Neue Hörspiele im Handel und kostenlos im Netz

Es ist Freitag und da gibt es wie immer die Übersicht der Hörspielneuheiten der vergangenen Woche:

Neu im Handel

Elena - Ein Leben für die Pferde - Schatten über dem Turnier (Hörbuch Hamburg)Elena – Ein Leben für die Pferde – Schatten über dem Turnier (Hörbuch Hamburg)

Elenas Pferdesportlerherz schlägt höher: Die Europameisterschaften stehen an! Doch das Turnier entpuppt sich als Albtraum. Tim muss wegen Dopingverdachts aussteigen und eine andere Teilnehmerin verschwindet plötzlich. Schnell ist klar: Jemand will den Wettbewerb sabotieren. Und Elena rückt ins Visier des Attentäters.

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Michael Ende - Momo (Silberfisch)Michael Ende – Momo (Silberfisch)

Das kleine Waisenmädchen Momo lebt in den Ruinen eines Amphitheaters. Sie besitzt nichts – nur eine außergewöhnliche Gabe: Sie ist eine wunderbare Zuhörerin und hat immer Zeit. Als eigenartige, graue Herren auftauchen, die die Menschen zum Zeitsparen überreden, ist das gesellige Leben um Momo vorbei. Plötzlich hat keiner hat mehr Zeit. Doch Momo durchschaut das falsche Spiel der grauen Herren und versucht, mit Hilfe der Schildkröte Cassiopeia die Zeitdiebe zu stoppen.

Vorstellung im OhrCast (YouTube)

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Peter, Ida und Minimum (Jumbo)Peter, Ida und Minimum (Jumbo)

Familie Lindström bekommt Nachwuchs. Peter und seine große Schwester Ida freuen sich darauf. Sie stellen ihren Eltern viele Fragen über die Zeugung, erleben die Zeit der Schwangerschaft und lassen sich vom Vater den Geburtsvorgang erzählen, den er im Krankenhaus miterlebt hat. Als die Mutter mit der kleinen Schwester nach Hause kommt, erfahren Peter und Ida, dass ein Baby viel Zeit und Zuwendung braucht und wie sich der Alltag und das Familienleben dadurch verändern.

Vorstellung im OhrCast (YouTube)

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Pollution Police (6) Das Geheimnis des Bergklosters (Pollution Police e. V.)Pollution Police (6) Das Geheimnis des Bergklosters (Pollution Police e. V.)

Der Besuch eines Jahrhunderte alten Klosters in den österreichischen Alpen wird für Niklas, Linus und Melissa – Mitglieder der Pfadfindergruppe „Pollution Police“ – zu einem unvergesslichen Abenteuer. Mysteriöse Ereignisse versetzen die Mönche schon seit geraumer Zeit in Angst und Schrecken. Und alles scheint mit einem sagenumwobenen Assassinenschwert in Verbindung zu stehen, das in dem finsteren Gemäuer versteckt sein soll. Ein geheimnisvoller Feind fordert die kleinen Pfadfinder zu einem mörderischen Duell heraus.

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pop.de

Neues zum Download:

Radiotatort (67) Currykill (Dirk Schmidt / WDR)Radiotatort (67) Currykill (Dirk Schmidt / WDR)

Nachdem ein längst vergessener Verbrecher wie aus dem Nichts wieder auferstanden ist und ausgerechnet in Hamm sein Unwesen treibt, laufen im Team um Scholz, Lenz, Vorderbäumen und Latotzke die Drähte und die Hirne heiß. Schnell stellt sich heraus, dass fast jeder in der kreisfreien Polizeibehörde in einem früheren Leben schon einmal mit dem berüchtigten Serientäter zu tun hatte. In der „Task Force Hamm“ kommt es zu einem Kampf der Meinungen und Methoden. Die Frage nach der richtigen Taktik wird schnell zur Frage von Leben und Tod.

Dirk Schmidt, geb. 1964 in Essen, Lektor, Drehbuchautor und Arbeit in der Werbung. Autor der ARD Radio Tatorte des WDR Baginsky (2012), Noch nicht mal Mord (2012), Kontermann (2013).

