Ursendung am 10. Dezember: Zahltag von Dirk Josczok (DRAdio Kultur 2012)

Am Montag, den 10.12.2012 sendet DLR Kultur um 21:33 Uhr die Ursendung der Kriminalhörspiels „Zahltag“ von Dirk Josczok.

Zahltag

von Dirk Josczok

Musik: Frank Merfort
Regie: Klaus-Michael Klingsporn
DLR 2012
46 Min.

Magnus: Guntbert Warns
Nogart: Herbert Sand
Friedrich: Daniela Schulz
Faber: Marian Funk
Günter: Tonio Arango
Klein: Marie Leuenberger
Schatz: Frauke Poolmann
Kreuzer: Hendrik Arnst
Hanna: Marie Gruber
Sanitäter: Matti Krause
Pathalogin: Eva Kryll
Kollege: Uwe Müller
Springer: Alexander Radszun
IHK-Mann: Wilfried Hochholdinger
Video-Stimme: Christian Gaul

Beim Überfall auf einen Drogeriemarkt wird der Filialleiter erschossen. Tatsächlich nur ein Raubmord? Sowohl die geringe Beute als auch die Gnadenlosigkeit, mit der der Mörder vorgegangen ist, lassen Zweifel aufkommen. Hauptkommissar Magnus und sein Team ermitteln. Es gelingt ihnen, den Tathergang zu rekonstruieren und den Raub aufzuklären. Das Motiv für den Mord bleibt indes unklar. Erst eine zweite Bluttat bringt Gewissheit. Aber keine Entwarnung. Der Täter hat schon sein nächstes Opfer im Visier.

Dirk Josczok, geboren 1960 in Düsseldorf, lebt in Berlin. Schreibt Drehbücher und Hörspiele, darunter mehrere Krimis um Kommissarin Nusser, mit „Zahltag“ lässt er nun zum zweiten Mal sein Team um Hauptkommissar Magnus ermitteln.

Ein weiterer Fall für das Team um Hauptkommissar Magnus. Nach „Heldentod„(DRadio Kultur 2011) ermittelt man nun im Fall „Zahltag“. Erneut nimmt sich Josczok einem aktuellen Thema an. Es gilt den Mord an einem Filialleiter einer Drogeriekette aufzuklären. Das Milieu und der Fall wird mit den gängigen Klischees gespickt, was hier aber weniger stört, als dass es das Hörspiel interessant macht. Mobbing und miese Geschäftspraktiken münden in einen spannenden Thriller mit einem Finale, das den Hörer in der Misere zwischen Recht und Gerechtigkeit zurücklässt.

Anders als bei Kommissarin Nusser bleibt Josczoks neues Ermittlerteam um Hauptkommissar Magnus noch etwas farblos. Das dürfte auch darin liegen, dass das Privatleben der Charaktere noch sehr im Hintergrund liegt. Der Fokus ist ganz klar auf dem Fall selbst gerichtet. Man hätte es zeitlich aber locker unterbringen können, da die Spielzeit der Produktion weniger als 46 Minuten beträgt.
Dass man darauf verzichtet hat, ist kein Beinbruch. Der Krimiplot funktioniert so deutlich besser und wird nicht durch die Betonung des Reihenrahmens verwässert.

Bei der Krimiredaktion des DRadios Kultur kann man sich über die Qualität der produzierten und gesendeten Hörspiele kaum beklagen. Meines Erachtens ist der Sendeplatz am Montagabend der empfehlenswerteste Hörspieltermin im Radio. Auch mit „Zahltag“ untermauert man dies: Ein gut produzierter Krimi, mit einem starken Sprecherensemble, temporeich erzählt und mit einem nachhaltigen Finale versehen – Was will man mehr?

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Eine Antwort zu Ursendung am 10. Dezember: Zahltag von Dirk Josczok (DRAdio Kultur 2012)

  1. Gerd Segatz schreibt:

    Schade um die Mühe, die die Sprecher sich gemacht haben, denn das Skript ist schwach. Der lobenswerte Ansatz, die Praktiken real existierender Unternehmen zu entlarven, hätte es verdient, nicht auf derart tönerne Füße gestellt zu werden. Recherche bei der Polizei hätte gutgetan, denn es ist wirklichkeitsfremd, wie die Beamten mit Zeugen und Verdächtigen umgehen. Und ständig wird von einem Lieferanten geredet. Dabei wird aus dem Zusammenhang deutlich: Es handelt sich lediglich um einen Fahrer desselben Unternehmens.

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