Ursendung: Stille Lügen nach Petra Ivanov (DRadio 2013)

Am 25. März 2013 sendet DRadioKultur ab 21:33 Uhr erstmals das Kriminalhörspiel „Stille Lügen“ nach Petra Ivanov.

„Stille Lügen“ kommt als Politthriller daher. Ein ungeklärter Todesfall an einem Mitarbeiter einer Entwicklungsorganisation für Georgien weißt einige Merkwürdigkeiten auf. Ein Ermittlerduo, das den Urlaub im Kaukasus verbringt, macht sich auf Spurensuche, gerät in eine Falle und wird inhaftiert. Die Kollegen in der Schweiz kämpfen nun an zwei Fronten: Sie müssen nicht nur die Hintergründe des Todes aufklären, sonder auch versuchen, ihre Kollegen zu befreien.

Ein Plot, der genügt, eine Radiostunde spannend zu füllen. Leider gelingt es nur teilweise, da das Auflösen der Intrigen sehr viel Raum braucht, der für die spannenden Sequenzen – insbesondere die Phase der Inhaftierung – weniger übrig lässt, als wünschenswert wäre. Dennoch ist der Fall sehr clever konstruiert und besticht insbesondere durch die Handlungsorte in der Schweiz und in Georgien.

Ungewohnt viele unbekannte Sprecher tummeln sich hier im Ensemble. Die Leistungen sind solide bis gut, allerdings drückt auch niemand dem Stück derart den Stempel auf, dass es nachhaltig wirken würde.

Die Erwartungshaltung liegt bei den Krimis des DRadios aufgrund des jahrelanden Verwöhnens der Hörer besonders hoch. Unter dieser Maßgabe ist „Stille Lügen“ vielleicht etwas unterhalb des Durchschnitts der sonstigen Eigenproduktionen des Senders. Dennoch bekommt man hier einen soliden Krimi serviert, der diese Radiostunde unterhaltsam füllen kann.

Meine Wertung: + + +


Stille Lügen
von Petra Invanov

Bearbeitung: Uwe Schareck
Regie: Uwe Schareck
DLR 2013
56 Min.


Mit

Stephan Witschi, Urs Peter Halter, Silja Bächli, Marie Leuenberger, Eva Hosemann, Jürg Löw, Florian von Manteuffel, Susanne Heydenreich, Sarah Sophia Meyer, Christian Gaul und Andrea Hörnke-Trieß


Isabelle Jenny, Projektleiterin der Schweizer Entwicklungsorganisation „Teamwork“, ist während eines Aufenthalts in Georgien spurlos verschwunden. Philippe Knecht, der für „Teamwork“ die Buchhaltung führt, wird in Zürich tot aufgefunden. Staatsanwältin Regina Flint und Kripo- Ermittler Bruno Cavalli nutzen einen Ferienaufenthalt im Südkaukasus, um herauszufinden, was mit der Projektleiterin passiert ist. Vor ihrem Verschwinden hatte sie Kontakte mit Geschäftsleuten aus der georgischen Oberschicht. Als die Polizei Flint und Cavalli in Untersuchungshaft nimmt, wird für die beiden Schweizer der Aufenthalt zum Albtraum.

Petra Ivanov, geboren 1967 in Zürich. War als Übersetzerin und Sprachlehrerin tätig. Arbeitet heute als Autorin in der Erwachsenenbildung und schreibt für Schweizer Zeitungen. Erhielt mehrere Auszeichnungen. 2011 erschien ihr Kriminalroman „Tatverdacht“.

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