Bemerkungen:

„Wir jagen einen Psychopathen in einer Stadt voller Bekloppter!“ – Die Stadt Hamm muss auch im neuen Radiotatort ordentlich einstecken. Wie gewohnt stümpern sich Scholz, Vorderbäumer, Lenz und Latotzke in ihrer besonderen Art durch den Fall.

Dabei liegt Ihnen mal wieder eine Vielzahl von Steinen im Weg. Der „Currykiller“ ist ein Serientäter, der die Karrieren der vier Protagonisten bereits früher auf den alten Dienststellen tangiert hat. Nach einer Ruhephase scheint er jetzt in Hamm aufgetaucht zu sein, zumindest trägt ein Anschlag auf eine Pommesbude seine Handschrift. Hilfe vom LKA gibt es keine, denn der Ruf der „Task Force Hamm“ sorgt nicht dafür, dass man deren Sorgen ernst nimmt.

Scholz erwischt den „Currykiller“ auf frischer Tat, wird jedoch von diesem niedergeschlagen und fällt als Einsatzleiter vorerst aus. Jetzt schlägt die Stunde von Vorderbäumen. In einem geliehenen Imbißwagen begeben sich die Verbliebenen Ermittler auf die Jagd nach dem „Currykiller“.

„Currykill“ wird diesmal in Rückblenden erzählt. Man erfährt gleich zu Anfang, wie der Fall ausgeht, denn Latotzke wird aufgrund dessen, dass ihm die Überführung des Täters gelungen ist, vom einem Journalisten interviewt. Die spitzfindigen Fragen des Reporters und die naive Art Latotzkes legen den Finger in sämtliche Schwachpunkte der Ermittlungsarbeit.

Die Schwächen gibt es allerdings auch im Plot, da diesmal der Kriminalfall an sich ziemlich schwach auf der Brust ist und rein als Folie dafür dient, die unterhaltsamen Interaktionen zu transportieren. Dirk Schmidt brennt ein Feuerwerk von Gags ab, die durchaus in der Lage sind, die knapp 50 Minuten Spielzeit äußerst unterhaltsam zu gestalten. Das dürfte die Fans der Hammer Ermittler freuen, die den Klamauk dieser Reihe lieben – diesbezüglich wird hier die vielleicht beste Folge aus Hamm zu hören sein. Wer diesen Radiotatort nur einschaltet, um einen guten Krimi zu genießen, könnte hier nicht ganz auf seine Kosten kommen. Aber auch diese Episode bietet eine ganz besondere Farbe, die das Spektrum des Radiotatorts durchaus bereichert.

Besonders lebendig wird die Geschichte durch die großartigen Sprecher. Insbesondere Sönke Möhring und Hans Peter Hallwachs drehen hier richtig auf. Auch Matthias Leja hat mit seinen bissigen Bemerkungen einige schöne Momente. Uwe Ochsenknecht bekommt diesmal storybedingt etwas weniger Raum. Zu hören sind außerdem u. a. Udo Schenk, Serdar Somuncu, Thomas Balou Martin und Reiner Schöne.

Der vielleicht lustigste Radiotatort, aber vielleicht auch der mit dem schwächsten Kriminalfall. Allein die Vielzahl an gelungenen Bösartigkeiten machen „Currykill“ allerdings zu einem Hörspiel, das man nicht verpassen sollte.

Virginia Woolf - Orlando. Eine Biographie (BR)Virginia Woolf – Orlando. Eine Biographie (BR)

„Ich will die Biographie über Nacht revolutionieren!“ notierte sich Virginia Woolf spät im Jahr 1927 euphorisch ins Tagebuch und der Funke war gezündet. Begeistert stürzte sie sich in das „Projekt Orlando“, das zum „Rückgrat ihres Herbstes“ wurde, ein Buch, das sie leichthändig „vor dem Abendessen schreiben“ konnte. Es machte ihr unendlich viel Spaß! Den Lesern übrigens auch, wie die Verkaufszahlen der ersten drei Wochen zeigten, die selbst die kühnsten Erwartungen übertrafen. Orlando war von Anfang an Legende. Was die energetische Dynamik anging, war dieses Buch ein Glücksfall für Woolf. Zwar floss bei dieser Autorin immer Privates mit Beruflichem zusammen, doch jetzt war sie angefeuert von der engen Beziehung, Begeisterung und Liebe zu einer schillernden Abenteurerin, der adeligen Vita Sackville-West. Als schönsten Liebesbrief der Literaturgeschichte hat man Orlando bezeichnet. Und sicher: Sackville-West stand ihrer Freundin in vielem Modell für diese Fantasie. Fakten wurden mit Fiktivem vermischt, zu symbolischen Szenen verdichtet, mit Goldstaub überzogen.

