Das Radioprogramm vom 14. – 20. Januar 2013

Das Radioprogramm für die 3. Kalenderwoche des Jahre 2013 ist online und kann hier durchstöbert werden. Wie gewohnt findet ihr hier einige Empfehlungen für diese Radiowoche, inkl. der Sendetermine des dort erstmals gesendeten Radiotatorts „Kontermann“ vom WDR.

DLR Kultur
Montag, 14. Januar 2013, 21:33

Alibi
oder
Der Mord an Roger Akroyd

von Agatha Christie

Bearbeitung: Lotte Schickel
Regie: Wolfgang Schwade
NDR 1956
56 Min.

Mit:
Dr. Sheppard: Charles Regnier
Poirot: Joseph Offenbach
Roger Ackroyd: Hans Paetsch
Raimunds: Holger Hagen
Parker: Josef Dahmen
Inspektor: Herbert Steinmetz
Caroline: Liselotte Willführ
Flora: Inge Stolten

Dr. Sheppard, als Arzt in Kings Abbot tätig, grübelt noch darüber, ob Mr. und Mrs. Abbot, zwei Honoratioren des Dorfes, eines natürlichen Todes gestorben sind, da wird Roger Ackroyd, der wohlhabende Fabrikant, ermordet. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen? Wer ist der Täter? Sheppards Schwester Caroline entdeckt, daß der ältere Herr, der kürzlich das Haus neben ihnen bezogen hat, der berühmte Detektiv Hercule Poirot ist. ‚Die Psychologie des Verbrechens soll beachtet werden‘, erklärt er, als er den Fall übernimmt. Und bald werden fast alle, die mit Roger Ackroyd zu tun hatten, der Täterschaft verdächtigt…

Endlich mal wieder eines der seltenen Agatha-Christie Hörspiele. Auch wenn diese Umsetzung mich nicht so ganz von den Socken gehauen hat – insbesondere kann ich mich mit Joseph Offenbach als Poirot so gar nicht anfreunden -, ist das Teil zu empfehlen. Immerhin ist die Vorlage sehr, sehr gut und hat eine schöne Pointe, die der Autorin viel Ärger eingebracht hat.

Wer das Stück nicht kennt, sollte allein deshalb mal ein Ohr riskieren.

Meine Wertung: + + +


BR 2
Mittwoch, 16. Januar 2013, 20:03

Radiotatort: Kontermann
von Dirk Schmidt

Regie: Claudia Johanna Leist
Musik: Rainer Quade
WDR 2012
ca. 54 Min.

Radiotatort

Mit:
Uwe Ochsenknecht, Matthias Leja, Sönke Möhring, Hans Peter Hallwachs u. a.

Michael Brandner, Uwe Ochsenknecht; Bild: WDR / Sascha von Donat

Michael Brandner, Uwe Ochsenknecht; Bild: WDR / Sascha von Donat

Der zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilte Gewaltverbrecher Kontermann sollte eigentlich nur in eine andere Justizvollzugsanstalt verlegt werden, als es ausgerechnet in Hamm zu einem folgenschweren Fehler kommt. Was wie ein ganz normaler Tag begann, wird für die „Task Force Hamm“ von einer auf die andere Sekunde zum Albtraum. Kontermann überwältigt seine Bewacher und nimmt die Beamten Scholz & Co als Geiseln. Während die Öffentlichkeit noch über Kontermanns Motive spekuliert und ein Sondereinsatzkommando des LKA in Stellung geht, beginnt Kontermann ein gnadenloses Spiel um Leben und Tod.

Dirk Schmidt, geboren 1964 in Essen, studierte Geschichte, Germanistik und Filmwissenschaft in Bonn und arbeitete als Lektor, Drehbuchautor und in der Werbung. Er lebt, nach Stationen in München, New York und Hamburg wieder in Essen und schreibt Kriminalromane und Hörspiele.


hr 2
Mittwoch, 16. Januar 2013, 21:30

Radiotatort: Kontermann
von Dirk Schmidt

WDR 2013
ca. 54 Min.

