Von Berlin über Hamm bis Bruck am Inn: Der Radiotatort im zweiten Halbjahr

radiotatortEs gibt Neues vom Radiotatort. Die erfolgreiche Reihe der ARD-Radioanstalten wartet im zweiten Halbjahr 2014 mit folgenden Produktionen auf.

„Autsystem“ von Tom Peuckert
Produktion: rbb, Sendewoche 9. bis 14. Juli 2014

Philine Berger (Eva Meckbach), eine prominente Internet-Aktivistin, wird erschossen in ihrem Haus aufgefunden. Die Nachforschungen von Oberkommissar Polanski (Alexander Khuon) und seinem Kollegen Lehmann (Steffen Schult) ergeben, dass Philine Berger kurz vor ihrem Tod im Besitz von hochbrisantem Datenmaterial gewesen sein muss – Material, das direkt von einem hohen Beamten (Tom Schilling) aus dem Bundesverteidigungsministerium kam. Von der Datei fehlt allerdings jede Spur. Auch die Befragung von Philines Mitaktivistin (Julia Hummer) fördert keinen Hinweis zu Tage. Zum Tatzeitpunkt befand sich ein junger Mann im Haus: der Computerspezialist Johann (Christopher Heisler), der Philine bei der Entschlüsselung der hochbrisanten Datei helfen sollte. Doch Johann ist Autist und kann über das, was passiert ist, nicht sprechen.

Ein "Hammer"-Team: Sönke Möhring, Hans Peter Hallwachs und Matthias Leja (Bild: hoerspieltipps.net)

Ein „Hammer“-Team: Sönke Möhring, Hans Peter Hallwachs und Matthias Leja beim Live-Radiotatort 2014 (Bild: hoerspieltipps.net)

„Calibra oder die Geißel Gottes“ von Dirk Schmidt
Produktion: WDR, Sendewoche 13. bis 17. August 2014

Als Igor Jabontschek nach fünf Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, ist in Hamm nichts mehr wie es war. Kaum auf freiem Fuß, startet „Jabo“ einen Rachefeldzug, der die Stadt in Angst und Schrecken versetzt und auch an Latotzke nicht spurlos vorübergeht. Bedauerlicherweise haben die Kollegen Scholz (Uwe Ochsenknecht) und Lenz (Matthias Leja) gerade andere Sorgen. Sie unterschätzen die Gefahr, die von Jabo ausgeht. Ein schwerer Fehler, der dazu führt, dass die Task Force Hamm Mühe hat, im Strudel der Ereignisse auf Kurs zu bleiben.

„Grauzone“ von Katja Röder
Produktion: SWR, Sendewoche 10. bis 15. September 2014

Ein Steuerfahnder des Freiburger Finanzamtes wird ermordet aufgefunden. In seiner Wohnung werden beträchtliche Mengen Bargeld sichergestellt. War er in dunkle Geschäfte verwickelt? Ist es Bestechungsgeld? Die Kommissare Finkbeiner (Ueli Jäggi) und Brändle (Karoline Eichhorn) haben auch die mittellose Schwester des Opfers im Visier. Aber hat sie tatsächlich ein Mordmotiv? Die Ermittler stoßen auf einen ehemaligen Kollegen des Opfers, der seit einigen Jahren in der Psychiatrie einsitzt. Er bezichtigt prominente Bürger der Stadt des massiven Steuerbetrugs und redet davon, dass die Sache von höheren Kreisen verschleiert werden soll. Alles Phantasien eines Kranken, der unter Verfolgungswahn leidet – oder doch die Wahrheit? Finkbeiner und Brändle stoßen auf ein Netz aus Intrigen, das sich zwischen Wirtschaft und Politik bis hoch ins Ministerium spannt.