Trotzdem greift die Beschreibung vom Liebesbrief zu kurz. Denn vor allem gelang es Woolf hier unaufgeregt und verspielt, gesellschaftspolitisch und kulturhistorisch relevante Themen aufzugreifen. Die Stellung der Frau, die Aggression des Empire, die rückwirkende Deutung von Geschichte aus machtpolitischen Gründen. Alles, was Virginia Woolf als Denkerin ausmacht, finden wir hier. Scheinbar Unverrückbares wird funkelnd und satirisch zugleich demontiert: Stand, Status, Geschlecht und Geschichtsschreibung, Macht, Posen und Konventionen. Besonders viel Sorgfalt verwendet Woolf auf die Darstellung der Relativität von Zeit und Begebenheit.

Neben ihrer Begeisterung für Sackville-Wests Person, behandelt Orlando eine weitere Leidenschaft Woolfs: ihre Liebe zur Biographie als Genre. Als Leserin verschlang sie diese Bücher und reflektierte in ihren Notizen über die Form. Woher kam der oft anmaßende, allwissende Ton der Autoren? Woher der Glaube, die Figur so gut fassen zu können? Wieso erfahren wir oft mehr über Zeit und Moral des Biographen, als über die Person, die zur Debatte steht? Wieso erstickte oft eine buchhalterische Sprache jedes Gefühl für einen Menschen, der vor langer Zeit sehr lebendig war. Und, ganz zentral: wer legt eigentlich fest, dass Phantasie und Dichtung in einer Biographie nichts zu suchen haben. Woolf selbst gibt in Orlando vielen Positionen eine Stimme.

Virginia Woolf, geb. 1882 in London, Autorin und Verlegerin. Bereits durch den Vater Sir Leslie Stephen, Biograph und Kritiker, der freundschaftliche Beziehungen zu fast allen großen Schriftstellern des viktorianischen England unterhält, früher Kontakt mit Literatur und dem Literaturbetrieb. Beginn ihrer Autorentätigkeit als Mitarbeiterin für die literarische Beilage der Times, die sie bis zu ihrem Tode beibehielt. Immer wieder leidet sie an Depressionen. 1912 Heirat mit dem Journalisten und politischen Schriftsteller Leonard Woolf. In dem Haus am Fitzroy Square 29 in London entsteht die sogenannte „Bloomsbury-Gruppe“, der bedeutende Schriftsteller wie Desmond MacCarthy, Charles Tennyson, Clive Bell, Lytton Strachey, Raymond Mortimer, Hilton Young und John Maynard angehören. 1913 erster Selbstmordversuch. 1915 Romandebüt mit The Voyage Out (Die Fahrt hinaus). 1917 Gründung des Verlags Hogarth Press, gemeinsam mit ihrem Mann, mit der Spezialisierung auf moderne Literatur aus England, den USA und Russland. 1919 Erwerb des „Monk?s House“ in Rodmell (Sussex), abwechselnde Aufenthalte in London und Sussex. 1922 Beginn einer engen Beziehung zur Schriftstellerin Vita Sackville-West. Zahlreiche Veröffentlichungen von Erzählungen, Romanen und Essays. Ende der 1920er Jahre ist sie eine erfolgreiche und international anerkannte Schriftstellerin. 1939 fester Wohnsitz im „Monk?s House“. 1941 erneut tiefe Depressionen. Aus Furcht vor neuen Nervenzusammenbrüchen ertränkt sie sich am 28. März 1941 in Rodmell.

Diese und weitere Hörspiele zum kostenlosen Download findet ihr in dieser Übersicht, dort werden auch in den nächsten Wochen die neuen aktuellen Hörspieldownloads aufgelistet sein.

Den kompletten Überblick über alle aktuellen Hörspielneuerscheinungen findet ihr im aktuellen OhrCast:

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