „artist in residence“ an einem Ort beworben, der für die Entwicklung neuer Ideen bekannt ist: am CERN, der europäischen Organisation für Kernforschung in Genf, wo Wissenschaftler aus aller Welt auch auf der Suche nach Antworten auf wirklich große Fragen sind. Sie suchen die Weltformel, die alle bekannten physikalischen Phänomene erklären und verknüpfen soll. Dazu haben sie einen gigantischen Teilchenbeschleuniger gebaut, den Large Hadron Collider, ein 100 Meter unter der Erde liegender, 27 km langer Ring, in dem auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigte Protonen zur Kollision gebracht werden, um die Situation im Universum wenige Nanosekunden nach dem Urknall zu simulieren. Im Rahmen eines Stipendiums ab September 2013 konnte Jan Peters an dieser Grundlagenforschung teilnehmen und ist mit dem CERN-Ingenieur und nebenberuflichen Filmemacher Neal Hartman zum Forschungsteam um den Pixel- Detektor am ATLAS-Experiment im CERN gestoßen. Der Pixel-Detektor ist nur wenige Zentimeter von dem Ort entfernt, an dem die auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigten Protonen kollidieren, er hält die Spuren der Teilchen fest, die in den Kollisionen entstehen. Zum Zeitpunkt des Stipendiums ist am ATLAS- Experiment gerade eine mehrmonatige Betriebspause, die dazu genutzt wird, den Pixel-Detektor aus- und umzubauen. Jan Peters hat während seines Stipendiums das Team um den Pixel-Detektor beim Wiedereinbau begleitet und zugesehen (und manchmal sogar mit angefasst), wie mehr als 24.000 Datenkabel erneut verbunden, durchgemessen und getestet wurden, wie Stickstoff in unzählige Rohre gepumpt wurde, um diese auf Lecks zu testen, wie das Strahlenschutzteam mit Staubsaugern auf dem Rücken zum Anschleifen von Klebestellen hinzugeholt wurde und vieles, vieles mehr.

Im Hörspiel Wie ich mich dem Ereignishorizont annäherte erzählt Jan Peters aus der Zeit seines Aufenthalts am CERN, wobei er sich tief in das Forschungsprojekt hineinbegibt, dabei aber eine kritische Distanz nicht verliert, den Zuhörer mit Selbstironie zum Lachen bringt und immer wieder eine Verbindung zwischen Physik und Kunst, zwischen Philosophie und Politik herstellt.


 Schwerelosigkeit für alle Schwerelosigkeit für alle

von Francis Hunger

WDR 2014
Regie: Thomas Werner

Mit:
Mareike Hein, Reinhart Firchow, Katharina Schmalenberg, Gregor Höppner, Thomas Anzenhofer u. a.

Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin ist 1961 der erste Mensch im All. Zwei Jahre später stellen sich vier Anwärterinnen dem harten Auswahlverfahren, um der nächste Mensch im All zu sein. Aber nur eine wird fliegen.
In der Kapsel der Weltraummission „Wostok 6“ saß 1963 Valentina Tereschkowa. Ausgehend vom historischen Material hat der Leipziger Autor Francis Hunger die Geschichte der Ersatz-Kosmonautin, die nie ins Weltall fliegen sollte, neu erzählt und fiktional erweitert. In punktuellen Momentaufnahmen werden ihre innere und äußere Konflikte geschildert und in direkten Bezug zur historischen Realität der 1960er Jahre in der Sowjetunion gesetzt.

Vorstellung im OhrCast auf YouTube


 Danger Zone Hamburg Danger Zone Hamburg

von Charlotte Knothe

WDR 2014

Dezember 2013: Was ist da los in St. Pauli? Polizei-Sirenen heulen durch die Nächte, Banner mit der Aufschrift „Welcome to Danger City“ flattern an den Fenstern im Wind. Und ausgerechnet eine Klobürste wird zum Symbol des Widerstands und zivilen Ungehorsams.

Drei Themen bringen die Hamburger auf die Straße. Neben den Abrissplänen der „Esso-Häuser“ sind es der Umgang mit den afrikanischen „Lampedusa-Flüchtlingen“, sowie die Räumungspläne für das besetzte Kulturzentrum „Rote Flora“. Die Einrichtung eines „Gefahrengebietes“ durch die Polizei, die mit täglichen Kontrollen und Straßensperren den ganzen Stadtteil lahmlegt, bringt schließlich das Fass zum Überlaufen.

Der Kampf gegen Immobilien-Spekulanten und Luxussanierung wird in allen Großstädten geführt. Doch in kaum einer Stadt ist die Auseinandersetzung so eskaliert wie im Hamburger Kiez St. Pauli. Der Abriss der „Esso-Häuser“ konnte dadurch nicht verhindert werden. Ein Jahr nach den Protesten klafft eine Lücke in der Reeperbahn. Die Frage ist nur, was wird kommen? Wer hat dabei das Sagen? In der „PlanBude“ dürfen die Bürger tatsächlich Vorschläge einbringen – ob diese auch berücksichtigt werden, bleibt abzuwarten. Kann Hamburg tatsächlich Vorreiter für andere Städte werden?