„Dancing Queen“ von Friedemann Schulz
Produktion: HR, Sendewoche 8. bis 13. Oktober 2014

Hauptkommissar Nebe (Sebastian Blomberg) ist wieder umgezogen, diesmal in eine Siedlung am Waldrand. Das LKA fordert Unterstützung von den Ermittlern in Rotenburg: Die Beamten sind auf der Suche nach osteuropäischer Banden, die mit Jeeps Juwelierläden entern und ausrauben, um sich anschließend im Wald zu verstecken. Unwillig begibt sich Nebe auf Spurensuche in den heimischen Forst. Die Spuren aber scheinen eher auf eine Art Einsiedler hinzuweisen: merkwürdige Kuhlen, in denen ein Mensch gehaust haben könnte. Auch hört Nebe nachts manchmal Musik, die von dort zu kommen scheint. Bald darauf wird ein Mann mit zertrümmertem Schädel im Wald aufgefunden – wie sich herausstellt, der seit Jahren untergetauchte Dietmar König, einst Besitzer eines Juwelierladens in Rotenburg. Seine Nachforschungen führen Nebe zur „Dancing Queen“, Königs Ex-Frau, die inzwischen mit einem Anwalt zusammenlebt und sich nebenbei auch um ein Heimkind kümmert. Intuitiv zieht Nebe seine Schlüsse und setzt alles auf eine Karte.

„Stand der Dinge“ von Sabine Stein
Produktion: NDR, Sendewoche 12. bis 17. November 2014

Auf einer Baustelle der Firma Karge Bau in Hannover wird eine Tote gefunden. Jana Ebeling, 28 Jahre alt. Offenbar ist sie spät abends aus einer höheren Etage des Rohbaus gestürzt. Unfall oder Mord? Eine Zeugin will beobachtet haben, wie die junge Frau gewaltsam zu Tode kam. Sie identifiziert Sven Rohde als Täter, der – ebenso wie es das Opfer war – beim Gewerbeaufsichtsamt Hannover beschäftigt ist. Bettina Breuer (Sandra Borgmann) ringt bei diesem Fall um Objektivität: Sie kennt und schätzt Sven Rohde. Gemeinsam hatten sie vor Jahren die Karge Bau wegen ihrer Praktiken in puncto Leiharbeit und Arbeitsschutz aufgescheucht. Will sich die Firma an Rohde rächen? Rohde ist zudem ein sehr charmanter Mann. Jac Garthmann (Martin Reinke) versucht, seine Kollegin auf ihre „blinden Flecken“ aufmerksam zu machen.

„Winterliebe“ von Robert Hültner
Produktion: BR, Sendewoche 10. bis 15. Dezember 2014

Rätselraten im winterlichen Bruck am Inn: Was ist nur mit Nanni los? Immer häufiger findet man im Kiosk am Stadtplatz statt der beliebten Ladnerin eine ungeschickte Aushilfe vor. Nanni wirkt wie ausgewechselt, und als der Gemeindearbeiter Harti zufällig Zeuge wird, wie sie in den Wagen eines attraktiven Unbekannten steigt, scheint die Sache klar: Nanni hat eine späte Liebe gefunden. Währenddessen hat die Brucker Polizei andere Sorgen. Vor wenigen Tagen wurde in einer benachbarten Stadt die Leiche eines Erfrorenen entdeckt. Die Obduktion ergibt keine Hinweise auf Fremdverschulden, der Mann war offenbar schwer betrunken gestürzt und hatte die eisige Nacht nicht überlebt. Das Opfer trug Belege mit sich, die die Ermittler nach Bruck am Inn führen. Die Kommissare Senta Pollinger (Brigitte Hobmeier) und Rudi Egger (Florian Karlheim) sind sich einig: Sie glauben, dass die Kollegen von der Kripo den Tod des auswärtigen Besuchers zu schnell als Unglücksfall eingestuft haben.

Alle Radiotatorte stehen nach der Ausstrahlung für vier Wochen zum Download auf radiotatort.de zur Verfügung. Auf dieser Seite finden sich auch alle Infos rund um die Reihe.

Auch im OhrCast gibt es ein Special mit einem Rückblick über die ersten fünf Jahre Radiotatort:

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3 Antworten zu Von Berlin über Hamm bis Bruck am Inn: Der Radiotatort im zweiten Halbjahr

  1. irrewirre schreibt:

    Ihr erinnert mich ja zu gegebener Zeit daran, dass ich im Dezember den Hültner-Tatort hören muss, nicht wahr? 🙂

  2. Pingback: OhrCast 33 – Juli 2014 – Vom Penisturm erschlagen oder Wer ist eigentlich Ole? (WM-Edit (mit Sammelbildchen)) | ohrcast

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