Radiotatort

sh. 16. Januar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


BR 2
Donnerstag, 17. Januar 2013, 21:03

Radiotatort: Kontermann
von Dirk Schmidt

WDR 2012
ca. 54 Min.

Radiotatort

sh. 16. Januar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


1Live
Donnerstag, 17. Januar 2013, 23:00

Engelfänger
von Jean-Bernard Pouy

Regie: Annette Berger
WDR 2003
45 Min.

Mit:
Erzähler: Jochen Kolenda
Zoj: Marc Hosemann
Liliane: Deborah Kaufmann
Pollet: Peer Augustinski
Harlette: Klaus Schreiber
Finne: Christian Schramm
Mr. X: Matthias Ponnier
Lude: Matthias Kiel
Vater: Volker Lechtenbrink
Zoltan: Davide Brizzi
Anna: Sandra Borgmann
Junge: Lorenzo Liebetanz
Katia: Claudia Mischke
Cicco: Reinhard Schulat
Jérome: Ulrich Haß
Madame Calzada: Veronika Bayer
Henri: Lars Gärtner

Zoj Werstein ist Vater, Anarchist, Roma und begeisterter Wittgenstein-Fan. So ist es eine Geste großer Sympathie, dass er Liliane, einer Krankenhausbekanntschaft, ein Buch von seinem Lieblingsphilosophen mit vielen persönlichen Anmerkungen leiht. Als Liliane einfach mit dem Buch verschwindet, sucht Zoj in ganz Nizza nach der jungen Frau. Auch Liliane befindet sich auf einer verzweifelten Suche: Seit einem halben Jahr ist ihr kleiner Sohn verschollen. „Die Welt ist alles, was in ihr passiert“, sagt Wittgenstein. Also sorgt Zoj gemeinsam mit seinen Freunden dafür, dass etwas passiert, um Lilianes Sohn wiederzufinden. Zusammen kommen sie einer Bande von professionellen Kinderhändlern auf die Spur. Um die Entführer von Lilianes Kind zu stellen, geht Zoj schließlich sogar das Wagnis ein, seinen eigenen Sohn als Lockvogel zu benutzen. Doch leider bemerken die Gangster viel zu schnell, dass bei diesem Handel etwas faul ist …


nordwestradio
Freitag, 18. Januar 2013, 19:05

Radiotatort: Kontermann
von Dirk Schmidt

WDR 2012
ca. 54 Min.

Radiotatort

sh. 16. Januar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


SRF 1
Freitag, 18. Januar 2013, 20:00

Die Fieberkurve Teil 1
von Friedrich Glauser

Bearbeitung: Markus Michel
Regie: Martin Bopp
DRS / SWF 1990
ca. 50 Min.

Mit:
Peter Brogle, Heinz Bühlmann, Charles Brauer, Jupp Saile, Buddy Elias, Noemi Steuer u. v. a.

Wie gelangt ein schlichter Fahnder der Berner Kantonspolizei plötzlich in einen marokkanischen Garnisonsposten der Fremdenlegion? Ganz einfach: Friedrich Glauser schickt seinen Wachtmeister Studer in die Wüste.

Dort erlebt Wachtmeister Studer ein Wechselbad verschiedenster Gefühle. Die Kulturen prallen aufeinander. Studer träumt auch am helllichten Tag und vergisst mitunter, dass er einen Fall lösen muss. Er gewinnt immer mehr den Eindruck, dass man ihm übel mitspielt – ein grausames Spiel, dessen Regeln er nicht kennt.