 Dorfschönheit Dorfschönheit

von Judith Kuckart

WDR 2015
Regie: Annette Kurth

Mit:
Ulrich Noethen, Anna Thalbach, Henning Nöhren, Bernhard Schütz, Frauke Poolman u. a.

Eine Parabel über die Möglichkeit und Unmöglichkeit der Liebe. Als Friederike Clemens kennen lernt, ist sie in dem Alter, in dem man zum ersten Mal das Alter bemerkt. Dass er 15 Jahre jünger ist als sie, stört sie beide nicht. Aber Clemens macht Friederikes Bindung an einen älteren Schriftsteller zu schaffen. Als dieser im nahen Straßburg zu einer Dichterlesung einlädt, kommt es zu einer ernüchternden Begegnung, die das Verhältnis zu Clemens belastet. Und dass es in ihrem Ort, Sessenheim, schon mal eine Friederike gegeben hat, in die sich der junge Goethe 1770 heftig verliebte, ist nur ein weiterer Faden in diesem Geflecht.


 Heimisbach Heimisbach

von Simon Gfeller

DRS 1987

Eigentlich wollte Simon Gfeller nur von einer «Schtubete» in einem Bauernhaus erzählen. Schliesslich entstand daraus der Roman «Heimisbach». Der allererste Roman im Emmentaler Dialekt. Er schildert Bilder und Begebenheiten aus dem bäuerlichen Leben des unteren Emmentals um 1910.


 Weinachtswichtel im Aufruhr Weinachtswichtel im Aufruhr

von Frank Hammerschmidt

Hörspielwerkstatt Bad Hersfeld / Soundtales Productions 2014

Mit:
Erzähler: Werner Wilkening
Flöckchen: Leonie Baumann
Miri: Tabea Smyk
Wolkenflug: Letitia Heimeroth
Herr Schneuberich: Ronald Martin Bayer
Meister Langzipfel: Sebastian Bäcker
Silke Neuhaus: Kerstin Raphahn
Max Neuhaus: Damien Raphahn
Credits: Maximilian Weigl

Heilig Abend. Ein arbeitsreicher Tag für die kleinen Weihnachtswichtel, die den Kindern die Geschenke unter den Baum legen, die der Weihnachtsmann zuvor angeliefert hat. Doch in diesem Jahr ist ein Geschenkedieb unterwegs, der den Wichteln einiges an Kopfzerbrechen bereitet.

 


Rick Future (0) Die fünfte Prüfung Rick Future (7 – SE) Die fünfte Prüfung

von Sven Matthias

Sven Matthias 2015
Regie: Sven Matthias
Musik: Tim Gössler

Mit:
Markus Raab (Erzähler), Sven Matthias (Rick Future), Ralf Searge Pappers (Hubert), Michelle Martin (Evi), Helmut Krauss (Trankadios), Thomas Kramer (Letreus), Tim Gössler (Grennit), Tom Westerholt (Grenodias), Matthias Ubert (Rakatos), Marco Schmidt und Kaya Dogan (Ratsmitglieder), Jan Schroeder (Seolus), Ron Bühler und Sylvester Beck (Golwonische Wachen), Tim Gössler (Bolk), Sven Matthias (Gast), Mica Wanner (Mutter), Sabrina Heuer-Diakow (Flashback), Tim Gössler (Intro und Outro), Joachim Klotz (Ruuli Kahn), Dorle Hoffmann (Esodina), Tim Gössler (Marvis)

Auf Golwonia spitzt sich die Situation unaufhaltsam zu: Rick ist in ernsthaften Schwierigkeiten, der Konflikt mit dem Völkerbund droht zu eskalieren. Und auf ihrer Jagd nach dem legendären Eiswurm erkennen Hubert und Letreus die wahre Natur ihres Auftrages…

 


 Schneeweißchen und Rosenrot Schneeweißchen und Rosenrot

von Gebr. Grimm

Hörspielprojekt 2014
Regie: Peter Struck
Bearbeitung: Peter Struck

Mit:
Erzähler: Werner Wilkening
Schneeweißchen: Alex Begau
Rosenrot: Daniela Struck
Mama: Aiga Kornemann
Bär: Georg Britzkow
Prinz: Peter Struck
Credits: Felix Batusic

Zum zweiten Advent gibt es ein kleines Märchen zu hören, die Geschichte “Schneeweißchen und Rosenrot”. Ein eher weniger bekanntes, aber nicht minder schönes Märchen lieferten uns die Gebrüder Grimm mit dem Werk „Schneeweißchen und Rosenrot“. Erschienen im Jahre 1837 gehört es heute zum festen Stoff der Märchenwelt.

 


Diese und weitere Hörspiele zum kostenlosen Download findet ihr in dieser Übersicht. Dort werden auch in den nächsten Wochen die neuen aktuellen Hörspieldownloads aufgelistet sein.

Daneben gibt es noch Hörspiele, die nur kurzzeitig zum Download und/oder Nachhören angeboten werden. Über diese informieren wir euch bei twitter, facebook oder google+

Den kompletten Überblick über alle aktuellen Hörspielneuerscheinungen findet ihr im OhrCast:

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