Das Stück spielt im Dezember/Januar 1932/33. Von einer weihnächtlichen Reise nach Paris zurückgekehrt, steht der Berner Fahnder Wachtmeister Studer, der wegen einer unliebsamen Aufdeckung in einer Bankaffäre degradiert wurde, plötzlich vor seiner Bewährungsprobe. Pater Matthias, ein «Weisser Bruder» hat Studer in Paris eine seltsame Geschichte erzählt: Zwei Schwestern, die eine geschieden, die andere verwitwet, mit Pater Matthias verschwägert, sind durch eine Gasvergiftung gestorben. Die Spuren weisen zurück auf den seit dreissig Jahren unaufgeklärten Gifttod einer jungen Frau. Das Schicksal der drei Frauen ist mit demselben Mann verkettet, der vor Jahren in Marokko im Spital von Fez an einem heimtückischen Sumpffieber gestorben ist und der (wie sich nun herausstellt) seinem Heimatkanton Bern die Hälfte seiner Ölfelder hinterlassen hat. Studer reist, mit Hilfe seiner französischen Kollegen, unter falschem Namen nach Marokko und bringt dort den Fall, trotz allen Erschwernissen zu einem verblüffenden Ende.


BR 2
Freitag, 18. Januar 2013, 21:03

Otto Mötö
von Gabi Schaffner

Regie: Gabi Schaffner
hr 2012
59 Min.

Hörspiel des Monats August 2012

Sie kennen Martti Mauri nicht? Eigentlich nicht verwunderlich, doch um so bedauernswerter, denn dieser finnische Eigenbrötler ist Legende und Unbekannter gleichermaßen. Martti Mauri, geboren 1935 auf der Halbinsel Kuokkala bei Jyväskyla, ist passionierter Autodidakt mit einer gewaltigen Leidenschaft für Motoren aller Art. Ein Liebender? Gewiss. Ein Fetischist? Selbstverständlich – wie anders könnte man einen Menschen beschreiben, der es sich schon als Kind lieber auf der noch warmen Motorhaube eines Traktors bequem machte als in einem herkömmlichen Kinderbettchen? Seit Beginn der 50er- Jahre trieb sich Mauri auf Finnlands Rennstrecken herum, besuchte Tarktormessen, Schrottplätze, untersuchte Waschmaschinen, Rasenmäher – und nahm alles mit seinem TK 64 auf. Diese Aufnahmen fanden schließlich in der Szene elektronischer Musik einige Aufmerksamkeit und gelten unter Insidern als Vorreiter des »Industrial Techno«, das gilt besonders für sein berühmtestes Stück, Otto Mötö, das er aus Anlass des 100. Jahrestages des Ottomotors komponierte. 2003 kam Mauri bei einem tragischen Autounfall in seiner Heimatstadt Jyväskyla ums Leben.

Gabi Schaffner, geb.1965 in Offenbach/Main, arbeitet interdisziplinär als Bildende Künstlerin, Kuratorin und Redakteurin. Lebt zwischen Berlin, Helsinki und Lobo/Texas.

Vorstellung im OhrCast

Meine Wertung: + + + +


SWR 2
Freitag, 18. Januar 2013, 22:33

Radiotatort: Kontermann
von Dirk Schmidt

WDR 2012
ca. 54 Min.

Radiotatort

sh. 16. Januar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


WDR 5
Samstag, 19. Januar 2013, 17:05

Radiotatort: Kontermann
von Dirk Schmidt

WDR 2012
ca. 54 Min.

Radiotatort

sh. 16. Januar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


SRF 2 Kultur
Samstag, 19. Januar 2013, 21:00

Nichts. Was im Leben wichtig ist
von Janne Teller

Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Regie: Leonhard Koppelmann
SWR 2011
86 Min.

Radio:Tipp Cover

Das Ensemble mit Leonhard Koppelmann; Bild: SWR/Monika Maier

Das Ensemble mit Leonhard Koppelmann; Bild: SWR/Monika Maier

Mit:
Agnes: Anna Fischer
Pierre Anthon: Kostja Ullmann
Elise: Maike Jüttendonk
Sofie: Carmen Birk
Jan Johann: Marlon Kittel
Kai: Simon Jensen

Er ist weit mehr als ein Jugendbuch. Seit der Roman „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ der dänischen Autorin Janne Teller im Herbst 2010 auf Deutsch erschienen ist, hat er für viele Diskussionen über das Erwachsenwerden, die Macht der Gruppe und die Gefahren des Fundamentalismus gesorgt. Mittlerweile hat sich das Buch 150.000 Mal verkauft und es auch bis in den Religionsunterricht geschafft.

Das Buch handelt von einer Schulklasse in der heilen Welt der dänischen Provinz. Eines Tages verlässt Pierre Anthon einfach den Unterricht, verweigert jegliches Tun, setzt sich auf einen Baum und spottet: „Alles ist egal. In demselben Moment, in dem ihr geboren werdet, fangt ihr an zu sterben. Und so ist es mit allem. Das Leben ist die Mühe überhaupt nicht wert.“ Dieser radikalen Handlungsanweisung wollen seine Mitschüler nicht folgen. Sie beschließen, in einem entlegenen Sägewerk mit persönlichen Dingen einen „Berg von Bedeutung“ anzuhäufen. Was als harmloses Spiel beginnt, eskaliert und rüttelt am Ende an den Normen eines friedlichen Zusammenlebens. Wem einmal der Boden unter den Füßen entzogen wird, der kann in einer Gruppe zu allem bereit sein – bis hin zum Mord. Er ist weit mehr als ein Jugendbuch

Die Vorlage zu diesem Hörspiel wird als Jugendbuch einsortiert. Das kann man sicherlich so sehen, denn die Geschichte ist in der inhaltlichen Ausgestaltung perfekt auf diese Zielgruppe zugeschnitten. Aber die Gnadenlosigkeit, wie diese Geschichte sich immer weiter in den Abgrund dreht, immer brutaler wird, ist schon harter Tobak, der den Hörer garantiert nicht kalt lassen wird. Die Brutalität scheint kaum Grenzen zu kennen. Dabei geht es allerdings nie um billige Schockeffekte, sondern stets um Substanzielles – Was das Ganze aber nur noch beklemmender macht.

Es passiert mir selten, dass mich ein Hörspiel so mitnimmt, wie es „Nichts“ getan hat – es macht sprachlos.

Das liegt auch an der sehr guten Inszenierung von Leonhard Koppelmann, der die Geschichte von den einzelnen Beteiligten nacherzählen lässt und die Spielszenen eher in den Hintergrund rücken lässt. So gelingt es, umfassend und ruhig zu erzählen und dennoch die Geschichte schnell voranzutreiben.

Das Ensemble ist mit jungen, überzeugenden Stimmen besetzt. Neben noch eher selten zu hörenden Schauspielern wie Anna Fischer oder Simon Jensen finden sich im Cast auch „alte Hasen“ wie Kostja Ullmann oder Marlon Kittel.

„Nichts“ ist – Stand August – das Hörspiel, dass mich im Jahr 2011 am meisten beeindruckt hat. Auch, wenn es für mich persönlich das „Hörspiel des Jahres“ ist, möchte ich es doch nicht uneingeschränkt empfehlen. Das Stück geht an die Nieren und daher sollten weder die Ohren zu jung noch die Nerven zu dünn sein. Die Altersempfehlung „Ab 12“ sollte man nicht nur ernst nehmen, sondern ggf. auch im Einzelfall durchaus noch ein, zwei Jahre nach oben schieben.

Das Hörspiel wird – wie es auch das Buch getan hat – stark polarisieren; Einige werden es feiern, einige werden es ablehnen – Eindruck wird es bei allen machen.

Meine Wertung: + + + + +


NDR-Info
Samstag, 19. Januar 2013, 21:05

Radiotatort: Kontermann
von Dirk Schmidt

WDR 2012
ca. 54 Min.

Radiotatort

sh. 16. Januar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


Samstag, 19. Januar 2013, 23:05

Radiotatort: Kontermann
von Dirk Schmidt

WDR 2012
ca. 54 Min.

sh. 16. Januar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


SR 2
Sonntag, 20. Januar 2013, 17:04

Radiotatort: Kontermann
von Dirk Schmidt

WDR 2013
ca. 54 Min.

Radiotatort

sh. 16. Januar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Hörspiele, Radioprogramm abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s